Roter Würfel-Dickkopffalter
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| Roter Würfel-Dickkopffalter | ||||||||||||
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| Datei:Spialia sertorius.jpg
Roter Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Spialia sertorius | ||||||||||||
| (Hoffmannsegg, 1804) |
Der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) ist ein Schmetterling aus der Familie der Dickkopffalter (Hesperiidae).
Merkmale
Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 22 bis 24 Millimetern. Sie haben schwarzbraune Flügeloberseiten, auf denen viele weiße Würfelflecken zu sehen sind. Die Flügelaußenränder sind weiß und schwarz unterbrochen gefärbt. Dahinter verlaufen parallele Linien von kleinen, weißen Flecken. Die Flügelunterseiten sind rotbraun, seltener dunkelbraun oder grünlich gefärbt und weisen zahlreiche Würfelflecken auf.<ref name="Bellmann">Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09330-1, S. 110.</ref>
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Spialia s. sertorius ♂
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Spialia s. sertorius ♂ △
Die Raupen werden ca. 20 Millimeter lang. Sie sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt und haben links und rechts vom Rücken zwei nach innen hin gezackte, gelbe Längslinien. Sie tragen viele mittellange, weiße Haare.<ref name="Bellmann"/>
Vorkommen
Der Rote Würfel-Dickkopffalter kommt in Nordafrika, Süd- und Mitteleuropa und im Westen Asiens bis nach Tibet und zum Amur bis in eine Höhe von 1.650 Metern vor.<ref name="Tolman/Lewington">Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas, S. 259f, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7</ref> In Europa findet man sie besonders im Süden Mitteleuropas, wo sie in trockenen und warmen Gebieten, wie z. B. auf Trockenrasen, Schottergruben oder Steinbrüchen aber auch an Waldlichtungen und in Gebüschen<ref name="Tolman/Lewington"/> leben. Die Art ist selten.<ref name="Bellmann"/>
Lebensweise
Die Falter fliegen am Tag verschiedene Blütenpflanzen an, man findet sie aber auch häufig an Pfützen, an denen sie Flüssigkeit saugen. Die Männchen wachen von einem erhöhten Sitzplatz aus, um andere Falter bei Anflug zu vertreiben. Danach kehren sie an den gleichen Platz zurück.<ref name="Bellmann"/>
Flugzeiten
Die Tiere fliegen entweder in einer Generation von Ende Mai bis Juni; man findet die Raupen dann ab Juli und nach der Überwinterung bis April, oder in zwei Generationen von Mai bis Juni und von Juli bis August. Die Raupen findet man dann ab September und nach der Überwinterung bis April und im Juni und Juli.<ref name="Koch">Manfred Koch: Wir bestimmen Schmetterlinge. Band 1: Tagfalter. 4., erweiterte Auflage. Neumann, Radebeul/Berlin 1966, DNB 457244224, S. 118f.</ref>
Nahrung der Raupen
Die Raupen ernähren sich monophag von Kleinem Wiesenknopf (Sanguisorba minor).<ref name="Bellmann"/>
Entwicklung
Die Weibchen legen ihre Eier auf die Knospen der Futterpflanzen. Wenn diese blühen verdecken sie die Eier unter den Blütenblättern. Die daraus schlüpfenden Raupen fressen zuerst die Blüten und erst später Blätter. Sie leben in einem selbst gesponnenen Gespinst aus Blättern und überwintern auch darin als Raupe. Sie verpuppen sich erst im nächsten Jahr, ebenfalls in ihrem Blattgespinst.<ref name="Bellmann"/>
Gefährdung und Schutz
- Rote Liste BRD: V (auf der Vorwarnliste).<ref name="BuNa">Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste gefährdeter Tiere Deutschlands. Landwirtschaftsverlag, Münster 1998, ISBN 978-3-896-24110-8</ref>
Quellen
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Lepiforum e. V. Taxonomie und Fotos
- www.schmetterling-raupe.de
- Moths and Butterflies of Europe and North Africa (englisch)
- Spialia sertorius bei Fauna Europaea. Archiviert vom Original im Internet Archive.