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Rikugi-en

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Datei:Rikugien3.jpg
Blick vom Fujishiro-Pass
Datei:Mizuwakeishi.JPG
Mizuwake-Steine
Datei:Togetsukyo-R.JPG
Togetsu-Brücke
Datei:Rikugien4.jpg
Horaishima, links die Buckelinseln
Datei:Cherry blossom at Rikugien.jpg
„Hängekirsche“ (shidare sakura) im Eingangsbereich des Parks

Der Rikugi-en ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ja|SUITABLE=Script|SCRIPTING={{#switch: |Jpan|Hani|Hira|Kana={{{Script}}}|#default=Jpan}}|SERVICE=japanisch}}) oder auch „Rikugi-Park“ ist einer der bedeutenden Wandelgärten der Edo-Zeit in Tokio. Er gehört zu den „Ausgezeichneten Sehenswürdigkeiten“ (tokubetsu meishō) Japans.

Geschichte

Yanagisawa Yoshiyasu (1658–1714)<ref group="Anm">Yanagisawa, ein hochgebildeter niederer Samurai, wurde wegen seines Zugangs zum Shogun beneidet und war umstritten. Er erhielt den Titel Mino-no-kami, stieg zum Kanzler (Rōjū) auf, erhielt den Kōfu-han als Lehen. Tsunayoshi soll ihn 58 mal besucht habe. Nach Tsunayoshis Tod 1709 wurde er entmachtet und lebte zurückgezogen im Park.</ref>, ein enger Vertrauter des fünften Shōgun Tokugawa Tsunayoshi, erhielt von diesem im 4. Monat des Jahres 1695 in Komagome am Nordrand von Edo, an der Straße nach Nikkō, ein Gelände, auf dem er eine Nebenresidenz und bis 1702 einen Wandelgarten anlegte. Dessen Name bezieht sich auf die sechs Grundsätze der chinesischen Dichtkunst.<ref>Niedergelegt in der Gedichtssammlung Shijing.</ref> Von den Sechs sind drei auf Art und Inhalt bezogen und lassen sich etwa wie folgt wiedergeben:

  • „volkstümlich“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, fū), „höfisch“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, ga), „Vorfahren ehrend“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, shō)

und weitere drei nach Darstellung

  • „direkt“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, fu), „vergleichend“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, hi), „anrührend“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, kyō).

Diese sechs Prinzipien wurde von Japan übernommen und an die Waka-Dichtkunst angepasst<ref>Matthew D. Firestone, Timothy N. Hornyak: Tokio. Verlag Mairdumont 2009. ISBN 978-3-8297-1629-1, S. 64.</ref>. Yanagisawa befasste sich damit und legte seine Sicht in dem „Rikugien no ki“ nieder. Auf seine Bitte hin verfassten Hofadelige in Kyōto 12 Waka zu bestimmten Orten im Garten.

Nach Yanagisawas Tod verfiel der Garten. Zu Beginn der Meiji-Zeit erwarb der Mitsubishi-Gründer Iwasaki Yatarō das Grundstück, der den Garten restaurieren und mit einer, für die Zeit typischen hohen Backsteinmauer umgeben ließ. 1938 schenkte die Familie Iwasaki den Garten der Stadt.

Der Park

Der Park, in der Musashino-Ebene gelegen, wurde mit aufgeschütteten Anhöhen und Gewässern als Miniatur-Landschaft gestaltet. Sein Wasser bezieht der Park aus dem Sengawa jōsui ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), der den Norden von Edo mit Wasser versorgt. 88 besonders schöne Stellen im Park haben Namen erhalten, die sich auf Orte in Japans, China, Orte in Liedern oder einfach auf alte Zeiten beziehen.

Im großen Teich in der Mitte des Parks befinden sich die übliche „Inneninsel“, die über eine Brücke erreichbar ist. Auf der Insel gibt es zwei Anhöhen, Imoyama, Seyama ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) genannt, die Mann und Frau als Paar symbolisieren. Weiter gibt es in dem Teich eine kleine „Insel der Glückseligen“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Hōraijima). Zu ihr führt eine „Schwimmende Schildkröten-Brücke“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, kame-ukihashi), bestehend aus Buckelinseln. Auch ein „sich hinstreckenden Drachen“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Garyū seki) ist in dem Teich zu sehen. Das Ufer des Teichs ist mit „Gezeitenhafen“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Deshio no minato), „Seegras-Ufer“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Tamamo no iso) und „Quell-Gestade“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Fukiage hama) abwechslungsreich gestaltet.

Die höchste Erhebung im Garten wird vom „Wisterien-Pass“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Fujishiro tōge) eingenommen. Hinauf führt der schmale, gewundene „Spinnen-Weg“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Sasakani no michi). Zu dieser Anhöhe, die ganz von Wasserläufen umgeben ist, führen die Togetsukyō ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}})<ref group="Anm">Die Togetsu-Brücke nimmt Bezug auf die große Brücke über den Hozu-Fluss in Arashiyama (Kyōto), die ihren Namen, etwa „Gang zum Mond“ von Kameyama Tennō (1249–1305) erhalten haben soll. Diese hier besteht aus zwei langen Steinbalken hintereinander, die – von einem breiten Pfeiler unterstützt – seitlich versetzt an einander stoßen. Dies ist eine in Japan häufig zu findende Brückenform.</ref> und drei weitere Brücken.

Im Südwestteil des Parks sind in einem Wasser führenden Graben Steine platziert, die Mizuwake ishi ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}). Dort befindet sich auch die „Regenpfeifer-Brücke“ ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}, Chidori-bashi). – Es gibt einige Teehäuser im Park, so das einfache Taki-mi no chaya ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}), aber auch größere Pavillons, die gemietet werden können. Am Nordwest-Rand des Parks hat sich der Senri-ba ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) erhalten, eine Bahn zum Ausreiten der Pferde.

Der Park ist bekannt für seine Blumen, insbesondere für die Azaleen, die Blüte der Shidare-Kirsche ({{#invoke:Vorlage:lang|flat}}) im Frühjahr und die Laubfärbung im Herbst. Weit vom Zentrum der Stadt entfernt und ursprünglich eine Welt für sich, wird der Park heute von Hochhäusern eingeschlossen.

Kenndaten

  • Betreiber: Präfektur Tokio, es wird Eintritt erhoben
  • Eröffnung: 16. Oktober 1938
  • Fläche: 87.809,41
  • Baumbestand: 6.340 Bäume, 28.700 Büsche
  • Einrichtungen: mietbare Pavillons, Kiosk

Einzelnachweise

<references />

Anmerkungen

<references group="Anm" />

Quellen

  • Faltblatt des Parks
  • Tōkyō-to (Hrsg.): Rikugien, in: Toritsu kōen gaido, 1995.
  • S. Noma (Hrsg.): Rikugien Garden. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1266.

Weblinks

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