Sächsisches Staatsministerium der Justiz
| Sächsisches Staatsministerium der Justiz — SMJus — (SMJ) | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="padding: 1em 0; text-align: center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Wappen des Freistaates Sachsen | |
| Staatliche Ebene | Land |
| Stellung | Oberste Landesbehörde |
| Hauptsitz | Dresden |
| Behördenleitung | Constanze Geiert (CDU), Staatsministerin |
| Bedienstete | 200 |
| Haushaltsvolumen | 808,11 Mio. Euro (2016)<ref>Haushaltsplan 2015/2016. (PDF; 2,3 MB) Gesamtplan, Haushaltsgesetz, Gesamtpläne, Übersichten zu den Haushaltsplänen. In: finanzen.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium der Finanzen (SMF), S. 19, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Februar 2016; abgerufen am 24. Februar 2016.</ref> |
| Netzauftritt | www.justiz.sachsen.de/smj |
Das Sächsische Staatsministerium der Justiz (SMJus) ist als Justizministerium eine Oberste Landesbehörde des Freistaates Sachsen mit Sitz in der Landeshauptstadt Dresden.
Geschichte
Ein Justizministerium gab es in Sachsen seit Verabschiedung der Verfassung von 1831. Es war damit eines der ältesten Ministerien Sachsens. 1934 wurde es erstmals aufgelöst, 1945 jedoch wieder eingerichtet. Mit der Gründung der DDR 1950 wurde es abermals abgeschafft.<ref>Erich Zeidler: Justiz und Politik zwischen Dresden und Berlin – Johannes Dieckmann. In: Sächsisches Staatsministerium für Justiz (Hrsg.): Justiz in Sachsen – Prozesse, Personen, Gebäude. Band 2. Dresden 1994, S. 96–130.</ref> Seit der Neuerrichtung des Freistaats Sachsen 1990 gibt es wieder ein sächsisches Justizministerium, zunächst unter der Bezeichnung Sächsisches Staatministerium der Justiz.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bekanntmachung der Sächsischen Staatsregierung über die Abgrenzung der Geschäftsbereiche der Staatsministerien.] REVOSax, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
In der fünften Wahlperiode des Landtags (2009–2014) wurde die Zuständigkeit des Ministeriums um den Bereich Europa erweitert, und die Bezeichnung wurde dementsprechend zu Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Europa ergänzt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Europa zur Änderung der Sächsischen Justizorganisationsverordnung.] REVOSax, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Diese Änderung wurde 2015 rückgängig gemacht.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Änderung der Sächsischen Justizorganisationsverordnung.] REVOSax, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In der siebten Wahlperiode des Landtags (2019–2024) wurde der Bezeichnung des Ministeriums der Zusatz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung hinzugefügt,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Änderung des Sächsischen Verwaltungsorganisationsgesetzes.] REVOSax, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> der 2025 wieder gestrichen wurde.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Änderung des Sächsischen Verwaltungsorganisationsgesetzes.] REVOSax, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Seit dem 19. Dezember 2024 wird das Justizministerium von Staatsministerin Constanze Geiert (CDU) geleitet. Ihr steht als Amtschef Till Pietzcker zur Seite.
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Sitz
Das Ministerium hat seinen Sitz an der Hospitalstraße 7 in Dresdens Innerer Neustadt zwischen Albertplatz, Carolaplatz und Rosa-Luxemburg-Platz und bildet gegenwärtig den nordöstlichen Abschluss des Regierungsviertels. Die südöstliche Seitenfassade liegt an der Erich-Ponto-Straße, nordwestlich benachbart ist die frühere Baugewerkeschule mit der Adresse Paul-Schwarze-Straße 2. Gegenüber dem Innenhof liegt das Hauptstaatsarchiv Dresden.
Das Justizministerialgebäude wurde 1894 nach Plänen von Max Isidor Krause als Königliches Amtsgericht im Stil der Neorenaissance erbaut. Als Sitz des Justizministeriums diente es erstmals von 1926 bis zu dessen Auflösung im Jahr 1934. Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs größtenteils verschont, nutzte die sowjetische Kommandantur das Gebäude von 1945 bis zu ihrem Abzug im Jahr 1992. Das Bundesvermögensamt übernahm es und übertrug es 1993 der sächsischen Staatsregierung, die es nach einer Sanierung wieder für das Justizministerium nutzen wollte. Da es selbst bei sparsamer Raumplanung nicht ausreichend Platz geboten hätte, war geplant, das etwa gleich alte Nachbargebäude an der Paul-Schwarze-Straße 2 zu erwerben und mit einer Brücke zu verbinden. Unterschiedliche Raumhöhen, Planungsunsicherheiten sowie nicht abschätzbare Kosten und Fertigstellungstermine ließen von diesem Plan abkommen. Es wurde daher 1994 entschieden, der Gebäuderückseite zwischen dem Mittelbau und den Seitengiebeln fassadensymmetrisch zwei schmalgefasste Neubauten anzugliedern. Diese sollten sich dabei vom denkmalgeschützten, 100-jährigen Gebäude abheben, jedoch mit ihm optisch harmonieren. Weitere Grenzen schufen erhaltenswerte Bäume im Innenhof sowie die damals erst geplante Erweiterung des Hauptstaatsarchivs. Sanierung und Neubau erfolgten von Januar 1995 bis Dezember 1996, im Januar 1997 erfolgte der Einzug des Justizministeriums. Am 13. Februar 1997, dem 52. Jahrestag der verheerendsten Luftangriffe auf Dresden, erfolgte die offizielle Einweihung.<ref name="Justizministerialgebäude">Justizministerialgebäude 1894/1997. (PDF; 46 MB) Freistaat Sachsen – Staatsministerium der Finanzen, abgerufen am 16. Februar 2014.</ref>
Da 2016 Benzaldehyd und Naphthalin im Gebäude festgestellt wurden, wurde Anfang 2021 mit der Sanierung begonnen. Als Ausweichquartier dient seitdem ein ehemaliges Bahnverwaltungsgebäude unweit des Bahnhofs Dresden-Neustadt in der Hansastraße 4.<ref>Medienservice Freistaat Sachsen: Umzug des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. 21. Januar 2021, abgerufen am 8. Juni 2021.</ref> Nach Abschluss der Sanierung erfolgte in mehreren Etappen der Rückzug in das Gebäude auf der Hospitalstraße. Ab 8. September 2025 ist der Sitz wieder in der Hospitalstraße 7.
Aufgaben des Ministeriums
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Organisationsstruktur
Das Sächsische Staatsministerium der Justiz gliedert sich in vier Abteilungen und untergeordneten 18 Referaten.<ref>Organigramm. (PDF; 35 kB) In: justiz.sachsen.de. Sächsisches Staatsministerium der Justiz, 2. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Februar 2016; abgerufen am 24. Februar 2016.</ref>
| Abteilung | Bezeichnung/Zuständigkeiten |
|---|---|
| I | Personal, Haushalt und Organisation |
| II | Öffentliches Recht, Ausbildung, Fortbildung und Landesjustizprüfungsamt |
| III | Strafrecht und Zivilrecht, Informationstechnologie in der Justiz |
| IV | Justizvollzug, Soziale Dienste der Justiz, Justizbau |
| Referat | Bezeichnung/Zuständigkeiten |
|---|---|
| I 1 | Personalangelegenheiten der Richter, der Beamten der LG 2, 2. EE und gleichwertig eingesetzter Beschäftigter |
| I 2 | Grundsatz Personal, Gerichtsorganisation |
| I 3 | Innerer Dienst, Personalangelegenheiten der Beamten der LG 1, der LG 2, 1. EE und gleichwertig eingesetzter Beschäftigter des SMJus |
| I 4 | Haushalt |
| I 5 | Organisation, Reisekostenstelle (ZRS) |
| II 1 | Erste Juristische Prüfung und Zweite Juristische Staatsprüfg., Juristenausbildung, Anerkenng. jurist. Prüfg., Eignungsprüfg. von Rechtsanwälten aus EU-Mitgliedstaaten |
| II 2 | Verfassungsrecht, Verfahrensrecht der öffentlich-rechtlichen Fachgerichtsbarkeiten, Datenschutzrecht, Deregulierung |
| II 3 | Normprüfung, Verwaltungsrecht, Rechtsbereinigung |
| II 4 | Aus- und Fortbildung in der Justiz (ohne Justizvollzug), Auslandskontakte der Justiz, Rechtskundeunterricht |
| III 1 | Straf- u. Strafverfahrensrecht, Straf- und Maßregelvollstreckung, Rechtshilfe in Strafsachen, Ordnungswidrigkeitenrecht, Staatsanwaltschaften, Gnadenwesen |
| III 2 | Zivilverfahrensrecht, Rechtshilfe in Zivilsachen, Angelegenheiten der Rechtsanwälte und Notare |
| III 3 | Materielles Zivilrecht, einigungsbedingte Fragen des Vermögens-, Schuld- und Sachenrechts |
| III 4 | Informationstechnologie in der Justiz |
| III 5 | E-Verfahrensakte |
| IV 1 | Personal- und Organisationsangelegenheiten Justizvollzug |
| IV 2 | Bau- und Liegenschaftsangelegenheiten der Justiz (einschließlich Justizvollzug), Sicherheit im Justizvollzug |
| IV 3 | Vollzugliche Grundsatzfragen, Normsetzung in Vollzugsangelegenheiten, Beschwerdewesen |
| IV 4 | Haushalt, vollzugliches Arbeitswesen und Wirtschaftsverwaltung, Standortplanung, Vollzugscontrolling, Statistik |
| IV 5 | Vollzugsgestaltung, Übergangsmanagement, Soziale Dienste der Justiz, Aus- und Fortbildung für den Justizvollzug |
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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Staatskanzlei (SK)
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Bund:
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz
Länder:
Baden-Württemberg |
Bayern |
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Brandenburg |
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Hamburg |
Hessen |
Mecklenburg-Vorpommern |
Niedersachsen |
Nordrhein-Westfalen |
Rheinland-Pfalz |
Saarland |
Sachsen |
Sachsen-Anhalt |
Schleswig-Holstein |
Thüringen
Justizministerkonferenz
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