Risus sardonicus
Der Risus sardonicus (lateinisch, wörtlich „sardonisches<ref>Zur komplizierten Etymologie von sardonisch siehe sardonic. etymonline.com (englisch).</ref> Lachen“), auch sardonisches Grinsen oder „Teufelsgrinsen“ genannt, ist ein breites, hämisch wirkendes Grinsen aufgrund einer pathologischen Kontraktion der mimischen Muskulatur.<ref>Risus sardonicus. In: DocCheck Flexikon.</ref>
Ursachen
Der Risus sardonicus ist meist ein Symptom der Infektion mit Clostridium tetani. Diese Bakterien verursachen Tetanus (Wundstarrkrampf). Bedingt durch die Verkrampfung der Muskeln ziehen sich die Gesichtsmuskeln zusammen.<ref>Hans A. Kühn, Joachim Schirmeister (Hrsg.): Innere Medizin: Ein Lehrbuch für Studierende und Ärzte. Springer, 2013, ISBN 978-3-642-73788-6, S. 143 (Nachdruck der Ausgabe von 1989).</ref>
Das gleiche Symptom kann auch bei einer Vergiftung mit Strychnin auftreten.<ref>John Buckingham: Bitter Nemesis: The Intimate History of Strychnine. CRC Press, 2007, ISBN 978-1420053159, S. 135.</ref>
Literatur
- Peter Berlit: Basiswissen Neurologie. Springer, 2014, ISBN 978-3-642-37783-9. S. 196
- Stefan Eisoldt: Fallbuch Chirurgie: 140 Fälle aktiv bearbeiten. Thieme, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-13-1322135, S. 153 f.
- Wolfgang Leps: Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2003, ISBN 3-13-112874-7. S. 684.
Einzelnachweise
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