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Roter Oktober (Süßwarenfabrik)

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Süßwarenfabrik Roter Oktober

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Roteroktoberfabrik-logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1851 (als Konditorei „Einem“)
Sitz Moskau, Russland
Mitarbeiterzahl 3033 (Stand 2008)<ref>Reports, konfetki.ru</ref>
Branche Süßwarenhersteller
Website www.konfetki.ru
Datei:Red October.jpg
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Die OAO Roter Oktober ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), Transkription Krasny Oktjabr, deutsch: Roter Oktober) ist ein russischer Hersteller von Süßwaren und der Name der gleichnamigen Fabrik in Moskau.

Geschichte

Datei:Кофе Эйнем.jpg
Werbebild vor 1917

1851 eröffnete der brandenburgische Zuckerbäcker Theodor Ferdinand von Einem (1826–1876) aus Belzig<ref name="GenWiki">Einem (Familienname)/Moskau. In: GenWiki, aufgerufen am 12. November 2014.</ref> eine kleine Konditorei am Arbat. In der Konditorei „Einem“, in der Schokolade und Bonbons hergestellt wurden, beschäftigte er fünf Mitarbeiter.<ref name="eurasmag">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Süße Erinnerungen an den Roten Oktober.] Eurasisches Magazin, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. März 2014.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref name="konfektihistory">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig About company - History and Traditions.] konfetki.ru, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. November 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Von Einem lernte 1857 seinen zukünftigen Geschäftspartner kennen, den deutschen Kaufmann Julius Heuss (1832–1907) aus Walddorf im Schwarzwald. Im selben Jahr eröffneten sie gemeinsam ein Konditoreigeschäft am Theaterplatz in Moskau.<ref name="konfektihistory" />

1867 ließ von Einem zusammen mit seinem Geschäftspartner Heuss am Sophienufer, direkt gegenüber vom Kreml, seine erste Schokoladenfabrik bauen. 1876 starb von Einem kinderlos.<ref name="GenWiki" /> In Moskau errichtete von Einems Teilhaber Julius Heuss die für damalige Verhältnisse größte und modernste Süßwarenfabrik des Landes an der Südspitze der Jakimanka-Insel. Die Gebäude wurden mit rotem Backstein gebaut und die Maschinen von einer modernen Dampfmaschine angetrieben.<ref name="konfektihistory" /> In Simferopol ließ Heuss in einer neuen Fabrik kandierte Früchte und Marmelade herstellen.<ref name="eurasmag" /> Heuss war ein sehr arbeiterfreundlicher Unternehmer, da er seinen Mitarbeitern eine Lohnfortzahlung bei Krankheit und an kirchlichen Feiertagen sowie eine lebenslange Rente nach einer 25-jährigen Betriebszugehörigkeit zukommen ließ.<ref name="Walddorf"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. In: Kirchengemeinde Walddorf, 10. Januar 2009, archiviert.</ref><ref>Klaus Mehnert: Ein Deutscher in der Welt. DVA, Stuttgart 1981, ISBN 3-421-06055-X, S. 16.</ref> Auszubildende erhielten Unterricht im Lesen und Schreiben, lernten ein Instrument spielen oder durften im Chor singen.<ref name="eurasmag" /> Im Krankheitsfall sorgte ein Gesundheitsfonds der Firma für die Kosten der medizinischen Behandlung.<ref name="konfektihistory" />

1907 starb Julius Heuss.<ref name="wieninternational.at"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Moskaus Herz aus Schokolade. (Memento vom 25. August 2010 im Internet Archive) In: wieninternational.at, 18. August 2010, archiviert von Internet Archive.</ref> Das Unternehmen Einem führten fünf von seinen Söhnen weiter.<ref name="Walddorf" /> Die Firma war für eine hohe Qualität ihrer Produkte bekannt. Sie erhielt viele Auszeichnungen für ihre Produkte, darunter der Grand Prix der Weltausstellung in Paris 1900.<ref name="wieninternational.at" /> Die Bonbons und Schokoladen erhielten eine dekorative und zum Teil aufwendige Verpackung. Einem übernahm etwa ein Detail des Ölbilds "Morgen im Kiefernwald" von Schischkin (1886) für sein Konfekt "Der tolpatschige Bär Mischka" und beschäftigte sogar einen eigenen Komponisten, Jakov Feldmann.<ref name="wieninternational.at" /> Zum 300. Jubiläum der Romanow-Dynastie im Jahr 1913 wurde die Süßwarenfirma Einem zum Hoflieferanten ernannt.<ref name="wieninternational.at" />

Nach der Oktoberrevolution wurde die Firma verstaatlicht und im Jahr 1918 in „Staatliche Süßwarenfabrik Nr. 1, vormals Einem“ umbenannt. 1922 erhielt das Unternehmen den heutigen Namen „Roter Oktober“.

Im Jahr 1966 begann man mit der Produktion der bekanntesten Schokolade der Fabrik „Aljonka“,<ref name="konfektihistory" /> deren Werbeträger ein bekanntes kleines Mädchen ist. Das Mädchen, das auf der Verpackung der Schokolade zu sehen ist, existiert wirklich, es ist die Tochter eines Mitarbeiters der Fabrik, der „Aljonka“ fotografiert hat, als sie acht Monate alt war.<ref name="konfektihistory" />

1992 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.<ref name="konfektihistory" /> Am 27. Mai 1994 richtete man auf dem Fabrikgelände ein Museum ein.<ref name="konfektihistory" /> Roter Oktober wurde im Jahr 2002 in die Süßwaren-Holding Vereinigte Konditoren (Объединенные кондитеры, Obedinennye konditery) aufgenommen.<ref>Krasny Octyabr. In: uniconf.ru, aufgerufen am 12. November 2014 (russisch)</ref>

Im Jahr 2007 verlegte man die Produktion in den Norden der Stadt. Übrig blieben das Fabrikmuseum und ein kleiner Laden, in dem Süßigkeiten von Roter Oktober verkauft werden. Das sechs Hektar große Gelände in bester Stadtlage konnte vor Abriss und lukrativer Neubebauung bewahrt werden. In den umgebauten Fabrikgebäuden befinden sich mittlerweile Boutiquen von Modemachern zu erschwinglichen Mieten, ein Café mit Video-Installationen, eine beliebte Discothek mit Blick auf die Moskwa und eine Fernsehstation für Internetfernsehen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Roter Oktober - Moskaus Herz aus Schokolade. (Memento vom 31. Mai 2013 im Internet Archive) In: 3sat, Dezember 2010, archiviert.</ref>

Film

  • Roter Oktober – Moskaus Herz aus Schokolade. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2010, 14:25 Min., Buch und Regie: Roland Strumpf, Produktion: 3sat, Erstsendung: 17. Dezember 2010 in 3sat, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Inhaltsangabe (Memento vom 31. Mai 2013 im Internet Archive) von 3sat.

Weblinks

Commons: Süßwarenfabrik Krasny Oktjabr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 55° 47′ 13,7″ N, 37° 39′ 21,3″ O

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