Rolf Dörig
Rolf Hugo Dörig (* 19. Mai 1957<ref name="munzinger">Rolf Dörig im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)</ref>) ist ein Schweizer Manager. Er ist seit 2009 Verwaltungsratspräsident der Swiss Life Holding AG. Von 2009 bis 2020 war er zudem Präsident der Adecco-Gruppe.
Beruf
Rolf Dörig absolvierte die Matura an der Kantonsschule Enge und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich, wo er 1985 bei Max Keller<ref>Eintrag der Dissertation im Katalog des Bibliotheksverbunds NEBIS.</ref> promovierte. Er erwarb das Anwaltspatent des Kantons Zürich. Später absolvierte er die Harvard Business School.<ref name="munzinger" />
1986 trat er in die Grossbank Schweizerische Kreditanstalt, der heutigen Credit Suisse, ein und übernahm dort Führungsfunktionen in verschiedenen Geschäftsbereichen. Ab 2000 war er Mitglied der Geschäftsleitung der Credit Suisse Group und verantwortlich für das Firmenkunden- und Retail-Geschäft in der Schweiz. Im Jahr 2002 bekleidete er das Amt des Chairman Schweiz der Bank.
Von November 2002 bis Mai 2008 war Dörig Präsident der Konzernleitung des Lebensversicherers Rentenanstalt/Swiss Life, von Mai 2008 bis Mai 2009 Delegierter des Verwaltungsrats. Seit Mai 2009 ist er Präsident des Verwaltungsrats der Swiss Life Holding AG. Bei der Emil Frey Holding AG ist er Mitglied des Verwaltungsrats, beim Holzproduzenten Danzer Holding AG ist er Mitglied des Aufsichtsrats. Des Weiteren war er von 2009 bis 2020 Verwaltungsratspräsident beim weltgrössten Personaldienstleister Adecco<ref>Natalie Gratwohl, Nicole Rütti: Adecco: Rolf Dörig gibt sein Amt ab. In: Neue Zürcher Zeitung. (nzz.ch [abgerufen am 13. Juli 2022]).</ref>. Bei dormakaba war er von 2004 bis 2020 Verwaltungsratsmitglied und von 2006 bis 2018 Vizepräsident.<ref>dormakaba ernennt Sabrina Soussan per 1. April 2021 zur CEO. In: dormakaba, 9. Juli 2020.</ref> Beim Wirtschaftsdachverband Economiesuisse ist er Mitglied des Vorstandsausschusses, beim Grasshopper Club Zürich Mitglied des Zentralvorstands, von 2004 bis 2009 präsidierte er ihn<ref>Rolf Dörig kündigt Rücktritt an. In: Neue Zürcher Zeitung vom 28. November 2008</ref>. Dörig war Mitglied des Vereins Freunde der FDP<ref name="bilanz">Dirk Ruschmann: Swiss Life: Wo ist Rolf? In: Bilanz 19/2010 vom 22. Oktober 2010</ref><ref>Christian Dorer: Interview mit Rolf Dörig: Marschhalt bei EU-Verhandlungen. (blick.ch [abgerufen am 17. Mai 2018]).</ref>. Später wurde er Mitglied der Stiftung für bürgerliche Politik, welche als Zweck die finanzielle Unterstützung der SVP verfolgt, und somit zu einem engen Vertrauten der SVP Führung.<ref>Res Strehle: Inside SVP: Die Partei als Familienbetrieb. In: Tages-Anzeiger. 29. März 2019, ISSN 1422-9994 (tagesanzeiger.ch [abgerufen am 5. April 2019]).</ref><ref>Stiftung für bürgerliche Politik | StiftungSchweiz.ch. Abgerufen am 5. April 2019.</ref> Seit 2022 ist er Mitglied in der SVP-Ortspartei von Küsnacht.<ref name="blick2023">Top-Manager geht zur Volkspartei: Rolf Dörig ist jetzt bei der SVP. In Blick.ch, 6. Januar 2023.</ref> Von 2003 bis 2008 war er Vorstandsmitglied im Schweizerischen Versicherungsverband (SVV)<ref name="svv"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bruno Pfister in den Vorstand des Versicherungsverbandes gewählt. ( vom 8. April 2016 im Internet Archive) Medienmitteilung des Schweizerischen Versicherungsverbands vom 25. Juni 2008</ref>. Im Juni 2017 wurde Rolf Dörig zum Präsidenten des Schweizerischen Versicherungsverbandes (SVV) gewählt<ref>Rolf Dörig neuer Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbandes | SVV. Abgerufen am 17. Mai 2018.</ref>, per Juni 2023 trat er zurück.<ref name="blick2023"/> Zudem war Dörig von 2003 bis 2014 Vorstandsmitglied der Zürcher Handelskammer und von 2012 bis 2015 präsidierte er die Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft (ZHVG)<ref>Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft: Bankenzukunft - Bilanz. Abgerufen am 17. Mai 2018.</ref>.
Privates
Dörig ist verheiratet, Vater von drei Söhnen und wohnt in Küsnacht.<ref name="bilanz" /> In der Schweizer Armee ist er Oberst im Generalstab<ref name="bilanz2003"> Troubleshooter im Rampenlicht: Rolf Dörig, gestern noch graue Maus, steht heute über den Stars von einst. Dank weisser Weste. In: Bilanz vom 30. April 2003</ref>. In seiner Freizeit spielt er Tennis, fährt Ski und geht in die Oper.<ref name="nzz2002">Der sportliche Chef der Swiss Life In: Neue Zürcher Zeitung vom 10. November 2002</ref>
Publikationen
- Rolf Doerig: Ersatz sogenannter «Mangelfolgeschäden» aus Kaufvertrag (Art. 208 OR). Dissertation, Universität Zürich, 1985.
- Rolf Dörig et al. (Hrsg.): Versicherungsbranche im Wandel: Chancen und Risiken einer Neubesinnung. Liber amicorum für Moritz W. Kuhn zum 65. Geburtstag. Stämpfli, Bern 2009, ISBN 978-3-7272-2957-2.
Literatur
- Rolf Dörig im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks
- Rolf Dörig auf der Website der Swiss Life
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dörig, Rolf |
| ALTERNATIVNAMEN | Dörig, Rolf Hugo (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Manager |
| GEBURTSDATUM | 19. Mai 1957 |