Reposition (Medizin)
Unter einer Reposition ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}}) versteht man das Zurückbringen in eine (annähernde) Normallage oder Normalstellung. Das (transitive) Verb lautet (etwas) reponieren, die Möglichkeit zur Rückverlagerung reponibel.
Gebraucht wird der Begriff in der Medizin bei folgenden Krankheitsbildern:
- Reposition von Knochenbrüchen
- Darunter versteht man das Einrichten<ref>Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 369 (einrichten: bei der Einrichtung einer Fraktur die Knochenenden aneinanderpassen; lateinisch rectare).</ref> bzw. die Einrichtung von Knochenbrüchen (Frakturen), bei denen die Bruchfragmente nicht in der richtigen Stellung (sondern disloziert) stehen. Es werden unterschieden:
- die geschlossene Reposition, bei der die Fehlstellung des Knochens durch Drücken und Ziehen ohne Operation korrigiert wird und
- die offene Reposition, bei der die Fehlstellung im Rahmen einer Operation beseitigt wird. Dabei wird die Stellung oft mittels Schrauben, Platten, Drähten und anderem fixiert (siehe auch: Osteosynthese).
- Reposition von Eingeweidebrüchen
- Darunter versteht man das Zurückdrücken bei eingeklemmten (inkarzerierten) Hernien, zum Beispiel der Leistenhernie (Leistenbruch). Diese Prozedur ist im Normalfall nur eine erste Hilfe. Bei Brüchen, die Einklemmungstendenz haben, besteht in der Regel Indikation zur operativen Versorgung, um weitergehende Folgen zu vermeiden.
- Reposition von Vorfällen
- Bei einem Vorfall (Prolaps) von zum Beispiel Hämorrhoiden, Enddarm, Scheide oder anderen Organen kann eine Reposition notwendig werden. Häufig wird diese nur vorübergehenden Erfolg haben und eine chirurgische Behandlung notwendig werden.
Anmerkungen
<references />
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- Therapeutisches Verfahren in der Chirurgie
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