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Reexport

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Reexport (oder Wiederausfuhr) wird im Außenhandel der Export von zuvor importierten Gütern bezeichnet.<ref>Ute Arentzen/Eggert Winter, Gabler Wirtschafts-Lexikon, Band 4, 1997, S. 4384</ref> Pendant ist der Reimport.

Allgemeines

Der Außenhandel besteht aus Export, Import, Transithandel und Lohnveredelung. Reexport und Reimport sind Varianten von Ex- und Import, so dass der Reexport ein Export und der Reimport ein Import ist. Die passive Lohnveredelung ist ein Export, die aktive Lohnveredelung entsprechend ein Import.<ref>Reinhard Fresow, Industriefachwirte: Die Zusammenfassung, 2023, S. 160</ref>

Ursachen

Für Reexporte gibt es zwei wesentliche Ursachen.

Hauptgrund für Reexporte ist die Weiterverarbeitung von Gütern durch aktive Lohnveredelung ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}). Weiterverarbeitung ist die Bearbeitung, Verarbeitung oder Ausbesserung von Gütern durch einen Auftragnehmer.<ref>Adam Reining, Lexikon der Außenwirtschaft, 2003, S. 9</ref> Die aktive Lohnveredelung ist ein Import und führt nach Weiterverarbeitung zu einem Reexport.<ref>Reinhard Fresow, Industriefachwirte: Die Zusammenfassung, 2023, S. 160</ref>

Fertigerzeugnisse, die keiner Weiterverarbeitung bedürfen, können wegen internationaler Preisdifferenzierungen reexportiert werden.<ref>Ludwig G. Poth/Marcus Pradel/Gudrun S. Poth, Gabler Kompakt-Lexikon Marketing, 2003, S. 432</ref> Zu diesem Zweck wird ein mit einem niedrigen Preisniveau importiertes Gut mit diesem Preisniveau auf dem heimischen Markt mit unveränderter Produktqualität verkauft oder in ein anderes Land zu einem höheren Preis exportiert.

Übersicht

Je nachdem, wo die Weiterverarbeitung eine Produkts erfolgt, wird unterschieden:

Art Weiterverarbeitung
erfolgt im…
danach erfolgt ein… Verbuchung in
der Handelsbilanz
aktive Lohnveredelung Inland Reexport ins Ausland Import
passive Lohnveredelung Ausland Reimport ins Inland Export

In der Handelsbilanz erscheint der im Inland hergestellte Produktionswert.

Beispiel

Die deutsche Pharmaindustrie verkauft viele Arzneimittel im Ausland preiswerter als im Inland (räumliche Preisdifferenzierung). Aus Sicht des Auslands kann eine Gewinnchance genutzt werden, wenn diese Arzneimittel zuzüglich Gewinnmarge immer noch mit einem günstigeren Preis nach Deutschland reexportiert werden.

Literatur

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Einzelnachweise

<references />