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Riß

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{{#if: behandelt den Fluss – zu anderen Bedeutungen siehe Riß/Riss (Begriffsklärung).

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Die Riß [[[:Vorlage:IPA]]] ist ein 49 Kilometer langer Fluss in Oberschwaben im südöstlichen Baden-Württemberg. Sie mündet beim Ortsteil Ersingen der Kleinstadt Erbach im Alb-Donau-Kreis von rechts und aus dem Süden kommend in die Donau. Die Riß hat zwei Quellbäche, die längere und bedeutendere, nordwärts fließende Kalte Riß und die nordwestwärts verlaufende Warme Riß, die bei Winterstettendorf zumündet.

Name

Das Gewässer wurde zwischen 1293 und 1295 als Rússaigie erstmals schriftlich erwähnt. Der antike Geograph Claudius Ptolemäus erwähnte bei Rißtissen ein römisches Kohortenkastell mit dem Namen R[i]usiava im 2. Jahrhundert. Der Name steht wohl in Zusammenhang mit dem indogermanischen Verb *reus „wühlen, graben“.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Quellbäche

Kalte Riß

Der Hauptstrangoberlauf Kalte Riß entspringt im nördlichen Landkreis Ravensburg etwa 1,4 km südlich der Ortsmitte von Bad Waldsee-Michelwinnaden am Südwestrand des Waldstücks Riedle auf etwa Vorlage:Höhe. Er zieht zum Dorf, an dessen Südrand er den Burgweiher durchläuft. In danach fortgesetztem Nordlauf an der Kreisgrenze zum Landkreis Biberach nimmt die Kalte Riß von links die Alte Riß auf, die einen Teil des Brunnenholzrieds südwestlich von Michelwinnaden entwässert. Weiter nördlich bei Ingoldingen-Winterstettendorf nimmt sie etwa 5,7 km unterhalb ihres Ursprungs von rechts die Warme Riß auf, womit die Riß entsteht.

Warme Riß

Datei:Mühlteich in Winterstettendorf.jpg
Mühlteich in Winterstettendorf (Rißursprung)

Die nur 3,7 km<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" /> lange Warme Riß entsteht im Wilden Ried südöstlich von Winterstettendorf, verläuft schon ganz im Biberacher Landkreis und speist im Ort einen Mühlteich, an dem auf Karten ein Riß-Ursprung etwas über einen Kilometer oberhalb des Zusammenflusses beider Riß-Äste ausgewiesen ist.

Verlauf

Die vereinte Riß zieht danach nordost- bis nordwärts mit teils ausladenden Schlingen in merklich eingetieftem Tal durch den Biberacher Kreis. Bald tritt sie hier aus dem Bodensee-Jungmoränenland ihrer Ursprünge in das Altmoränengebiet der Riß-Aitrach-Platten über, das ein Teil des auch Oberschwäbische Hochebene genannten Naturraums Donau-Iller-Lech-Platte ist. Sie fließt durch Ingoldingen-Winterstettenstadt, unterquert die Bahnstrecke Ulm–Friedrichshafen von Bad Schussenried nach Biberach, die bis unterhalb der Kreisstadt im Tal läuft, und passiert dann Ingoldingen selbst, wo von Westen der Federbach zumündet.

Datei:Biberach-obere-muehle.jpg
Wasserrad in Biberach-Birkendorf

Danach nimmt die Riß bei Ingoldingen-Degernau die von Südsüdwesten heranfließende kurze Lauter auf, passiert Hochdorf am rechten Hangfuß, über dem die Hochfläche Hochgeländ sich nordöstlich parallel zum Tal zieht. Sie trennt danach dessen Ortsteil Appendorf am linken Ufer vom ebenfalls gemeindezugehörigen Schweinhausen am rechten Hang. Danach zieht sie westlich vorbei an Ummendorf, wonach sie beim schon zu Biberach gehörenden Kneippkurbad Jordanbad aus Südosten in die Umlach einmündet. Durchs anschließende Biberach läuft sie wieder mehr nordwärts, im Stadtkern mündet aus Südwesten der Rotbach.

Unterhalb von Biberach läuft die Riß über Warthausen Richtung Schemmerhofen, wo der aus Richtung Westen heranfließende Mühlbach einmündet, nach Schemmerberg (Gemeindeteil von Schemmerhofen). Weiter nördlich fließt sie durch Ober- und Untersulmetingen (westliche Stadtteile von Laupheim), wobei ihr in Obersulmetingen der von Westen kommende Ingerkinger Rotbach und in Untersulmetingen der von Westen heranfließende Schlaibach und direkt nördlich davon beim Weiler Niederkirch der aus gleicher Richtung kommende Aischbach zufließen. In diesem Gebiet verläuft bis zur Rißmündung wenige Kilometer östlich parallel zur Riß der Donau-Zufluss Dürnach nach Norden.

Daraufhin fließt die Riß durch Rißtissen (östlicher Stadtteil von Ehingen) im Alb-Donau-Kreis, um wenig später mit vier Mündungsarmen (teils künstlich angelegt) in die aus Richtung Südwesten heranfließende Donau zu münden; nördlich von Rißtissen zweigt der Rißkanal von der Riß ab. Der Rißmündung gegenüber liegt am nördlichen Donauufer die Gemeinde Öpfingen.

Wasserscheide

Das Quellgebiet der Riß liegt unmittelbar nördlich der Rhein-Donau-Wasserscheide, eines Teils der Europäischen Hauptwasserscheide. Während die Riß überwiegend in nördlicher Richtung zur Donau fließt, verläuft die Schussen, die etwas weiter nordwestlich bei Bad Schussenried entspringt, in zumeist südlicher Richtung in den Bodensee und damit in den Rhein.

Zuflüsse

Zu- und Abflüsse der Riß (Auswahl) vom Ursprung bis zur Mündung, mit Längen:<ref name="GeNe-Länge" group="LUBW" />

Riß-Kaltzeit

Die Riß ist Namensgeberin für die vorletzte Kaltzeit, die Riß-Kaltzeit (in Norddeutschland auch Saale-Kaltzeit genannt). In der naturkundlichen Abteilung des Braith-Mali-Museums in Biberach an der Riß finden sich viele anschauliche Modelle zur Riß-Kaltzeit.

Einzelnachweise

LUBW

Amtliche Online-Gewässerkarte mit passendem Ausschnitt und den hier benutzten Layern: Lauf und Einzugsgebiet der Riß
(Layer werden z. T. erst nach Vergrößerung sichtbar.)
Allgemeiner Einstieg ohne Voreinstellungen und Layer: Vorlage:GeoQuelle <references group="LUBW"> Höhe:

  <ref name="TK-HLB-Höhe" group="LUBW">Höhe nach dem Höhenlinienbild auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>
  <ref name="TK-Blau-Höhe" group="LUBW">Höhe nach blauer Beschriftung auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

Länge:

  <ref name="GeNe-Länge" group="LUBW">Länge nach dem Layer Gewässernetz (AWGN).</ref>
  <ref name="TK-abgemessen-Länge" group="LUBW">Länge abgemessen auf dem Hintergrundlayer Topographische Karte.</ref>

EZG:

  <ref name="Agg04-EZG" group="LUBW">Einzugsgebiet nach dem Layer Aggregierte Gebiete 04.</ref>

</references>

Andere Belege und Anmerkungen

<references> </references>

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Vorlage:Normdaten