Rudolf Jäger (Architekt)
Rudolf Jäger (* 9. August 1903 in Altona; † 24. April 1978 in Hamburg)<ref>Karl H. Hoffmann: Rudolf Jäger. In: Hamburgisches Architekturarchiv. Abgerufen am 3. Februar 2017.</ref> war ein deutscher Architekt. Er darf nicht mit dem österreichischen Architekten Rudolf Jäger verwechselt werden, der um die Jahrhundertwende in Wien tätig war.
Leben
Jäger studierte von 1924 bis 1928 an der Technischen Hochschule Stuttgart und der Technischen Hochschule Berlin. Danach war er u. a. in der Bauabteilung des württembergischen Finanzministeriums in Stuttgart und im Büro der Hamburger Architekten Carl Bensel und Johann Kamps tätig. Ab 1930 arbeitete er in Bürogemeinschaft mit Bernhard Hopp, nach dessen Tod ab 1962 mit Johannes Gries. Er war spezialisiert auf den Bau von Kirchen und wird der Stuttgarter Schule zugerechnet.
Seit seiner Jugend war Jäger in der evangelischen Kirche engagiert. Er beteiligte sich schon im Januar 1933 am Altonaer Bekenntnis und nahm 1934 zusammen mit Ernst Hildebrand an der Barmer Bekenntnissynode der Bekennenden Kirche als Vertreter der schleswig-holsteinischen Bekenntnisgemeinschaft teil. Zusammen mit Hans Asmussen gab er die Schriftenreihe Die Gemeindekirche heraus<ref>Hamburgisches Architekturarchiv - Rudolf Jäger. Abgerufen am 2. Mai 2023.</ref>, die 1934 im Hans Harder Verlag in Altona erschien. Im 1. Heft der Schriftenreihe verfasste er gemeinsam mit dem Germanisten Fritz Collatz<ref>https://d-nb.info/gnd/105824992</ref> den Beitrag Die Gemeindekirche als Sinn und Ziel unserer Arbeit.
Werk
Die meisten Arbeiten wurden zusammen mit Bernhard Hopp ausgeführt.
- 1934–1935: Fischerkirche Born a. Darß
- 1936–1937: Lutherkirche in Hamburg-Wellingsbüttel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Lutherkirche Wellingsbüttel ( des Vorlage:IconExternal vom 13. Juli 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 1937–1938: Umbau der Lukaskirche in Hamburg-Fuhlsbüttel
- 1937–1938: Evangelische Johanneskirche Bockum-Hövel
- 1938: Maria-Magdalenen-Kirche in Hamburg-Klein Borstel
- 1938: St. Nicolaus in Hamburg-Alsterdorf (Renovierung)
- 1939: Friedenskirche in Hamburg-Berne, Lienaustraße<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Friedenskirche in Hamburg-Berne ( des Vorlage:IconExternal vom 22. Dezember 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 1946–1956: Beteiligung am Bau der Grindelhochhäuser in Hamburg
- 1948–1949: Kapelle in Sonneberg-Hönbach (zusammen mit Viktor Koch)<ref>Kapelle in Sonneberg-Hönbach</ref>
- 1949: Adventskirche in Hamburg-Schnelsen (zusammen mit Otto Bartning)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Advents-Kirche Schnelsen ( des Vorlage:IconExternal vom 29. Dezember 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 1949–1950: Wiederaufbau der Christianskirche in Hamburg-Ottensen
- 1950: Adventskirche der Westfälischen Diakonissenanstalt in Münster
- 1950–1957: Wiederaufbau der St.-Katharinen-Kirche in Hamburg
- 1951–1962: Wiederaufbau der St.-Jacobi-Kirche in Hamburg<ref>Hauptkirche St. Jacobi – Letzter mittelalterlicher Bau von Hamburg, denkmalschutz.de, abgerufen am 23. Mai 2021.</ref>
- 1951–1954: Adventhaus Grindelberg der Siebenten-Tags-Adventisten in Hamburg<ref>Paulus Langholf: Zwei neue Gotteshäuser in Hamburg. In: Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland (Hrsg.): Der Adventbote - Gemeindeblatt der Siebenten-Tags-Adventisten. 53. Jahrgang, Nr. 5. Advent-Verlag GmbH, Hamburg 1954, S. 75 ff.</ref>
- 1952–1955 Christophoruskirche in Hamburg-Hummelsbüttel (1966 um Gemeindehaus ergänzt)<ref>Ev.-luth. Christophorusgemeinde zu Hamburg-Hummelsbüttel</ref>
- 1953–1955: Christuskirche in Hamburg-Wandsbek
- 1955–1956: Philippus-Kirche in Hamburg-Horn<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Philippuskirche in Hamburg-Horn ( des Vorlage:IconExternal vom 17. Februar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 1956: Sanierung und Umgestaltung der Kirche St. Stephanus in Hamburg-Eimsbüttel, Lutterothstraße 98
- 1957: Neugestaltung des Ehrenmals auf dem Waldfriedhof in Aumühle
- 1957–1958: Matthäuskirche in Münster (Westfalen)
- 1957–1958: Christuskirche in Flensburg-Mürwik<ref>Lutz Wilde (Bearb.): Stadt Flensburg. (= Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein, Band 2.) Wachholtz, Neumünster 2001, ISBN 3-529-02521-6, S. 524.</ref>
- 1958–1960: St.-Marien-Kirche in Hamburg-Ohlsdorf
- 1959–1961: Lufthansa Wartungshalle 3 auf dem Flughafen Hamburg (zusammen mit Georg Petry, Hannsgeorg Beckert, Otto Apel und Alfred Mehmel)<ref>Lufthansa Wartungshalle auf structurae.de</ref>
- 1961–1962: Turmhelm der Paulus-Kirche in Hamm
- 1962: Wiederaufbau der Osterkirche in Hamburg-Eilbek
- 1962: Entwurf für die Thomaskirche in Hamburg-Bramfeld<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Thomaskirche Bramfeld ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Februar 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
- 1967–1969: Studentenwohnheim (jetzt Verwaltungsgebäude des Studentenwerks) an der Grindelallee 9 in Hamburg-Rotherbaum, Entwurf zusammen mit Johannes Gries und Daniel Bruzema<ref>Karl H. Hoffmann: Hamburgisches Architekturarchiv - Rudolf Jäger. Abgerufen am 2. Mai 2023.</ref>
Literatur
- Ralf Lange: Hamburg. Wiederaufbau und Neuplanung 1943-1963. Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus 1994, ISBN 3-7845-4610-2. (darin Kurzbiografie)
- Volkwin Marg, Reiner Schröder: Architektur in Hamburg seit 1900. Junius-Verlag, Hamburg 1993, ISBN 3-88506-206-2.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jäger, Rudolf |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 9. August 1903 |
| GEBURTSORT | Altona |
| STERBEDATUM | 24. April 1978 |
| STERBEORT | Hamburg |