Säge-Tüpfelfarn
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| Säge-Tüpfelfarn | ||||||||||||
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| Datei:Polypodium cambricum 001.jpg
Säge-Tüpfelfarn (Polypodium cambricum) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Polypodium cambricum | ||||||||||||
| L. |
Der Säge-Tüpfelfarn (Polypodium cambricum), auch Gallischer Tüpfelfarn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Tüpfelfarne (Polypodium) innerhalb der Familie der Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae).
Beschreibung
Der Säge-Tüpfelfarn ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 50 Zentimetern. Das Rhizom trägt 5 bis 11 Millimeter lange linealisch-lanzettliche Spreuschuppen.<ref name="Dostál-Reichstein1984" /> Die Blätter sterben im Sommer ab, neue Blätter werden im Herbst gebildet.<ref name="Dostál-Reichstein1984" /> Der knorpelige und durchscheinende Blattrand erreicht in den Blattbuchten nicht den Mittelnerv, er ist von diesem durch grünes Gewebe getrennt. Die Blattspreite ist dreieckig-eiförmig oder eiförmig und am Grund bis 15 Zentimeter breit.<ref name="Dostál-Reichstein1984" /> Die Blattabschnitte sind schmal-lanzettlich, gesägt und oft von der Mitte an oder zwei Dritteln der Länge spitz zulaufend.<ref name="Dostál-Reichstein1984" /> Das unterste Paar ist oft von der Blattfläche weg nach oben gerichtet.<ref name="Dostál-Reichstein1984" />
Die Sori sind länglich-elliptisch. In den Sori und Sporangien gibt es verzweigte, drüsige Fäden, die an Pilzhyphen erinnern. Die Sporangien besitzen vier bis sieben dickwandige Anuluszellen.<ref name="Dostál-Reichstein1984" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 74.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Das Verbreitungsgebiet des Säge-Tüpfelfarn reicht von Makaronesien, Marokko und Algerien bis Irland, dem Vereinigten Königreich und von der Schweiz über den Mittelmeerraum östlich bis zur Türkei, Syrien, Georgien und Armenien.<ref name="HasslerOnline" /> Mitteleuropa erreicht er in Südtirol, wo er vor allem zwischen Salurn und Bozen vorkommt sowie in der südlichen Schweiz am Luganer See, am Lago Maggiore und in den Kantonen Wallis und Waadt.<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />
Er wächst in Fels- und Mauerspalten, in Südtirol in klimawarmen Lagen. Er besiedelt Silikat- und Karbonatgestein. Er ist vorwiegend auf die colline Höhenstufe beschränkt, selten steigt er bis in die montane Stufe. Er kommt in Gesellschaften des Verbands Polypodion serrati vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3 (mäßig feucht), Lichtzahl L = 3 (halbschattig), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 5 (sehr warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />
Systematik
Die Erstveröffentlichung von Polypodium cambricum erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 1086.<ref name="Tropicos" /><ref name="Euro+Med" />
Je nach Autor gibt es etwa drei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />
- Polypodium cambricum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. cambricum (Syn.: Polypodium australe <templatestyles src="Person/styles.css" />Fée, Polypodium vulgare var. serratum <templatestyles src="Person/styles.css" />Willd., Polypodium serratum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) F.Saut., Polypodium cambricum subsp. australe <templatestyles src="Person/styles.css" />(Fée) Greuter & Burdet, Polypodium cambricum subsp. serrulatum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Arcang.) Pic. Serm., Polypodium vulgare subsp. serratum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Willd.) H.Christ): Sie kommt in Nordafrika, Süd- und Westeuropa, im südlichen Mitteleuropa und in Vorderasien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Polypodium cambricum subsp. azoricum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vasc.) E.Nardi (Syn.: Polypodium vulgare subsp. azoricum <templatestyles src="Person/styles.css" />Vasc., Polypodium azoricum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vasc.) R.Fern., Polypodium australe subsp. azoricum <templatestyles src="Person/styles.css" />(Vasc.) E.Nardi): Sie ist immergrün.<ref name="Dostál-Reichstein1984" /> Sie kommt nur auf den Azoren vor.<ref name="Euro+Med" />
- Polypodium cambricum subsp. macaronesicum <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.E.Bobrov) Fraser-Jenk. (Syn.: Polypodium macaronesicum <templatestyles src="Person/styles.css" />A.E.Bobrov): Sie kommt auf den Kanaren, auf Madeira und in Spanien vor.<ref name="Euro+Med" />
Quellen
Literatur
Einzelnachweise
<references> <ref name="IPCN"> Polypodium cambricum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Polypodium cambricum bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="InfoFlora"> Polypodium cambricum L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Dostál-Reichstein1984"> Josef Dostál, Tadeus Reichstein: Polypodium. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 1. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1984, ISBN 3-489-50020-2. S. 279–285. </ref> <ref name="Euro+Med"> M. Christenhusz, E. von Raab-Straube, 2013+: Polypodiopsida. Datenblatt Polypodium cambricum In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="HasslerOnline"> Michael Hassler: Taxon in Suchmaske eintragen bei World Ferns. - Synonymic Checklist and Distribution of Ferns and Lycophytes of the World. Version 19.2 vom März 2024. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024"> Michael Koltzenburg: Polypodium. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 142. </ref> </references>
Weblinks
- Verbreitung auf der Nordhalbkugel (als Polypodium vulgare subsp. serratum) aus: Eric Hultén, Magnus Fries: Atlas of North European vascular plants. 1986, ISBN 3-87429-263-0 bei Den virtuella floran.