Rosenheimer Verlagshaus
| Rosenheimer Verlagshaus | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1911 |
| Sitz | Rosenheim, Deutschland |
| Leitung | Klaus G. Förg |
| Branche | Verlag |
| Website | www.rosenheimer.com |
Das Rosenheimer Verlagshaus ist ein 1911 gegründeter Buchverlag für Belletristik und Sachliteratur mit Geschäftssitz in Rosenheim.
Geschichte
Im sächsischen Werdau gründete Oskar Meister 1911 den Meister Verlag, der anfangs hauptsächlich Volksromane verlegte.<ref>Bielefelder General-Anzeiger vom 10. Februar 1911, Seite 10, abgerufen über deutsche-digitale-bibliothek.de, Direktlink.</ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg floh Meisters Sohn Herbert Meister in den Westen und gründete in Rosenheim zusammen mit dem Grafiker Alfred Förg 1949 den Meister Verlag neu. Bekannt waren besonders die Heimatromane des Schriftstellers Hans Ernst.<ref>"Wir kämpfen um jedes Buch". OVB online, 19. Oktober 2011, abgerufen am 19. Oktober 2019.</ref> 1968 benannte der damalige Alleininhaber Alfred Förg den Verlag in Rosenheimer Verlagshaus um.<ref>Handelsregister A des Amtsgerichts Traunstein, Historischer Auszug zur Registernummer 1532, abgerufen unter handelsregister.de.</ref> Das Programm wurde um Handarbeits-, Berg- und Kunstbücher, Bavarica und Kunstbände über die Süddeutsche Malerei erweitert. 1993 übernahm Förgs Sohn Klaus G. Förg die Leitung des Verlags und begann mit einer Umstrukturierung des Hauses. Zum Programmschwerpunkt wurden Reisebildbände, teilweise vom Verleger selbst fotografiert. Reisen nach Asien führten zur Erweiterung des Rosenheimer Programms. Seit 2010 vertreibt der Verlag zusätzlich Non-Books sowie handgefertigte Schnitzkunstwerke aus Nordthailand.
Verlagsprogramm
Der Verlag verfügt in der Edition Förg in großem Umfang über Rechte an zeitgeschichtlichen Romanen des Zweiten Weltkriegs. Viele dieser Bücher wurden als Lizenz nach Großbritannien und Tschechien verkauft. Einer der Schwerpunkte ist somit Literatur über Kriegsberichte. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Veröffentlichungen über Frauenschicksale u. a. mit Geschichten über Bäuerinnen und Hebammen. Das Verlagsprogramm gliedert sich in die Kategorien Asien, Bavarica,<ref>D. I. E. ZEIT (Archiv): Ländlicher Mikrokosmos. In: Die Zeit. 16. August 1991, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. Oktober 2019]).</ref> Bewegende Schicksale, Bildband, Comic-Roman, Geschenkbuch, Gesundheit, Handarbeitsbuch, Heimatroman, Jagd, Kalender, Kochbuch, Kunst, Landfrauen, Mystisches,<ref>D. I. E. ZEIT (Archiv): Lesen und Reisen: Mythen aus den Alpen. In: Die Zeit. 15. März 1991, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. Oktober 2019]).</ref> rosenheimerkrimi, Natur, Regionales, Reise- und Freizeitführer,<ref>D. I. E. ZEIT (Archiv): Stimmungsbilder vom Chiemsee. In: Die Zeit. 22. November 1991, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 19. Oktober 2019]).</ref> Religion, Weihnachten, Zeitzeugen.
Autoren des Verlags sind unter anderen Klaus G. Förg, Nicola Förg, Wolfgang Krebs, Gabriele Weishäupl, Hans Ernst, Helmut Zöpfl, Bernd Römmelt, Paul Schallweg, Sigmund Gottlieb, Roswitha Gruber, Miriam Geimer und Barbara Schilling.
Literatur
- (o. V.): Dreifach Hoch für den Heimatverlag. In: buchreport.express. 32. Jg., Heft 40, 2001.
- Raimund Feichtner: Am Anfang war ein Koffer voller Bücher. In: Oberbayerisches Volksblatt. 25. August 1999, S. 10.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />