Renard (Adelsgeschlecht)
Renard ist der Name eines polnischen beziehungsweise preußisch-schlesischen Adelsgeschlechts.
Geschichte
Die Familie soll einerseits aus Danzig stammen, „wo sie unter dem Namen »Reinhard« zum Patriziat gehörte“<ref name="sieb_01" />, andererseits aus Hamburg (vorgeblich mit französischer Abstammung).<ref name="sieb_02" /><ref name="sieb_03" /><ref name="sieb_04" /> Nach der Übersiedlung der Familie nach Warschau wurde der Name in der polnischen Sprache „Réjnard“ ausgesprochen, woraus dann „Renard“ wurde, was die französische Abstammung nahelegen sollte.
Nach Siebmacher, Band Mähren von 1899 soll die Familie Renard 1720 vorgeblich mit Johann Baptist Renard in den „polnischen Freiherrenstand“ (?) aufgenommen worden sein.<ref name="sieb_01">J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, IV. Band, 10. Abteilung; Der Mährische Adel; Verfasser: H. von Kadich, C. Blazek; Publikation: Bauer & Raspe, Nürnberg 1899, S. 111, Tafel 87.</ref>; nach den Siebmacher-Bänden
- Preußen, Grafen und Freiherren (1857)<ref name="sieb_02">J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, III. Band, 1. Abteilung; Der Adel des Königreichs Preußen: Grafen und Freiherrn; Verfasser: O. T. von Hefner; Publikation: Bauer & Raspe, Nürnberg 1857, S. 23, Tafel 26.</ref>
- Adel von Österr.-Schlesien (1885)<ref name="sieb_03">J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, IV. Band, 11. Abteilung; Der Adel von Österr.-Schlesien; Verfasser: C. Blazek; Publikation: Bauer & Raspe, Nürnberg 1885, S. 137, Tafel 34.</ref>
- Abgestorbener Adel der Preussischen Provinz Schlesien (1887)<ref name="sieb_04">J. Siebmacher’s grosses und allgemeines Wappenbuch, VI. Band, 8. Abteilung, 1. Teil; Der abgestorbene Adel der Preussischen Provinz Schlesien; Verfasser: C. Blazek; Publikation: Bauer & Raspe, Nürnberg 1887, S. 86, Tafel 63.</ref>
- und Mähren (1899)<ref name="sieb_01" />
erfolgte eine Aufnahme in den polnischen Adel am 28. Oktober 1726 und am 16. Oktober 1741 in den Reichsgrafenstand im kursächsischen Reichsvikariat (Reichsgrafendiplom, kursächsische Anerkennung des Grafenstands 21. Februar 1742). Im Jahre 1761 erwarb die Familie das Olmützer Lehnsgut Dorfteschen.
Wappen
Gevierter Schild mit Türkenkopf in grünem Herzschild, im Schild zweifach in Blau ein laufender Fuchs (Stammwappen) sowie in Rot und Gold je ein Flügel; auf der Grafenkrone ein Türkenkopf.
Familienmitglieder
- Johann Baptist von Renard (* 1682 in Warschau; † 14. Februar 1746 in Dresden), königlich-polnischer und kursächsischer Oberst und General der Infanterie, Träger des St. Heinrichsordens, Grabstätte auf dem Alten Katholischen Friedhof Dresden<ref> Gudrun Schlechte: Der Alte Katholische Friedhof in der Friedrichstadt zu Dresden. Verlag Hille, Dresden 2004, ISBN 3-932858-73-5, S. 99–100.</ref>
- Anna Katharina (Henriette) Rénard (1685–1721), Mätresse von August II. (auch:Henriette Rénard-Duval)
- Andreas Maria von Renard (1795–1874), schlesischer Montan-Industrieller
- Johannes Maria von Renard (1829–1874), preußischer Industrieller und Politiker
- Karl von Brühl-Renard (1853–1923), deutscher Philanthrop und Politiker
- Georg von Schlieffen-Renard (1860–1944), deutscher Landrat
Siehe auch
Literatur
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der deutschen gräflichen Häuser. 1848, S. 532, 1873, S. 687 und 1894, S. 850f
- Ignaz von Schönfeld: Adelsschematismus des österreichischen Kaiserstaates, Band 2, S. 227f (Google Buch; Stammbaum Andreas von Renard).
- Ernst Heinrich Kneschke: Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart, Band 2, S. 274 (Google Buch), Band 3, Korrekturen zu Band 2 (Google Buch).
Weblinks
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Einzelnachweise
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