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Rudolf Arendt (Admiral)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:AdmRudolfArendt1966.jpg
Fregattenkapitän Arendt (1966)

Rudolf Arendt (* 25. Januar 1923 in Ballenstedt, Freistaat Anhalt; † 30. Mai 2021) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Konteradmiral der Bundesmarine.<ref>Traueranzeigen von Rudolf Arendt. In: GA Trauer. 5. Juni 2021, abgerufen am 5. Juni 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Arendt besuchte in Berlin die Schule.<ref name="WDR 5">Rudolf Arendt, Admiral a. D., WDR 5, Erlebte Geschichten, 8. Dezember 2019</ref> Er trat während des Zweiten Weltkrieges in die Kriegsmarine ein und wurde zum Offizier auf U-Booten ausgebildet. Am 1. Januar 1943 wurde er zum Leutnant zur See befördert. Er diente kurze Zeit als Kommandant von U 18 und ab dem 20. Juni 1944 im Dienstgrad Oberleutnant zur See als letzter Kommandant von U 23, dessen Selbstversenkung er am 10. September 1944 im Schwarzen Meer vor der türkischen Küste befahl. Anschließend begab er sich in der Türkei in die Internierung, die bis zum 26. September 1946 dauerte.<ref name="WDR 5" /><ref>Rudolf Burger: Letzte Ausfahrt, faz.net, 27. August 2019</ref>

1956 trat Arendt in die neu gegründete Bundesmarine ein. Von März 1965 bis Oktober 1967 war er Fregattenkapitän und Kommandeur des 2. Schnellbootgeschwaders<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bundesarchiv Bestand BM 36 (Memento vom 1. Oktober 2007 im Internet Archive)</ref> in Wilhelmshaven. 1978 war er als Flottillenadmiral der Stabsabteilungsleiter II (Militärisches Nachrichtenwesen) im Führungsstab der Streitkräfte (Fü S) im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn.<ref>Neue Berliner Illustrierte, Ausgaben 1–26, Im Allgemeinen Deutschen Verlag, 1978, S. 360 [1]</ref> 1980 stieg er zum Konteradmiral und Chef des Stabes des Führungsstabes der Streitkräfte auf. Am 31. März 1983 wurde Arendt mit dem Erreichen der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet.

Danach verkaufte er bis 1989 U-Boote für die Howaldtswerke-Deutsche Werft. Seit 2016 verwitwet, lebte er zuletzt in Meckenheim.<ref name="WDR 5" /> Er erlebte noch, dass sein Boot U 23 Anfang 2019 wiedergefunden wurde.<ref>Sensation U-Boot aus Zweitem Weltkrieg wieder aufgetaucht – Kapitän (96) packt aus, express.de, 5. Februar 2019</ref>

Ehrungen

Siehe auch

Schriften

  • Letzter Befehl: Versenken. Deutsche U-Boote im Schwarzen Meer 1942 bis 1944. Mittler & Sohn, 1998, ISBN 3-8132-0543-6.
  • Die Marine der Bundesrepublik Deutschland im Wandel der Zeit (1956–2005). In: J. B. Sander-Nagashima: Die Bundesmarine 1950 bis 1972. Konzeption und Aufbau. Oldenbourg Verlag, München 2006, ISBN 3-486-57972-X.
  • Angriff auf Batum – Einsatzbericht der 30. U-Flottille im Herbst 1943: Kampf der „kleinen" U-Boote“. In: Schiff Classic, Magazin für Schifffahrts- und Marinegeschichte e. V. der Deutschen Gesellschaft für Schiffahrts- und Marinegeschichte, Jahrbuch 2020, S. 34–47, ISBN 978-3-96453-225-1.

Literatur

  • Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 40–41.
  • Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 45.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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