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Rosa Moissejewna Kaganowitsch

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Vorlage:Hinweisbaustein Rosa Moissejewna Kaganowitsch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); angeblich * 1895 oder 1913) ist eine Person der Zeitgeschichte, über deren reale Existenz keine Klarheit herrscht und Teil der Legendenbildung um das Privatleben Josef Stalins ist. Sie soll eine enge Verwandte des Stalin-Vertrauten Lasar Kaganowitsch und Stalins Geliebte oder dritte Ehefrau gewesen sein.

Zeitlicher Abriss ihrer Darstellung in Presseerzeugnissen

Zusammenfassung

In verschiedenen Veröffentlichungen, die im Kalten Krieg und auch schon davor erschienen sind, ist von Rosa (Moissejewna) Kaganowitsch die Rede. Entsprechend der in der Literatur verbreiteten Legende soll sie die Schwester, Tochter oder Nichte des jüdischen Stalin-Vertrauten Lasar Kaganowitsch gewesen sein. Sie wird in den Veröffentlichungen anfänglich als Stalins Geliebte ("illegitime Ehefrau"), später als die (dritte) Ehefrau Josef Stalins beschrieben. Stalins Tochter Swetlana Allilujewa widerspricht diesen Darstellungen in ihren Memoiren 1967 und sagt, dass es diese Frau nie gegeben habe.<ref>Swetlana Allilujewa: 20 Briefe an einen Freund. Molden, Wien 1967.</ref>

Erste Berichte über ihre Existenz

Der britische Historiker Simon Sebag Montefiore äußert in seiner Stalinbiographie 2005 zu Person Rosa Kaganowitschs unter anderem die Vermutung, dass diese Ehe eine Erfindung der Nazis gewesen sein könnte, da ihnen eine jüdische Ehefrau Stalins gut in das Konzept des Jüdischen Bolschewismus ihrer gegen die Sowjetunion gerichteten Propaganda gepasst hätte.<ref>Simon Sebag Montefiore: Stalin. S. Fischer Verlag, 2005.</ref> Nicht ausgeschlossen werden kann statt der bloßen Erfindung durch die Nazis deren Aufgreifen eines Gerüchts aus ausländischen Presseerzeugnissen. So scheinen die ersten Meldungen, auf die sich die Literatur zur Existenz Rosa Kaganowitschs stützt, in der ersten Hälfte der 1930er Jahre auf. So bezieht sich der nationalsozialistische Schriftsteller Rudolf Kommoß in seinem 1938 erschienenen Werk Juden hinter Stalin bei einer Auflistung der (mutmaßlichen) Verwandten Lazar Kaganowitschs auf Artikel der Russisch- und Jiddisch-sprachigen Presse, die frühesten aus dem Jahr 1934. Kommoss nennt sie als Kaganowitschs im Jahr 1934 21-jährige Tochter und Geliebte ("illegitime Ehefrau") Stalins. In einer Fotostrecke der KPdSU- Politbüromitglieder im LIFE Magazin von 1943 wird Rosa Kaganowitsch als Schwester Lazar Kaganowitschs und vermutliche Ehefrau Stalins genannt.<ref>Red LeadersSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.. In: LIFE Magazine, Spezialausgabe UdSSR, vom 29. März 1943, S. 38-42.</ref>

Berichte in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Zeitschrift Der Spiegel berichtet im Jahr 1948 von einer 15-jährigen Ehe, nennt Rosa Kaganowitsch aber in Anspielung auf die Morganatische Ehe des Europäischen Hochadels und analog zur Fomulierung Kommoss' ("illegitime Ehefrau") Stalins "Gattin zur Linken", der er seinen Namen (weder Dschugaschwili noch Stalin) verweigert habe.<ref>Müder Stalin. In: Der Spiegel vom 27. März 1948.</ref> Ein als Stalins angeblicher Neffe Budu Svanidze auftretender Autor widmet ihr 1953, dem Jahr von Stalins Tod, mehrere Kapitel und berichtet unter anderem über die Scheidung der Ehe.<ref>Budu Svanidze (Pseudonym): Im engsten Kreis. Der unbekannte Stalin, dargestellt von seinem Neffen. Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1953.</ref> Es ist aber ebenso zweifelhaft, ob Budu Svanidze als solcher überhaupt existiert hat. Stalins Tochter Swetlana Allilujewa verneint auch hier die Existenz. Im weiteren findet Rosa Kaganowitsch in den 1956 veröffentlichten, aber als Fälschung bewerteten Memoiren des 1951 verstorbenen ehemaligen sowjetischen Außenministers Maxim Litwinow Erwähnung.<ref>Maxim Litwinow (Pseudonym): Memoiren. Aufzeichnungen aus geheimen Tagebüchern. Kindler Verlag, München 1956.</ref> Der Mitherausgeber und Chef-Auslandskorrospondent der New York Times C.L. Sulzberger schrieb die Autorenschaft für beide Werke seinerzeit dem ehemaligen sowjetischen Diplomaten und Überläufer Grigori Bessedowski zu.<ref>Cyrus Leo Sulzberger Foreign Affairs: How James Bond Got Started In: New York Times</ref> Darüber hinaus behauptet Josef Heisler, der von 1934 bis 1938 im Alter von Mitte bis Ende 20 in Moskau gelebt haben will, im Vorwort des 1965 unter dem Pseudonym J. Bernhard Hutton veröffentlichten Buch Das Privatleben Stalins eine persönliche Bekanntschaft mit Rosa Kaganowitsch und hohen Parteifunktionären, deren Schilderungen ihm als Grundlage für seine Biographie gedient haben sollen.<ref>Jack Fishman, J. Bernard Hutton: Das Privatleben des Josef Stalin. Paul Zsolnay Verlag, 1965.</ref> Das letzte Mal Erwähnung in einem namhaften Medium findet sie in der New York Times anlässlich Lazar Kaganowitschs Tod 1991 als dessen Schwester.<ref>Francis X. Clines: L. M. Kaganovich, Stalwart of Stalin, Dies at 97. In: New York Times vom 27. Juli 1991.</ref>

Weblinks

  • CIA: Information report on members of Stalin's family (nimmt Berichte über Existenz als Geliebte oder Ehefrau zur Kenntnis)
  • Роза Моисеевна Каганович. In: Wjatscheslaw Rumjanzew (Hrsg.): ХРОНОС–Биографический справочник (russisch; online auf hrono.ru).

Einzelnachweise

<references />