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Rote Garde (Russland)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:First Red Guards in Petrograd, fall 1917 cropped.jpg
Angehörige eines der ersten Regimenter der Roten Garde (Herbst 1917)
Datei:Red Guard Vulkan factory.jpg
Angehörige der Roten Garde der Sankt Petersburger Fabrik „Vulkan“ (1917)

Die Rote Garde ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) war die bewaffnete Arbeitermiliz der russischen Bolschewiki zur Vorbereitung und Durchführung der Oktoberrevolution (ab {{#ifexpr:(( 1917=1582)and(11=10)and(7>=15))or((1917=1582)and(11>10))or((1917>1582))|{{#time:j." "F|{{#ifexpr:( 1917 mod 4 = 0)|2008|2007}}1107000000 {{#expr:-{{#expr:(( 1917 / 100 - 3.5 round 0) / 4 * 3 + 0.5 round 0) - {{#ifexpr:( 1917 mod 100 = 0) and (1917 mod 400 != 0) and (11 <= 2)|1|0}} }}}} days}}{{#ifexpr:({{#switch:{{#invoke:TemplUtl|faculty||0}}||"false"=1|#default=0}} and ( ( 11 - 1 < 0) or ( 11 - 1 > 13) or (( 11 - 1 = 0) and (7 <= ({{#expr:(( 1917 / 100 - 3.5 round 0) / 4 * 3 + 0.5 round 0) - {{#ifexpr:( 1917 mod 100 = 0) and (1917 mod 400 != 0) and (11 <= 2)|1|0}} }}))) or (( 11 - 1 = 13) and (7 > ({{#expr:(( 1917 / 100 - 3.5 round 0) / 4 * 3 + 0.5 round 0) - {{#ifexpr:( 1917 mod 100 = 0) and (1917 mod 400 != 0) and (11 <= 2)|1|0}} }})))))|  {{#expr:1917 - (1-2*((1)<0)) }} }}{{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty||0}} | (Julianischer Kalender) | jul. }} / {{#time:{{#if:{{#invoke:TemplUtl|faculty||0}} |j." "F"{{

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}}). Im ersten Halbjahr 1918 ging sie in der neu gegründeten Roten Armee auf.

Bei der Vorbereitung des Regierungsumsturzes beschlossen die Bolschewiki, sich selbst einen bewaffneten Arm zu verschaffen, damit sie nicht auf die Loyalität der ehemals zaristischen Armee angewiesen waren. Dieses Instrument entstand Ende März 1917 mit der Gründung der Roten Garde. Diese wurde unter hauptsächlicher Leitung des früheren Astronomen Pawel K. Sternberg (1865–1920) in aller Öffentlichkeit aufgestellt, bewaffnet und ausgebildet – angeblich zur Verteidigung der Errungenschaften der Februarrevolution. Die provisorische Regierung war nicht in der Lage, dies zu verhindern.<ref>Leonhard Schapiro: Die Geburt der Roten Armee, S. 32 f.</ref>

Die Verbände der Roten Garde bestanden aus Freiwilligen, die sich hauptsächlich in Fabriken, aber auch in ländlichen Gebieten organisierten. Bei ihnen handelte es sich um „eine improvisierte Guerilla-Truppe“.<ref name="Schapiro 33">Leonhard Schapiro: Die Geburt der Roten Armee, S. 33.</ref> Sie gliederten sich in Zehnerschaften, Züge, Hundertschaften (Druschina, Družina), Bataillone (400–600 Mann) und Abteilungen. Die Führungsorgane befanden sich seit April/Mai 1917 auf der Ebene der Städte und Rajone. Die Zentrale Kommandantur und der Hauptstab war in Petrograd, ein weiterer „Zentraler Stab“ in Moskau.<ref>Klaus Dorst/Birgit Hoffmann (Hrsg.): Kleines Lexikon der Sowjetstreitkräfte, Berlin (Ost) 1987, S. 242</ref> Die Offiziere wählten die Rotgardisten selbst, während die Inspekteure durch die Stäbe ernannt wurden.<ref name="Gosztony 24">Peter Gosztony: Die Rote Armee – Geschichte und Aufbau der sowjetischen Streitkräfte seit 1917, Wien 1980, S. 24.</ref>

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Im November 1917 umfassten die Verbände der Roten Garde im ganzen Land etwa 20.000 Mann.<ref>Leonhard Schapiro: Die Geburt der Roten Armee, S. 33; Peter Gosztony: Die Rote Armee – Geschichte und Aufbau der sowjetischen Streitkräfte seit 1917, Wien 1980, S. 24</ref> Diese Truppen stürzten nicht nur die provisorische Regierung, sondern kämpften ebenso gegen deutsche Verbände und die Weißen Truppen. Erst ab dem 13. März 1918 wurden sie in die neue Rote Armee integriert.<ref name="Schapiro 33" />

Literatur

  • Klaus Dorst/Birgit Hoffmann (Hrsg.): Kleines Lexikon der Sowjetstreitkräfte, Militärverlag der DDR, Berlin (Ost) 1987, ISBN 3-327-00279-7.
  • Peter Gosztony: Die Rote Armee – Geschichte und Aufbau der sowjetischen Streitkräfte seit 1917, Verlag Fritz Molden, Wien/München/Zürich/New York 1980, ISBN 3-217-00666-6.
  • Leonhard Schapiro: Die Geburt der Roten Armee, in: Basil Liddell Hart (Hrsg.): Die Rote Armee, Verlag Weu/Offene Worte, Bonn 1956, S. 31–39.

Weblinks

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Einzelnachweise

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