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Regulus (Chemie)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Regulus (von lateinisch regulus „kleiner König“) bezeichnet man (veraltet) einen aus Metallverbindungen (z. B. Oxiden, Sulfiden) unter Schlacke oder Flussmitteln bei hoher Temperatur meist durch Reduktion erschmolzenen, unregelmäßig geformten Rohmetallklumpen.<ref name="ABC Chemie">Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1965, S. 1195.</ref> Dieser kann dann weiterer Bearbeitung zugeführt werden.

Zugleich ist Regulus auch die Bezeichnung für gediegenes Metall im Gegensatz zu vererztem Metall.<ref name=Römpp>Otto-Albrecht Neumüller (Hrsg.): Römpps Chemie-Lexikon. Band 5: Pl–S. 8. neubearbeitete und erweiterte Auflage. Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-04515-3, S. 3541.</ref> In der alten Scheidekunst wurde derart von aller Verunreinigung befreites Metall als regulinisch bezeichnet, entsprechend nannte man den Spießglanz Regulus antimonii, das reine Magnesium Regulus magnesii usw.<ref>Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Bd. 121, 1812, S. 660.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Ruth Küfer u. a.: Großes Fremdwörterbuch. VEB Bibliographisches Institut Leipzig 1977.

Einzelnachweise

<references />