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Reinsberge

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Vorlage:Infobox Gebirgsgruppe

Datei:Reinsberge.JPG
Östliche Ausläufer der Reinsberge von Heyda aus gesehen

Die Reinsberge zwischen Plaue und Ilmenau sind ein im Rahmen der zum Heydaer Berg gehörenden Halskappe bis Vorlage:HöheVorlage:GeoQuelle hoher, rund 11,5 km langer und etwa 35 km² großer, mittelgebirgsartiger Höhenzug im Ilm-Kreis in Thüringen.

Die mit Abstand bekannteste und mit Vorlage:Höhe zweithöchste Erhebung der Reinsberge ist die Reinsburg, auf der sich eine Burgruine befindet.

Geographische Lage

Die Reinsberge ziehen sich von Martinroda 4 km nordwestlich Ilmenaus, bis Arnstadt, wo sie bis an den Rand des Thüringer Beckens vordringen. Sie werden im Süden, bei Martinroda, von der Talung eines Reichenbach-Nebenbaches, begrenzt, und treten westlich, von Südsüdwest nach Nordnordost und je per Mündung abgelöst, bis unmittelbar an die Flussniederungen des Reichenbachs über Neusiß, der Zahmen Gera bis Plaue und schließlich der Gera über Dosdorf und Siegelbach bis Arnstadt, wo mit deren Eintreten in das südliche Kernstadtgebiet der Höhenzug vergleichsweise schroff nach Norden abfällt.

An der Ostseite passiert, vom Norden Ilmenaus über die Talsperre Heyda bis Marlishausen, die Wipfra, die jedoch zumeist etwas Abstand zum eigentlichen Höhenzug hält und erst gut 8 km nördlich der Nordflanke des Höhenzugs in die Gera mündet. Die östlichen Randorte Heyda und Schmerfeld liegen jedoch an Nebenbächen, und weiter nördlich flankiert der linke Nebenfluss Gomlitz von Reinsfeld nach Kettmannshausen in etwa den Höhenzug, der sich von hier aus, der Südostrichtung der Eichenberg–Gotha–Saalfelder Störungszone folgend, ausläuferartig im Willinger Berg<ref name="Willinger" /> bei Oberwillingen bis über die Wipfra hinweg unmittelbar vor die Ilm und im „Fernausläufer“ Singener Berg<ref name="Singener" /> (Vorlage:Höhe) sogar darüber hinweg zieht.
Von den letztgenannten Bergen aus verjüngt sich der Höhenzug fast linear nach Nordwesten über Dannheim nach Arnstadt. Vorlage:GeoQuelle<ref name="Meynen">E. Meynen und J. Schmithüsen: Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands (6. Lieferung 1959) – Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960)</ref>Vorlage:GeoQuelle

Über die Reinsberge führt ein Wanderweg, der Teil des Hauptwanderwegs EisenachJena ist.

Geologie und Vegetation

Gebildet wurden die Reinsberge aus Gesteinen der Triasformation. Sie bestehen hauptsächlich aus Muschelkalk. Die Witterung hat im Lauf der Jahrtausende teils bizarre Felsen geformt, die denen im Elbsandsteingebirge ähneln. Ein Ergebnis dieser Gesteinsformationen ist eine Karstquelle am Westhang der Reinsberge, der Spring von Plaue.

Auf Grund der besonders an der Westseite steil abfallenden Hänge und tief eingeschnittener Täler wie der Kleinbreitenbacher Kessel und das Ziegenried und der damit verbundenen unterschiedlichen Mikroklimate hat sich hier eine sehr vielfältige Vegetation ausgebildet. Während die Plateaubereiche vor allem aus Kalkbuchenwäldern sowie Eichen- und Kieferntrockenwäldern bestehen, findet man an den Südwesthängen auch Standorte vieler submediterraner Pflanzenarten.

Berge

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten Wichtige Einzelberge sind, von Nord nach Süd (Höhen je über NHN):

Gebiet Bergname Höhe Bemerkungen Geokoordinaten
Nordteil Berg der Wasserleite Vorlage:Höhe nordöstlich Siegelbachs (Westflanke) Vorlage:Coordinate
Nordteil Siegelbacher Wasserleite Vorlage:Höhe zwischen Arnstadt und Siegelbach Vorlage:Coordinate
Nordteil Kuhberg Vorlage:Höhe bei Dannheim (Ostrand) Vorlage:Coordinate
Nordteil Haselkoppe Vorlage:Höhe nördlich Reinsfelds (zentral an der Verzweigungsstelle) Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Strubbelsberg Vorlage:Höhe südlich von Plaue Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Reinsburg Vorlage:Höhe südwestlich Reinsfelds und deutlich südöstlich Plaues; Burgruine (Ostflanke) Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Kleinbreitenbacher Berg Vorlage:Höhe etwa 1,5 km nordöstlich von Kleinbreitenbach Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Halskappe Vorlage:Höhe südwestlich Schmerfelds und nordwestlich Heydas (Ostflanke) Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Heydaer Berg Vorlage:Höhe westlich von Heyda, zwischen Halskappe und Veronikaberg Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Veronikaberg Vorlage:Höhe nordöstlich Martinrodas (äußerster Süden) Vorlage:Coordinate
Südwestlicher Hauptarm Kahler Berg Vorlage:Höhe zwischen Neusiß und Schmerfeld Vorlage:Coordinate
Südostabzweig und
-ausläufer
Gottlobsberg Vorlage:Höhe zwischen Branchewinda (nordöstlich) und Kettmannshausen (südwestlich) Vorlage:Coordinate
Südostabzweig und
-ausläufer
Willinger Berg<ref name="Willinger">Der Willinger Berg wurde vom Handbuch zur Buntsandstein-Einheit Paulinzellaer Vorland gerechnet, von TLUG Jena jedoch zur Ilm-Saale- und Ohrdrufer Platte. Geologisch steht er eindeutig auf Muschelkalk.</ref> Vorlage:Höhe südwestlich Oberwillingens Vorlage:Coordinate
Südostabzweig und
-ausläufer
Singener Berg<ref name="Singener">Der Singener Berg wird oft der Ilm-Saale-Platte zugerechnet, da er rechts der Ilm liegt. Allerdings liegt er südwestlich der Eichenberg–Gotha–Saalfelder Störungszone; überdies ist sein Muschelkalk zu fast 360° vom Buntsandstein des Paulinzellaer Vorlandes umgeben und durch eine Senke von der eigentlichen Ilm-Saale-Platte getrennt.</ref> Vorlage:Höhe nordwestlich Singens Vorlage:Coordinate

für weitere Berge in Thüringen siehe Liste von Bergen und Erhebungen in Thüringen

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Commonscat