Rodameuschel (Frauenprießnitz)
Rodameuschel Gemeinde Frauenprießnitz
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(74)&title=Rodameuschel 51° 3′ N, 11° 43′ O
{{#coordinates:51,041666666667|11,712777777778|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Rodameuschel | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 199 m ü. NN | |||||
| Fläche: | 3 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Rodameuschel, Gemeinde Frauenprießnitz. In: GEOindex. Abgerufen im Januar 2026.</ref> | |||||
| Einwohner: | ca. 74 (2011)<ref name="Gindex" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 17. September 1961 | |||||
| Postleitzahl: | 07774 | |||||
| Vorwahl: | 036421 | |||||
Lage von Rodameuschel in Thüringen
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Rodameuschel ist ein Ortsteil der Gemeinde Frauenprießnitz im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen mit etwa 80 Einwohnern.
Geographie
Rodameuschel liegt etwa 800 Meter vom rechten Ufer der Saale entfernt in einer Höhe von 200 m. Der Hauptort Frauenprießnitz liegt etwa drei Kilometer südöstlich. Die nächstgelegene Stadt ist Camburg, sie befindet sich nur einen Kilometer nordwestlich. An der Ortslage Rodameuschel führt die Bundesstraße 88 direkt vorbei.
Geschichte
1227 ist das Dorf urkundlich ersterwähnt worden.<ref>Otto Dobenecker [Bearb.]: Regesta diplomatica nec non epistolaria historiae Thuringiae, Bd. 2: 1152–1227, Jena 1900, Nr. 2463.</ref> Grund war die Stiftung einer Kirche im Ort durch Volkmar von Camburg-Hain. Zuvor war Rodameuschel nach St. Petersberg gepfarrt. Archäologische Grabungen im 19. Jahrhundert erbrachten durch Funde aus der jüngeren Steinzeit und Bronzezeit Hinweise auf die frühe Siedlungsgeschichte der Umgebung.<ref name="Geschichte">Geschichte von Rodameuschel auf der Homepage von Frauenprießnitz</ref>
Rodameuschel gehörte zum wettinischen Amt Camburg,<ref name="Geschichte" /> welches aufgrund mehrerer Teilungen im Lauf seines Bestehens unter der Hoheit verschiedener wettinischer Herzogtümer stand. Erstmals werden in der Zeit um 1420 Einwohner namentlich erwähnt.<ref> Andrei Zahn: Die Einwohner der Ämter Burgau, Camburg und Dornburg. Ein Beteregister aus der Zeit um 1421–1425 (= Schriftenreihe der AMF. 55). Als Manuskript gedruckt. Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung, Mannheim 1998.</ref> 1826 kam der Ort als Teil der Exklave Camburg vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg zum Herzogtum Sachsen-Meiningen. Mitte des 19. Jahrhunderts besaß der Schriftsteller Carl (Karl) von Voß ein Gut im Ort.<ref>Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. 5. Jg., Justus Perthes, Gotha 1903, S. 25.</ref><ref>Vgl. Gerhard Ringshausen: Hans-Alexander von Voß. Generalstabsoffizier im Widerstand 1907–1944. Lukas-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-86732-031-3, S. 21.</ref>
Von 1922 bis 1939 gehörte der Ort zur Kreisabteilung Camburg. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg gab es im Ort zwei Rittergüter. Im Jahr 1923 bewirtschaftete Max Langbein<ref>Land und Frau. Wochenschrift für Geflügelhaltung ud Hauswirtschaft. Organ des Reichsverbandes der Landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine e.V. 7. Jg., Nr., Parey, Berlin 1923, S. 134.</ref> ein Gut mit 177 ha Wirtschaftsfläche.<ref name="Schwarzbuch">Jürgen Gruhle: Bodenreform-Schwarzbuch. 2011, abgerufen am 20. Mai 2011 (Übersicht nach Bundesländern und Orten zu Enteignungsmaßnahmen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen der Bodenreform).</ref> Die Güter wurden unter der sowjetischen Besatzung entschädigungslos enteignet.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einzelnachweise
<references />