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Roßhaupten (Röfingen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Roßhaupten
Gemeinde Röfingen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(382)&title=Ro%C3%9Fhaupten 48° 26′ N, 10° 28′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(382) 48° 25′ 50″ N, 10° 28′ 10″ O
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Höhe: 511 m ü. NHN
Fläche: 1,68 km²<ref name="geolytics" />
Einwohner: 382 (31. Dez. 2008)<ref>Nahverkehrsplan 2010 Guenzburg. (PDF; 103 KB) S. 3, abgerufen am 20. Juli 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 228 Einwohner/km²
Postleitzahl: 89365
Vorwahl: 08222

Roßhaupten ist einer der beiden Gemeindeteile von Röfingen und eine Gemarkung im schwäbischen Landkreis Günzburg.

Lage

Das Kirchdorf in Gestalt eines Straßendorfes liegt am westlichen Rand der Holzwinkel genannten Landschaft, die den nördlichen Teil des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder bildet, knapp zwei Kilometer östlich von Röfingen an der Staatsstraße 2510. Im Westen hat sich der Ort in die Gemarkung Röfingen ausgedehnt.

Die Gemarkung mit einer Fläche von 167,6 Hektar<ref name="geolytics">Gemarkung Roßhaupten. Abgerufen am 7. Mai 2022.</ref> liegt vollständig auf dem Gemeindegebiet von Röfingen<ref>Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.</ref> im Nordosten. Einziger Gemeindeteil auf der Gemarkung ist Roßhaupten.

Geschichte

Wie die östlichen Nachbarorte Landensberg und Glöttweng war Roßhaupten ursprünglich eine Rodungssiedlung.

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bestand in Roßhaupten eine Poststation am Niederländischen Postkurs von Brüssel über Augsburg nach Innsbruck und Italien, die seit 1523 belegt ist.<ref>Joseph Rübsam: Zur Geschichte der ältesten Posten in Tirol und den angrenzenden Ländern, in: L’Union Postale (UP) 12, Dezember 1891, S. 199.</ref> Der Brüsseler Generalpostmeister Franz II. von Taxis übereignete diese Poststation 1543 mitsamt dem Postamt Augsburg zum Nießbrauch an Seraphin I. von Taxis.<ref>Martin Dallmeier: Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501–1806, Teil II, Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1977, S. 13.</ref> Die Poststation Roßhaupten wurde jedoch bereits 1549 unter dem Generalpostmeister Leonhard I. von Taxis in das benachbarte Scheppach verlagert, was aus Prozessakten des Jahres 1568 hervorgeht.<ref>Martin Dallmeier: Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501–1806, Teil II, S. 22–23.</ref>

Herrschaftsgeschichtlich war Roßhaupten bis 1805 eng mit dem Nachbardorf Röfingen verbunden. Genauso wie dieses gehörte es zur vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau.

Seitdem der Ort zum Königreich Bayern gehörte, war Roßhaupten, eine eigenständige Gemeinde. Sie hatte 1961 eine Fläche von 166,87 Hektar und 330 Einwohner in 69 Wohngebäuden.<ref name="VZ1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 945 (Digitalisat).</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde sie 1972 nach Röfingen eingemeindet.<ref name="HistGV87">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 126, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 25). </ref>

Einwohnerentwicklung

Vorlage:Tabellenstile

Jahr 1840 1861 1871 1900 1925 1946 1950 1961 1970 1987
Einwohnerzahl<ref name="HistGV52">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 227, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> 281 300 242 261 289 442 430 330 353 394
Quelle               <ref name="VZ1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 945 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1970">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 207 (Digitalisat).</ref> <ref name="VZ1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 405 (Digitalisat).</ref>

Sehenswürdigkeiten

Datei:Roßhaupten Röfingen St. Leonhard 70.JPG
Kirche St. Leonhard
  • Katholische Filialkirche St. Leonhard, gotisch, Ausbau 1680; mit Ausstattung

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Roßhaupten

Sonstiges

Ungefähr 300 m nördlich des Ortes an der Grenze zur Gemeinde Haldenwang verläuft entlang eines Feldweges die Trasse der ehemaligen Römerstraße Augsburg-Günzburg.

Weblinks

Commons: Roßhaupten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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