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Rudolf Brückner-Fuhlrott

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Datei:Brueckner-Fuhlrott Selbstbildnis.jpg
Rudolf Brückner-Fuhlrott, Selbstbildnis

Hermann Rudolf Brückner-Fuhlrott (* 20. Juni 1908 in Weißenfels; † 23. Mai 1984 in Ahrenshoop) war ein deutscher Maler und Bildhauer.

Leben

Rudolf Brückner besuchte das Reform-Realgymnasium seiner Heimatstadt und absolvierte anschließend eine kaufmännische Lehre. Durch die Heirat der Mutter mit Adolf Fuhlrott nahm er 1921 den Doppelnamen Brückner-Fuhlrott an. Etwa 1929/30 entschied er sich für die Tätigkeit als bildender Künstler. Nach seiner Heirat im Jahr 1933 und einer kurzen Inhaftierung im KZ Hohnstein studierte er von 1935 bis 1939 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden.<ref>Aus dem Leben Rudolf Brückner Fuhlrott. In: Onlineausgabe. Mitteldeutsche Zeitung, 9. Juni 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Februar 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.mz-web.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Als freischaffender Künstler schuf er unter anderem 1938 ein Sgraffitofries für das Rathaus seines damaligen Wohnortes Neustadt in Sachsen<ref>Paul Schulz (Foto); Brückner-Fuhlrott: Rathaus. Deutsche Fotothek, 1938, abgerufen am 28. Oktober 2025.</ref>. Im Zweiten Weltkrieg verwundet, verbrachte er die Zeit von 1943 bis zum Kriegsende im Lazarett in Meißen.

Nach dem Krieg lebte Brückner-Fuhlrott ab 1946 in Weißenfels und zog 1972 in das durch die Künstlerkolonie bekannte Ahrenshoop, wo er bereits seit den 1950er Jahren regelmäßiger Gast war.

Brückner-Fuhlrotts künstlerisches Schaffen widmete sich ab 1950 überwiegend religiösen Themen, vor allem als Auftragskunst für die Katholische Kirche, der er nach seiner Konversion im Jahr 1952 angehörte.<ref>Brückner-Fuhlrott über sich selbst. In: Onlineausgabe. Mitteldeutsche Zeitung, 16. Juni 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 4. Februar 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.mz-web.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Etwa 100 katholische Kirchen auf dem Gebiet der DDR wurden mit seinen Altarbildern, Heiligenskulpturen, Kreuzwegen oder Kirchenfenstern ausgestattet. Mit Friedrich Press und Hildegard Hendrichs gehörte er zu den produktivsten religiösen Künstlern in der DDR, wurde vom offiziellen Kulturbetrieb allerdings weitestgehend ignoriert.

Für seine Verdienste wurde er 1980 mit dem päpstlichen Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice ausgezeichnet.

Brückner-Fuhlrott ist auf dem Friedhof Ahrenshoop bestattet. Sein Nachlass befindet sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.<ref>Weißenfelser Künstler kehrt in die Saalestadt zurück. In: Onlineausgabe. Mitteldeutsche Zeitung, 16. Juni 2009, abgerufen am 12. Juli 2021.</ref> Seine Tochter, die Politikerin Elke Maes, ist ebenfalls künstlerisch tätig.<ref>Rückkehr an die Saale ist gelungen. In: Onlineausgabe. Mitteldeutsche Zeitung, 13. Juli 2009, abgerufen am 12. Juli 2021.</ref>

Werke (Auswahl)

Ausstellungen

  • Ahrenshoop, Kunstkaten 1998
  • Weißenfels 2009

Literatur

  • Oswin Hantzsch: Der Sgraffito-Fries des Malers und Bildhauers Rudolf Brückner-Fuhlrott am Rathaus zu Neustadt in Sachsen, Neustadt in Sachsen, 1939

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Werke von Rudolf Brückner-Fuhlrott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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