Ringwall Güldenberg
| Ringwall Güldenberg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
Güldenberg, westlicher Bereich | ||||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Ort | Troisdorf-Altenrath | |||||
| Entstehungszeit | Eisenzeit | |||||
| Burgentyp | Höhenburg | |||||
| Erhaltungszustand | Burgstall | |||||
| Geographische Lage | 50° 50′ N, 7° 12′ O
{{#coordinates:50,8347|7,19281|primary
|
dim=200 | globe= | name= | region=DE-NW | type=building
}} |
| Höhenlage | 110 m ü. NHN | |||||
|
| ||||||
Der Ringwall Güldenberg ist eine Befestigungsanlage (Höhenburg) aus der Eisenzeit im Ortsteil Altenrath von Troisdorf.<ref name="Uslar">R. v. Uslar: Die bergischen Ringwälle. In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1965. S. 100–101.</ref>
<templatestyles src="TOC limit/styles.css" />
Objektbeschreibung
Reste der Erdwälle auf dem Güldenberg (130 m ü. NHN) sind am Ostrand der Wahner Heide, etwa 2500 m südlich von Altenrath und 1200 m südwestlich von Lohmar heute noch vorhanden. Hier wurde der bestgeeignete Punkt für die Anlage ausgewählt, nämlich die Bergkuppe. Nach Osten fällt das Gelände steil ab und wird im Süden durch einen Siefen abgeriegelt. Nach Westen und Norden geht das Gelände in die Hochfläche der Heideterrasse über. Daher findet sich hier ein Vorwall mit vorgelegtem Graben. Dahinter ist der Ringwall am stärksten ausgebildet, bis vier Meter hoch; ein breiter Graben ist vorgelegt. Hier ist das Tor mit Erdbrücke über den Graben zu erkennen. Vor dem Steilhang laufen Wall und Graben allmählich aus. Umschlossen wird dadurch ein hufeisenförmiger, etwa 170 × 180 m großer Raum.<ref name="Uslar" />
Der Ringwall weist Ähnlichkeiten zur Erdenburg in Moitzfeld im Norden und zu einer Anlage auf dem Petersberg im Süden auf.
Geschichte
Aus den Scherbenfunden bei Ausgrabungsarbeiten im Jahr 1936 schließen Historiker, dass die Anlage zur La-Tène-Zeit von 1000 bis 50 v. Chr., somit in der Bronze- oder Eisenzeit errichtet wurde. Eine Untersuchung von Brandresten mit der Radiokarbonmethode hat bisher nicht stattgefunden. Eine solche könnte ein ähnliches Ergebnis wie bei der Erdenburg haben, bei der sich ein Alter von 310 ± 80 v. Chr. ergeben hat.<ref>Erdenburg – im Labor untersucht, Wissenschaftler entdeckten: Älter als 2000 Jahre. In: Rheinisch-Bergischer Kalender. 1970, S. 170.</ref>
Bodendenkmal
Die Ringwallanlage ist als Bodendenkmal SU-061 im Verzeichnis der Bodendenkmäler im Rheinland eingetragen.
Siehe auch
Literatur
- Werner Buttler: Wallanlage Güldenberg bei Lohmar, Altenrath (Siegkreis) – Bonner Jahrbücher, 142 (1937): S. 292–295, Köln.
- R. v. Uslar: Bergische Ringwälle. In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1963, S. 137 ff.
Weblinks
- Alexandra Lehmann: Eisenzeitliches Siedlungsrelikt Güldenberg in der Wahner Heide. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland, 2003Vorlage:Abrufdatum
Einzelnachweise
<references />
Schlösser und Herrenhäuser: Schloss Alfter | Schloss Allner | Haus Attenbach | Schloss Auel | Schloss Birlinghoven | Schloss Bornheim | Schloss Drachenburg | Schloss Miel | Schloss Rösberg | Abtei St. Michael | Haus Sülz | Haus Wittgenstein
Burgen und Ruinen: Burg Alfter | Burg Adendorf | Burg Altendorf | Burg Blankenberg | Burg Dattenfeld | Burg Drachenfels | Graue Burg | Burg Gudenau | Burg Hausdorp | Burg Heimerzheim | Burg Hemmerich | Burgruine Herrenbröl | Burg Herrnstein | Burg Honrath | Kitzburg | Burg Kriegshoven | Burg Lohmar | Löwenburg | Burg Lüftelberg | Burg Lülsdorf | Burg Mauel | Burg Merten (Eitorf) | Burg Morenhoven | Burg Münchhausen | Burg Müttinghoven | Burg Odendorf | Burg Odenhausen | Burg Overbach | Burg Peppenhoven | Burg Reitersdorf | Rheindorfer Burg | Burgruine Rosenau | Burg Schönrath | Tomburg | Weiße Burg | Burg Welterode | Burg Windeck | Burg Wissem | Wolfsburg | Wolkenburg
Burgställe (abgegangene unbekannte Burgen): Aldeburg | Alte Burg (Rheinbach) | Hangmotte Alfter | Motte Dünstekoven | Ringwall Güldenberg | Niederungsmotte Gut Hohn | Burg Miel | Burg Müllekoven | Niederungsmotte Niederpleis | Burg Ravenstein | Rennenburg | Ringwälle bei Stromberg | Abschnittsbefestigung Witterschlick