Rudelsdorf (Kammerstein)
Rudelsdorf Gemeinde Kammerstein
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(115)&title=Rudelsdorf 49° 17′ N, 10° 55′ O
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| Höhe: | 368 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 115 (2. Jan. 2007)[Ohne Beleg] | |||||
| Postleitzahl: | 91126 | |||||
| Vorwahl: | 09871 | |||||
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Rudelsdorf (fränkisch: Roudlschdoaf<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 65. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „róudlšdòɘf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Kammerstein im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Rudelsdorf liegt in der Gemarkung Barthelmesaurach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 9. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt die Aurach, in die 0,5 km westlich der Kettersbach von rechts mündet. Südwestlich des Ortes liegt der Hundsrücken, nordöstlich der Engelesberg und östlich der Geyersberg. Die Kreisstraße RH 5/AN 17 führt über Buckenmühle nach Veitsaurach (2,2 km nordwestlich) bzw. an Günzersreuth vorbei zur Bundesstraße 466 (1,7 km östlich). Die Kreisstraße RH 15/AN 15 führt nach Kettersbach (1,8 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Barthelmesaurach (1,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 18. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1295 als „Rvdolstorf“ in einer Urkunde erstmals namentlich erwähnt, aus der hervorgeht, dass der Kastellan Rüdiger von Dietenhofen dem Eichstätter Bischof Reinboto zwei Anwesen schenkte. Diese Schenkung erhielt er am gleichen Tag als bischöfliches Lehen zurück.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 65 = F. Eigler: Schwabach, S. 128.</ref> Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Hruodolt, der Personenname des Siedlungsgründers.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 66.</ref>
Im Urbar des markgräflichen Amtes Schwabach von 1434 wurden für den Ort 1 Gut, 1 Seldengut und 1 Mühle als Besitz aufgelistet. 1623 gab es im Ort 10 Anwesen, von denen 2 Anwesen dem Kastenamt Schwabach, 1 Anwesen dem Spital Schwabach und 7 Anwesen der Reichsstadt Nürnberg unterstanden. 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Rudelsdorf 12 Anwesen. Grundherren waren das Kastenamt Schwabach (2 Anwesen), das Spital Schwabach (1), die Reichsstadt Nürnberg (Reiches Almosen: 2, Spital- und Katharinenklosteramt: 3, St.-Klara-Klosteramt: 2) und der Nürnberger Eigenherr (von Behaim: 1, von Stromer: 1).<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 244 f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Rudelsdorf 14 Anwesen. Das Hochgericht südlich der Aurach übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach und nördlich der Aurach das Oberamt Schwabach aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Kastenamt Schwabach. Grundherren waren das Kastenamt Schwabach (1 Köblergut, 2 Leerhäuser), das Spital Schwabach (1 Gut mit Tafernwirtschaft), die Reichsstadt Nürnberg (Landesalmosenamt: 2 Ganzhöfe; Spital- und Katharinenklosteramt: 2 Ganzhöfe, 1 Köblergut; St.-Klara-Klosteramt: 1 Leerhaus und 1 Mahlmühle), Nürnberger Eigenherren (von Behaim: 1 Ganzhof; von Stromer: 1 Ganzhof) und die Deutschordenskommende Nürnberg (1 Köblergut). Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Schmiede).<ref name="J904">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 904 = F. Eigler: Schwabach, S. 420.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="E466"/> Zu dieser Zeit gab es 15 Untertansfamilien, von denen 5 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Rudelsdorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 310 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 4, Sp. 678.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Rudelsdorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Barthelmesaurach und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Barthelmesaurach zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Am 1. Mai 1978 wurde diese im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Kammerstein eingemeindet.<ref name="E466">F. Eigler: Schwabach, S. 466 f.</ref><ref>Kammerstein > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 22. April 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Fichtenweg 10: Bauernhaus<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Kammerstein (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Heilsbronner Straße 7: Bauernhaus<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Barthelmesaurach) gepfarrt.<ref name="J904"/> Die Katholiken sind nach St. Vitus (Veitsaurach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Rudelsdorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 678 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 231.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks
- Rudelsdorf. In: kammerstein.de. Abgerufen am 18. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Rudelsdorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Rudelsdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Albersreuth | Barthelmesaurach | Günzersreuth | Haag | Hasenmühle | Haubenhof | Kammerstein | Mildach | Neppersreuth | Oberreichenbach | Poppenreuth | Putzenreuth | Rudelsdorf | Schattenhof | Volkersgau | Waikersreuth
Wüstung: Chausseehaus bei Günzersreuth