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Robert Dölle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Robert Doelle c Joel Heyd - Presse-5.jpg
Robert Dölle (2024). Foto: Joel Heyd

Robert Dölle (* 29. Oktober 1971 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben und künstlerische Karriere

Dölles Eltern waren 1968 nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in die CSSR aus Prag nach Deutschland geflohen. Dölle kam in Frankfurt am Main zur Welt.

Nach einem Amerikanistik-Studium absolvierte Dölle von 1993 bis 1996 eine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München.<ref>Robert Dölle bei Crew United, abgerufen am 5. Januar 2022.</ref> Darauf folgte ein Engagement an den Münchner Kammerspielen. Dort arbeitete er vor allem mit Dieter Dorn und Peter Zadek. Zwischen 1999 und 2001 war er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. In diesen Jahren trat er hauptsächlich in Inszenierungen von Jens-Daniel Herzog und Amelie Niermeyer auf. Ab 2001 war er wieder an den Münchner Kammerspielen engagiert. Hier entstanden Arbeiten u. a. mit Karin Beier, Johan Simons und Jossi Wieler. Im Jahr 2006 spielte Dölle in Dieter Wedels Inszenierung Siegfrieds Frauen bei den Wormser Nibelungen-Festspielen den Siegfried.<ref>schauspielkoeln.de: Robert Dölle, abgerufen am 30. April 2012.</ref> Von 2009 bis 2019 war er am Schauspiel Köln engagiert. In diesen Jahren arbeitete er, neben Karin Beier, auch mit Alvis Hermanis, Nicolas Stemann, Herbert Fritsch und Schorsch Kamerun, hauptsächlich aber mit Stefan Bachmann und Rafael Sanchez zusammen. Ab der Spielzeit 2019/20 ist er im Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels in München tätig.<ref>Robert Dölle beim Bayerischen Staatsschauspiel (Residenztheater), abgerufen am 8. November 2023.</ref> 2021 wurde Dölle mit dem AZ-Stern des Jahres für seine Rolle in «Finsternis» ausgezeichnet. 2023 erhielt er den Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e. V. für «herausragende künstlerische Leistungen in verschiedensten Rollen».<ref>Residenztheater München: Ensemble - Robert Dölle. Bayerisches Staatsschauspiel, abgerufen am 8. Dezember 2024.</ref> 2024 erhielt Dölle die Auszeichnung „Bayerischer Staatsschauspieler“.<ref>Robert Dölle, Michael Goldberg und Oliver Stokowski zu Bayerischen Staatsschauspielern ernannt, Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vom 9. Juni 2024, abgerufen am 5. Februar 2025.</ref>

Datei:Team von "Im Netz" beim Festival Großes Fernsehen.JPG
Team von „Im Netz“ beim Festival Großes Fernsehen (2013) mit Dölle ganz rechts

Seit 2002 arbeitet Dölle auch für Film und Fernsehen. 2004 spielte er in dem Film Schiller an der Seite von Matthias Schweighöfer den Schauspieler August Wilhelm Iffland. Wichtige Arbeiten waren u. a. TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine von 2006, Mitte 30 von 2007 unter der Regie von Stefan Krohmer, Hotel Lux aus dem Jahr 2011 von Leander Haussmann, Die weiße Massai mit Nina Hoss aus dem Jahr 2005 und Im Netz mit Caroline Peters aus dem Jahr 2013. Seit 2015 spielt Dölle den Hauptkommissar Ralf Eisner in der Fernsehreihe Die Füchsin.

Dölle arbeitet auch als Sprecher für Funk und Fernsehen. Seit 2014 arbeitet er regelmäßig mit dem Hörspiel-Regisseur Walter Adler zusammen. So sprach er u. a. in der 13-stündigen WDR-Produktion über die Französische Revolution, Brüder nach Hilary Mantel, den Georges Jacques Danton. Weitere Arbeiten mit Adler waren Galveston, Dshan, Licht im August und Als ich im Sterben lag nach William Faulkner. In der japanischen Anime-Serie One Piece ist Dölle seit 2021 als Pirat Capone „Gang“ Bege zu hören.

Theater (Auswahl)

Münchner Kammerspiele

Schauspiel Frankfurt

  • 1999: Don Karlos (als Herzog von Alba) von Friedrich Schiller. Inszenierung: Jens-Daniel Herzog

Schauspiel Köln

Theater Basel

Salzburger Festspiele

Residenztheater München

Filmografie (Auswahl)

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Hörspiele und Features

Szenische Lesungen

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 2021: AZ-Stern des Jahres
  • 2023: Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e. V. für herausragende künstlerische Leistung
  • 2024: Ernennung zum Bayerischen Staatsschauspieler

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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