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Rhyparographie

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Der Begriff Rhyparographie (von Vorlage:GrcS „schmutzig“ und -graphie; sinngemäß „Schmutzmalerei“) bezeichnet in der Malerei der Antike das niedere Genre, die hauptsächliche Darstellung alltäglicher, gewöhnlicher oder verächtlicher Gegenstände.

Nach Plinius<ref>Naturalis historia 35, 112.</ref> erhielt der Maler Peiraikos, der mit Vorliebe Barbierstuben, Schusterwerkstätten, Esel, Eßwaren und dergleichen darstellte, deshalb den Spitznamen Rhyparographos („Schmutzmaler“). Nach heutigen Begriffen würde man von Genremalerei oder Stillleben sprechen. Aus dem Ausdruck hat man auf eine Geringschätzung entsprechender Darstellungen in der Antike geschlossen.<ref>Siehe etwa Wilhelm Hebenstreit: Wissenschaftlich-literarische Encyklopädie der Aesthetik. C. Gerold, Wien 1843. S. 621.</ref> Dem widerspricht aber die große Zahl von Stillleben und Genrebildern, die man in Pompeji und Herkulaneum gefunden hat.

Synonym mit Rhyparographie wird auch der Begriff Ropographie gebraucht (von griech. ropos „Kleinigkeit“ oder „Mischmasch“, also „Kleinkrammalerei“).

Der gegensätzliche Begriff ist Megalographie.

Einzelnachweise

<references/>