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Rhön-Klasse

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style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | Rhön-Klasse
Datei:20060916-Piraeus-A1443-Roen.jpg
Die Rhön (A 1443) vor Piräus
Die Rhön (A 1443) vor Piräus
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Land DeutschlandDatei:Flag of Germany (state).svg Deutschland
Schiffsart Betriebsstofftransporter
Bauwerft Kröger-Werft, Rendsburg<ref>Jürgen Rhades (Hrsg.): Jahrbuch der Marine. Folge 16. Bernard & Graefe Verlag, München 1982, ISBN 3-7637-4700-1, S. 182 (alle Daten soweit nicht bei marine.de verfügbar).</ref>
Stapellauf des Typschiffes 1974
Gebaute Einheiten 2
Dienstzeit seit 1977
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 130 m (Lüa)
Breite 19,3 m
Tiefgang (max.) 8,2 m
Verdrängung 14.169 t
 
Besatzung 42 (zivil)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 1 ×  MaK 12M551A MaK-Dieselmotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 5.884 kW (8000 PS)
Höchst­geschwindigkeit 16 kn (30 km/h)
Propeller 1 × KAMEWA-Verstellpropeller
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Transportkapazitäten
Tankkapazität 11500 m³

Die Rhön-Klasse umfasst zwei Betriebsstofftransporter der Deutschen Marine.

Technische Daten und Aufgaben

Die Schiffe besitzen eine Einsatzverdrängung von 14.169 Tonnen und haben eine Höchstgeschwindigkeit von 16 kn. Die Ladekapazität umfasst etwa 11.500 Kubikmeter. Die Schiffe werden von einem Zwölfzylinder-MaK-Dieselmotor mit einer Leistung von 5880 kW beziehungsweise 8000 PS angetrieben. Der Motor wirkt auf einen Verstellpropeller. Die Besatzung besteht aus zivilen Kräften und umfasst 40 bis 42 Personen.

Die Schiffe dienen der Seeversorgung von Einheiten der Deutschen Marine. Zu diesem Zweck sind die technischen Vorrichtungen den militärischen Anforderungen entsprechend ausgelegt.

Geschichte

Die beiden Schiffe der Klasse wurden in den siebziger Jahren als zivile Öltanker Okene und Okapi für die dänische Reederei Terkildsen & Olsen gebaut und sollten die Flagge Liberias führen. Sie wurden bereits nach kurzer Zeit zum Verkauf angeboten und am 18. März 1976 von der Bundesmarine erworben, die sie 1977 als Rhön (A 1443) und Spessart (A 1442) in Dienst stellte. Sie sind nach den Mittelgebirgen Rhön und Spessart benannt.

Beide Schiffe gehören zum Trossgeschwader der deutschen Marine, die Rhön ist in Wilhelmshaven stationiert, die Spessart in Kiel.

Wegen Maschinenproblemen wurden die beiden Schiffe im Juni 2018 zeitweilig außer Betrieb genommen. Die für die Schiffssicherheit zuständige DNV GL entzog den beiden Tankern die Betriebszulassung. Sie sollen nach der Reparatur bis 2024 in Dienst bleiben.<ref>Marine-Tanker an die Kette gelegt. In: Eckernförder Zeitung. 3. Juli 2018, S. 4.</ref> Als Ersatz sind zwei Marinebetriebsstoffversorger Klasse 707 vorgesehen.<ref name="Marine1">Projektbeginn: Neue Tanker für die Flotte; offizielle Website der Marine, abgerufen am 30. Juli 2019</ref> Ende 2020 rügte der Bundesrechnungshof den Betrieb der Schiffe und forderte ihre Außerdienststellung.<ref>tagesschau.de: Bundesrechnungshof: Millionen für museumsreife Marine-Tanker. Abgerufen am 8. Dezember 2020.</ref>

Im Sommer 2021 wurde der Auftrag für zwei Neubauten an die Lürssen-Werft erteilt. Die Marinebetriebsstoffversorger der Klasse 707 sollen ab 2025 in Dienst gestellt werden.<ref>Lürssen bekommt Zuschlag für zwei Marine-Tankschiffe. 8. Juli 2021, abgerufen am 24. Januar 2021.</ref><ref>Lürssen bestätigt: Marine-Tanker werden hauptsächlich in Rostocker Neptun Werft gebaut. 8. Juli 2021, abgerufen am 24. Januar 2022.</ref> Die Schiffe der Rhön-Klasse erreichen das Ende ihrer Nutzungsdauer im August 2026.<ref>Neue Tankschiffe für die Marine: Baubeginn in Rostock. 9. August 2023, abgerufen am 16. März 2024.</ref>

Einsatz

Während eines Einsatzes im Rahmen der Operation Atalanta wurde die Spessart am 29. März 2009 vor der Küste Somalias von Piraten angegriffen.<ref>Somalia: Deutsche Marine wehrt Piratenangriff ab. In: Spiegel online. 30. März 2009, abgerufen am 22. Oktober 2014.</ref> Das an Bord befindliche Sicherungskommando erwiderte das Feuer auf die Piraten und konnte den Angriff abwehren, anschließend nahm der Tanker die Verfolgung der flüchtenden Piraten auf. Herbeigerufene Kriegsschiffe konnten die Angreifer schließlich festnehmen.<ref>Mission „Atalanta“. Strafanzeige in Kiel gegen Piraten. In: faz.net. 31. März 2009, abgerufen am 22. Oktober 2014.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />