Roberto Heras
| Roberto Heras bei der Vuelta a España 2005 | |
| Roberto Heras bei der Vuelta a España 2005 | |
| Zur Person | |
|---|---|
| Vollständiger Name | Roberto Heras Hernández |
| Geburtsdatum | 1. Februar 1974 (52 Jahre) |
| Nation | Datei:Flag of Spain.svg Spanien |
| Disziplin | Straße |
| Verein(e) / Renngemeinschaft(en) | |
| 1995 1996 |
Café Fortaleza Kelme (Jugendmannschaft) |
| Internationale Team(s) | |
| 1997–2000 2001–2003 2004–2005 |
Kelme US Postal Liberty Seguros |
| Wichtigste Erfolge | |
| |
| Letzte Aktualisierung: 18. August 2019 | |
Roberto Heras Hernández (* 1. Februar 1974 in Béjar) ist ein ehemaliger spanischer Radrennfahrer. Er war zwischen 1997 und 2005 Profi und gewann unter anderem viermal die Vuelta a España, wobei ihm der Sieg der Vuelta a España 2005 nach einer positiven Dopingprobe auf EPO zunächst aberkannt, später jedoch durch Gerichtsurteil wieder zuerkannt wurde.
Werdegang
Heras begann mit dem Radsport beim lokalen Team Cafés Fortaleza. Nachdem er bei regionalen Rennen im Baskenland auf sich aufmerksam gemacht hatte, wurde er 1996 von Laudelino Cubino für die Jugendmannschaft des spanischen Teams Kelme angeworben.<ref>"Biographie von Roberto Heras (spanisch), auf www.biografiasyvidas.vom, abgerufen am 31. Mai 2017</ref>
Nach einem Jahr startete er erstmals für das Profiteam von Kelme, mit dem er durch den Gewinn der Subida al Naranco 1997 seinen ersten großen Erfolg feiern konnte. In den folgenden Jahren errang er jeweils einen Etappensieg bei der Vuelta a España und dem Giro d’Italia, sowie der zweimalige Gewinn der Klasika Primavera. Mit zwei weiteren Etappensiegen gelang ihm im Jahr 2000 erstmals der Gesamtgewinn der Vuelta. Zudem wurde er mit dem Team Kelme Fünfter der Gesamtwertung bei der Tour de France 2000.
2001 wechselte Heras zum US Postal Service Pro Cycling Team unter dem Teamkapitain Lance Armstrong, für den er bis 2003 fuhr. Bei der Tour de France wurde er zum wichtigsten „Edelhelfer“ für Armstrong, den er meist bis kurz vor die Gipfel der Tour begleitete. Bei der Vuelta durfte Heras auf eigene Rechnung fahren und platzierte sich stets weit vorne: 2001 als Vierter und 2002 als Zweiter. Im Jahr 2003 gewann er die Gesamtwertung und errang dabei drei Etappensiege.
Ab 2004 fuhr Roberto Heras für das spanische Team Liberty Seguros. Bei der Tour de France 2004 musste er das Rennen in der 17. Etappe aufgeben. Seine Niederlage bei der Tour de France machte er aber mit einem Gesamtsieg bei der Vuelta im gleichen Jahr wett. Die Saison 2005 verlief für Heras zunächst ähnlich: Nach einer erneut schwachen Tour de France 2005 erreichte er bei der Vuelta seinen dritten Sieg in Folge und seinen vierten Vueltasieg insgesamt.
Einige Wochen nach diesem Sieg bei der Spanienrundfahrt (Vuelta a España) 2005 stellte sich heraus, dass Heras auf der vorletzten Etappe positiv auf das Blutdopingmittel EPO (Erythropoetin) getestet worden war. Der Vuelta-Sieg wurde ihm daraufhin aberkannt und nachträglich dem Russen Denis Menschow zugesprochen. Heras wurde vom spanischen Radsportverband mit einer zweijährigen Dopingsperre bestraft und von seinem Team Liberty Seguros suspendiert. Die Sperre bedeutete das Karriereende für Heras, denn die Ethikcharta der ProTeam schrieb vor, dass ein des Dopings überführter Fahrer vier Jahre lang nicht mehr verpflichtet werden darf.<ref>Fernando Llamas: "Heras dio positivo por EPO en la Vuelta a España" (spanisch), auf www.elmundo.es am 8. November 2005, abgerufen am 31. Mai 2017</ref> Die Überführung von Heras führte zum Dopingskandal Fuentes, der weitreichende Folgen für den Radsport haben sollte.
Nach der Einstellung des Verfahrens gegen Fuentes wurden Vermutungen laut, dass Heras nur deshalb positiv getestet worden war, weil ihm im Zuge einer Eigenblutbehandlung eine mit EPO verunreinigte Blutkonserve eines anderen Fahrers injiziert worden war.<ref>""Operación Puerto" vorschnell beendet?", auf www.radsport-news.com am 20. März 2007, abgerufen am 31. Mai 2017</ref>
Im Juni 2011 stellte ein spanisches Gericht fest, dass die Sperre und die gegen Heras verhängten Sanktionen wie die Aberkennung des Vuelta-Sieges wegen Unregelmäßigkeiten im Dopingverfahren ungültig seien. Die Dopingproben waren unsachgemäß gelagert worden und der Test somit ungültig.<ref Name="sued" /><ref>Vuelta a España - Doping: Sperre für Heras ungültig. Yahoo! Sport, 24. Juni 2011, abgerufen am 24. Dezember 2013.</ref> Gegen das Urteil konnte Berufung eingelegt werden.
Im Dezember 2012 stellte ein spanisches Gericht endgültig fest, dass Heras als Gewinner dieser Rundfahrt anzusehen ist, da es keinen Grund gäbe, Heras den Vuelta-Sieg 2005 vorzuenthalten.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Doping-News: Spanisches Gericht erklärt Roberto Heras zum Vuelta-Sieger 2005.] LiVE-Radsport.ch, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im darauf folgenden Jahr wurde Heras wieder als Sieger des Rennens geführt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Race director: Heras is the winner of the 2005 Vuelta.] JJnet.dk A/S, CyclingQuotes.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Oktober 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig UCI ProTour Results - Vuelta a España.] Union Cycliste Internationale (UCI), uci.ch, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Oktober 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Heras selbst hatte immer seine Unschuld beteuert. Im Mai 2017 bestätigte der Oberste Gerichtshof in Madrid ein Urteil der Vorinstanz, die Heras einen Schadensersatz in Höhe von 724.000 Euro gegen den spanischen Radsportverband und den spanischen Sportrat zusprach.<ref Name="sued">"Dopingproben falsch gelagert - Heras siegt vor Gericht". Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2017, abgerufen am 28. August 2020.</ref><ref>Heras erhält 724.00 Euro Schadensersatz. rad-net.de, 9. Mai 2017, abgerufen am 14. Mai 2017.</ref>
Nach den Dopingvorwürfen kehrte er nicht mehr in den Profiradsport zurück, jedoch nahm er an einigen Mountainbikerennen teil.<ref>Josu Garai: "Heras, un titán en el desierto" (spanisch), auf www.marca.com am 1. Mai 2008, abgerufen am 31. Mai 2017.</ref>
Grand Tours-Platzierungen
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Weblinks
- Roberto Heras in der Datenbank von Radsportseiten.com
- [[[:Vorlage:ProCyclingStats/URL]]/rider/roberto-heras Roberto Heras] in der Datenbank von ProCyclingStats.com (englisch)
Einzelnachweise
<references />
1935, 1936 Gustaaf Deloor | 1941, 1942 Julián Berrendero | 1945 Delio Rodríguez | 1946 Dalmacio Langarica | 1947 Edward Van Dijck | 1948 Bernardo Ruiz | 1950 Emilio Rodríguez | 1955 Jean Dotto | 1956 Angelo Conterno | 1957 Jesús Loroño | 1958 Jean Stablinski | 1959 Antonio Suárez | 1960 Frans De Mulder | 1961 Angelino Soler | 1962 Rudi Altig | 1963 Jacques Anquetil | 1964 Raymond Poulidor | 1965 Rolf Wolfshohl | 1966 Francisco Gabica | 1967 Jan Janssen | 1968 Felice Gimondi | 1969 Roger Pingeon | 1970 Luis Ocaña | 1971 Ferdinand Bracke | 1972, 1974 José Manuel Fuente | 1973 Eddy Merckx | 1975 Agustín Tamames | 1976 José Pesarrodona | 1977 Freddy Maertens | 1978, 1983 Bernard Hinault | 1979 Joop Zoetemelk | 1980 Faustino Rupérez | 1981 Giovanni Battaglin | 1982 Marino Lejarreta | 1984 Éric Caritoux | 1985, 1989 Pedro Delgado | 1986 Álvaro Pino | 1987 Luis Herrera | 1988 Sean Kelly | 1990 Marco Giovannetti | 1991 Melchor Mauri | 1992–1994 Tony Rominger | 1995 Laurent Jalabert | 1996, 1997 Alex Zülle | 1998 Abraham Olano | 1999 Jan Ullrich | 2000, 2003, 2004, 2005 Roberto Heras | 2001 Ángel Casero | 2002 Aitor González Jiménez | 2006 Alexander Winokurow | 2007 Denis Menschow | 2008, 2012, 2014 Alberto Contador | 2009 Alejandro Valverde | 2010 Vincenzo Nibali | 2011, 2017 Chris Froome | 2013 Christopher Horner | 2015 Fabio Aru | 2016 Nairo Quintana | 2018 Simon Yates | 2019, 2020, 2021, 2024 Primož Roglič | 2022 Remco Evenepoel | 2023 Sepp Kuss | 2025 Jonas Vingegaard
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Heras, Roberto |
| ALTERNATIVNAMEN | Heras Hernández, Roberto |
| KURZBESCHREIBUNG | spanischer Radrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1974 |
| GEBURTSORT | Béjar (Salamanca) |