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Real Academia Española

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Sitz der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) in Madrid

Die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />reˈal akaˈðemja espaˈɲola] („Königlich Spanische Akademie“) ist die maßgebliche Institution für die Pflege der spanischen Sprache. Sie wurde 1713 gegründet und gibt mehrere Wörterbücher, eine Grammatik und ein orthographisches Regelbuch und wichtige Quellen der spanischen Sprachgeschichte heraus. Ihre Vorgaben sind im Schulunterricht und Behördengebrauch Spaniens und Spanischamerikas verbindlich. In der Umgangssprache wird sie häufig {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Königliche Akademie der Sprache“) mit oder ohne den Zusatz {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder la RAE („die RAE“) genannt.<ref>Alonso Zamora Vicente: La Real Academia Española. Espasa Calpe, Madrid 1999, ISBN 84-239-9185-7, S. 33.</ref>

Vorbilder und Gründung

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Juan Manuel Fernández Pacheco, Marqués von Villena (um 1700)

Am 3. August 1713<ref name="Vicente26">Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 26.</ref><ref>Pedro Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. Trea, Gijón 2011, ISBN 978-84-9704-512-4, S. 18.</ref><ref name="elpais">Victor Núñez Jaime: Entramos en la casa de las palabras. In: El país semanal, 28. Februar 2013.</ref> traf sich im Haus des Marqués von Villena zu Madrid eine Gruppe von Gelehrten, die es als Schande empfanden,<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 334. In der Historia de la Real Academia Española. In: Diccionario de la lengua castellana. Band 1, Madrid 1726, S. xi, heißt es: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) heißt „Schamröte“)</ref> dass es für die spanische Sprache bislang kein Wörterbuch gab (tatsächlich hatte Covarrubias ein Jahrhundert zuvor das erste einsprachige Wörterbuch veröffentlicht<ref>Sebastián de Covarrubias Orozco: Tesoro de la lengua castellana, o española […]. Madrid 1611.</ref>). Ihre Vorbilder für die Gründung einer Akademie waren die Accademia della Crusca zu Florenz sowie die Académie Française zu Paris. In Florenz hatte 1580 ein Freundeskreis mit der Arbeit an einem italienischen Wörterbuch begonnen. Das {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) basierte auf dem Wortschatz von Dante, Petrarca und Boccaccio, den die Wörterbuchmacher als Höhepunkt der italienischen Sprache empfanden, erweitert um einige moderne Schriftsteller. Es war erstmals 1612 und in einer stark erweiterten, dritten Auflage zuletzt 1691 erschienen. In Frankreich hatte sich unter der Protektion von Kardinal Richelieu 1634 die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) gebildet. Zu ihren Aufgaben gehörte die Erstellung eines Wörterbuchs, einer Grammatik, einer Rhetorik und einer Poetik des Französischen. Ihr Wörterbuch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) war allerdings erst 1694 – nach 60 Jahren – erschienen, und erst mit der zweiten Auflage von 1718 wurde hier die alphabetische Reihenfolge eingeführt.

In Analogie zur {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) nannten die Gründer ihre spanische Gelehrtengesellschaft {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).<ref name="Mirande21">Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 21.</ref> Sie erbaten den Schutz von König Philipp V., ohne weitere Ansprüche zu stellen. Der König gewährte ihn im folgenden Jahr – am 3. Oktober 1714<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 28.</ref> –, seitdem darf sie sich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Königliche Spanische Akademie“) nennen.

Wörterbücher

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Titelblatt der ersten Auflage des {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (1726)

Nach dem Tod des Dichters Calderón de la Barca (1600–1681) machte die spanische Sprache eine Schwächeperiode durch. Ein Wörterbuch galt den Gründern der Akademie als Mittel der Regeneration.<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 333.</ref> Die dahinter stehende Vorstellung war, dass Sprachen genauso wie Organismen eine Jugend, ein reifes Zeitalter und eine Zeit des Verfalls durchlaufen. Um diesen Verfall aufzuhalten, galt es, den besten Sprachgebrauch aus der Reifezeit der Sprache zu fixieren ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref>Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 22.</ref> Nach bereits dreizehn Jahren veröffentlichte die Akademie 1726 den ersten Band des {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Kastilisch“ bedeutet in diesem Kontext so viel wie „Spanisch“); nach weiteren dreizehn Jahren schloss sie die Arbeit 1739 mit dem sechsten Band ab.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 369 f.</ref> Das Werk ist als Diccionario de Autoridades bekannt, weil nach dem italienischen Vorbild jeder Eintrag mit einem Zitat aus der Literatur – einer „Autorität“ – belegt worden war.<ref name="Mirande21" /> Der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) war zu seiner Zeit das weltweit modernste Wörterbuch, weil es in der Praxis einen deskriptiven Ansatz verfolgte (siehe unten: Selbstverständnis).<ref name="Mirande18">Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 18 f.</ref> Es ging über den Wortschatz einer Region hinaus: Das italienische Wörterbuch hatte sich auf den Florentiner Wortschatz beschränkt, das französische Pendant auf die Region von Paris. Das spanische Wörterbuch enthielt hingegen neben dem literarischen Wortschatz auch Begriffe aus der Umgangssprache, aus den Provinzen und sogar aus der Gaunersprache ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 334.</ref><ref>Ausführlich dazu Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 21–25.</ref> Selbst einige Amerikanismen, also Wörter aus dem Wortschatz der Spanisch sprechenden Ländern Amerikas, tauchten hier schon auf.<ref>Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 23.</ref>

1770 versuchte die Akademie, eine überarbeitete Fassung des {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) herauszubringen, von der aber nicht mehr als ein erster Band herausgekommen ist.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). 2. korrigierte und erweiterte Auflage. Band 1: A–B. Gedruckt von Joachin Ibarra, Madrid 1770.</ref> Stattdessen erschien 1780 ein {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) in einem zwar gut handhabbaren einzigen Band, dem jedoch die Belege fehlten.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Gedruckt von Joaquín Ibarra, Madrid 1780.</ref> Diese Kurzfassung ist unter dem Kurztitel Diccionario de la lengua española zum eigentlichen Wörterbuch der Akademie geworden; es wird häufig auch kurz {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt. Dieses „gewöhnliche Wörterbuch“ hat nicht den Anspruch, jedes in der spanischen Sprache vorkommende Wort nachzuweisen.

Seitdem ist die Aufgabe, ein historisches Wörterbuch herauszubringen, eine immer wieder geforderte und bisher nicht vollendete Aufgabe der Akademie geblieben. Dieser {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) soll die Geschichte jedes im Spanischen vorkommenden Wortes von seinem ersten Beleg bis zu seinem letzten Erscheinen dokumentieren. Die Akademie begann die Arbeit 1914 und veröffentlichte bis zum Bürgerkrieg zwei Bände 1933/36, die von A bis CE reichen.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Band 1: A, Band 2: B–Cevilla, Academia Española, Madrid 1933/1936.</ref> Die bereits fertig gedruckten Bücher verbrannten bei einem Bombenangriff im Herbst 1936. Nach dem Krieg wurde beschlossen, die Arbeit neu anzufangen und ein Wörterbuch herauszubringen, das selbst das Oxford English Dictionary übertreffen würde. Die Arbeit begann 1947, der erste Faszikel wurde 1960 herausgebracht, und in sehr langsamer Erscheinungsfolge erscheinen seitdem die weiteren Faszikel.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Real Academia Española, Madrid 1972 …</ref> Das historische Wörterbuch beruht auf einem Korpus von 52 Millionen Wörtern und soll bei seiner Fertigstellung 170.000 Einträge umfassen.<ref name="elpais" /> Spanisch ist damit die einzige europäische Sprache von Weltrang, für die bisher kein historisches Wörterbuch vorliegt, das vergleichbar wäre mit dem {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für das Englische, mit dem Grimmschen Wörterbuch für das Deutsche, mit dem {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) für das Französische<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Le Robert, Paris 1992.</ref> oder auch mit dem Diccionari català-valencià-balear für das Katalanische.<ref>Antoni Ma. Alcover und Francesc de B. Moll: Diccionari català-valencià-balear. 10 Bände. Palma de Mallorca 1962–1968.</ref> Das einzige Konkurrenzunternehmen, das sich allerdings in der Wortauswahl beschränkt, ist der Diccionario de construcción y régimen de la lengua castellana des Kolumbianers Rufino José Cuervo.<ref>Rufino José Cuervo: Diccionario de construcción y régimen de la lengua castellana. Band 1: A–B. Paris 1886; Band 2: C–D. Paris 1893; alle 8 Bände: A–Z. Instituto Caro y Cuervo, Bogotá 1994.</ref>

1927 veröffentlichte die Akademie zusätzlich einen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value),<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 1927.</ref> in dem Wörter untergebracht wurden, die aus verschiedenen Gründen noch nicht für das Akademie-Wörterbuch in Frage kamen: sei es wegen ihrer fremdsprachlichen Herkunft oder, weil sie zu neu waren, um abschätzen zu können, ob sie sich im spanischen Wortschatz halten würden. Dieses mehr auf Normalverbraucher zugeschnittene Wörterbuch wurde zuletzt 1989 neu aufgelegt. Geplant ist für 2015 – nach dem Vorbild des Oxforder Wörterbuchs – ein Mikro-Wörterbuch mit 22.000 Einträgen.<ref name="elpais" />

Selbstverständnis: „reinigt, legt fest und verleiht Glanz“

Wappen
Wappen

1715 wurden die Statuten publiziert, ein Siegel, das einen Schmelztiegel im Feuer zeigt, sowie das Motto {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („reinigt, legt fest und verleiht Glanz“) bestimmt.<ref name="Vicente26" /> Dieses Motto suggeriert, dass die Akademie nach französischem Vorbild ein normatives oder präskriptives Selbstverständnis vertritt, also vorschreiben will, was guter Sprachgebrauch ist. Der Sprachwissenschaftler Álvarez de Miranda hat jedoch darauf hingewiesen, dass die Akademie von Anfang an in der Praxis einen erstaunlich modernen, nämlich deskriptiven Zugang gewählt hat.<ref name="Mirande18" /> Auf der Basis einer Textsammlung wurde erfasst, welche Wörter im Spanischen im Gebrauch waren, und diese wurden ins Wörterbuch aufgenommen. Auch wenn die Akademie insoweit Wertungen vornahm, als sie einzelne Wörter als „vulgär“ oder „niedrig“ bezeichnete (heute würde hier der Vermerk „umgangssprachlich“ stehen), wurden diese Wörter – anders als etwa in Frankreich üblich – aufgeführt, sodass sich die Benutzer selbst für oder gegen deren Verwendung entscheiden konnten.<ref>Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 31.</ref> Lediglich „unanständige“ Wörter (voces indecentes) und Eigennamen wurden nicht erfasst.<ref>Haensch: Spanische Lexikographie …, S. 1743.</ref>

Das Akademie-Wörterbuch ist beinahe 300 Jahre lang der Maßstab für Wörterbücher der spanischen Sprache geblieben. Im 18. Jahrhundert war das einzige Konkurrenzwerk der Diccionario castellano von Esteban Terreros,<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). 4 Bände. Gedruckt von der Witwe von Ibarra, Söhne und Kompagnie, Madrid 1786–1793.</ref> ein heikles Unterfangen, da die Verfasser Jesuiten waren, die 1773 aus Spanien ausgewiesen worden waren.<ref>Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 55–87.</ref> Im 19. Jahrhundert erschienen ausschließlich Bearbeitungen oder Raubdrucke des Akademie-Wörterbuchs, meist verbunden mit einem Vorwort, in dem die Akademie für ihre angeblich schlechte Arbeit beschimpft wurde. Bemerkenswert ist jedoch das Wörterbuch, das Vicente Salvá 1846 in Paris herausgab.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Paris 1846.</ref> Zwar ging auch er vom Akademie-Wörterbuch aus, das er jedoch sorgfältig überarbeitet und erweitert hatte. Sein Wörterbuch war vor allem für den amerikanischen Markt bestimmt.<ref>Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 89–118.</ref> Selbst María Moliner, die 1966/67 ein vielbeachtetes und -gerühmtes Wörterbuch herausbrachte,<ref name="moliner">María Moliner: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). 2 Bände. Gredos, Madrid 1966/67.</ref> hatte es noch auf der Grundlage des Akademie-Wörterbuchs erarbeitet. Erst 1999 erschien unabhängig von der Akademie ein großes spanisches Wörterbuch, der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) unter der Leitung von Manuel Seco,<ref>Manuel Seco, Olimpia Andrés und Gabino Ramos: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). 2 Bände. Aguilar, Madrid 1999.</ref> das es in jeder Hinsicht mit dem Akademie-Wörterbuch aufnehmen konnte. Es war völlig neu auf der Grundlage eines Textkorpus erarbeitet worden, das zu 70 Prozent auf Zeitungen und Zeitschriften, zu 25 Prozent auf Büchern nicht nur belletristischer Art und zu 5 Prozent auf Katalogen, Broschüren, Prospekten etc. beruhte. Damit war zum ersten Mal ein deskriptives, mit Belegen arbeitendes Wörterbuch der spanischen Sprache verwirklicht, das im Ergebnis stark vom Akademie-Wörterbuch abweicht.<ref>Álvarez de Miranda: Los diccionarios del español moderno. …, S. 151–163.</ref> Ironischerweise ist der Verfasser des bisher ernsthaftesten Konkurrenzunternehmens zum Akademie-Wörterbuch, Manuel Seco, selbst Mitglied der Akademie.

Grammatik, Rechtschreibung und Quelleneditionen

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Titelblatt des ersten Regelwerks zur spanischen Rechtschreibung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) von 1741

Die Statuten der Akademie sahen auch die Herausgabe einer Grammatik, einer Poetik und einer Geschichte der spanischen Sprache vor.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 36.</ref> Jedoch stellte sich zunächst ein anderes Problem als vordringlich heraus: die Reform der Rechtschreibung. Sie hatte sich im 13. Jahrhundert herausgebildet, ohne an die seither veränderte Aussprache angepasst worden zu sein. Bereits mit dem {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) begann die Akademie, die Rechtschreibung zu vereinheitlichen. 1741 brachte sie ein erstes Regelwerk – die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – heraus,<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Real Academia Española, Madrid 1741.</ref> die Reform wurde aber erst mit der achten Auflage von 1815 abgeschlossen. Dank dieser Arbeit ist das Schriftbild des Spanischen viel näher an der Aussprache geblieben als etwa im Französischen oder Englischen.<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 335.</ref> 1844 wurde die Rechtschreibung der Königlichen Akademie für verbindlich im spanischen Schulunterricht erklärt;<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). 1844.</ref> die Spanisch sprechenden Staaten Amerikas schlossen sich im Laufe der Jahre (zuletzt Chile 1927) an. Die Rechtschreibung wird fortlaufend reformiert, so zuletzt 2000 und 2010. Zum Beispiel darf seitdem der Buchstabe „y“ nicht nur {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), sondern auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt werden; ein Wort wie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) trägt grundsätzlich kein Akzentzeichen mehr.<ref name="elpais" />

Datei:Gramática de la lengua castellana.jpg
Titelblatt der ersten Grammatik der Königlichen Akademie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) von 1771

Die erste Grammatik der spanischen Sprache war 1492 von Antonio de Nebrija verfasst worden.<ref>Nebrija: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).</ref> Die Königliche Akademie veröffentlichte ihre erste Grammatik 1771,<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Gedruckt von Joachin de Ibarra, Madrid 1771.</ref> blieb aber weit hinter dem Standard zurück, den sie mit ihrem Wörterbuch und der Rechtschreibung gesetzt hatte.<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 335 f.</ref> Die Grammatik wurde in der Fassung von 1796 ohne Änderungen bis 1854 nachgedruckt.<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 337.</ref> Im 19. Jahrhundert trat vor allem der Venezolaner Andrés Bello – korrespondierendes Mitglied der Akademie – mit seinen Arbeiten zur spanischen Grammatik hervor. 1917 und 1924 wurde die Grammatik der Königlichen Akademie stärker überarbeitet, aber schließlich wurde deutlich, dass sie komplett neu geschrieben werden müsse. Diese Aufgabe wurde mit dem {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Entwurf zu einer neuen Grammatik“) von Salvador Fernández Ramirez und Samuel Gili Gaya 1973 vorbereitet, der Phonologie und Morphologie der spanischen Sprache auf eine neue Grundlage stellte.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Espasa Calpe, Madrid 1973.</ref> Die neue Grammatik wurde schließlich ab 2009 veröffentlicht.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). 3 Bände. Espasa, Madrid 2009–2011.</ref> Nach Aussage des gegenwärtigen Direktors der Akademie, José Manuel Blecua, bleibt aber die Aufgabe, Wörterbuch, Rechtschreibung und Grammatik miteinander zu harmonisieren.<ref name="elpais" />

Datei:Casa Museo de Lope de Vega. Estudio (02).jpg
Die Akademie unterhält auch in Madrid das 1935 eröffnete Museum Casa Museo Lope de Vega in dem Haus, in dem Lope de Vega lebte und starb.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 534–545.</ref>

Zu den Aufgaben der Akademie gehört auch die Herausgabe bedeutender Werke der spanischen Sprachgeschichte, angefangen 1780 mit einer Prachtausgabe des Quijote in vier Bänden. Die Werke Cervantes’ sind seitdem durch die Akademie immer wieder neu aufgelegt worden.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 382–385.</ref> Nachdem im Jahr der Befreiung von der französischen Herrschaft 1815 der Fuero Juzgo – eine Gesetzessammlung von 1241 unter Ferdinand III., die letztlich auf die Westgoten zurückgeht – erschienen war, zeigte die Akademie jahrzehntelang auf dem Gebiet der Quellenedition keine Aktivität mehr. Erst ab 1890 veröffentlichte sie in 15 großen Bänden, die auch eine Biografie enthalten, die Theaterstücke von Lope de Vega. Große Resonanz in Südamerika fand die Anthologie hispanoamerikanischer Dichter in vier Bänden, die zwischen 1893 und 1895 herauskam. Es folgten im 20. Jahrhundert zahlreiche weitere Editionen wie die große Studienausgabe des Cantar de Mio Cid – dem Heldenepos aus der Zeit um 1200, das als die erste spanische Dichtung gilt – oder die Faksimile-Ausgabe des Libro de buen amor von 1330.

Die Arbeitsweise der Akademie

Mit seinem Privileg von 1714 hatte der König die Zahl der Akademiker auf 24 festgesetzt.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 28.</ref> Unter ihnen befanden sich Aristokraten, Ritter militärischer Orden, Höflinge und hochrangige Kleriker.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 29 und 31.</ref> Schon dank ihrer Entstehungsgeschichte unterhielt die Akademie enge Beziehungen zum Hof, seit 1723 wurde sie auch staatlich subventioniert. Damals räumte ihr Philipp V. erstmals 60.000 Reales aus der Tabaksteuer ein, um die Druckkosten des Wörterbuchs zu finanzieren.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 40.</ref>

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Akademiesitzung 1872: Der äußere Rahmen hat sich seitdem kaum verändert.

In der Zeit der französischen Herrschaft zwischen 1808 und 1814 stellte die Akademie ihre Arbeit nahezu ein.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 451.</ref> Aber auch nach der Befreiung erholte sie sich unter der Regierung von Ferdinand VII. (1814–1833) nur langsam: Zahlreiche Sitze blieben unbesetzt, die Akademie hatte Schwierigkeiten, eine neue Ausgabe des Wörterbuchs zu finanzieren.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 37.</ref> Die vergleichsweise schwache Leistung der Akademie in diesem Jahrhundert hängt – außer mit den politischen Gründen – laut Rafael Lapesa aber auch damit zusammen, dass die Akademiker wenig Neigung zur Gemeinschaftsarbeit zeigten und lieber ihre eigenen Projekte verfolgten.<ref>Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 337.</ref> In dieser Zeit wandelte sich die Real Academia Española von einer Gelehrtengesellschaft zu einer Akademie, deren Mitglieder die Elite der spanischen Literatur repräsentieren. Aber auch herausragende Spanier ohne Bezug zur Literatur oder Lexikografie wurden mit einem Sitz in der Akademie geehrt: Ein Beispiel ist der spätere Nobelpreisträger für Medizin, Santiago Ramón y Cajal, der 1905 in die Akademie gewählt wurde, sich aber nie an deren Arbeit beteiligte.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 158 f.</ref>

1848 erhielt die Akademie neue Statuten: Die Zahl der Mitglieder wurde von 24 auf 36 erhöht, leerstehende Sitze mussten innerhalb von zwei Monaten neu besetzt werden. Erstmals wurden Kommissionen für Wörterbuch, Grammatik, Rechtschreibung usw. eingerichtet, in denen bis heute die eigentliche Arbeit geleistet wird. Die Akademiker erhielten das Recht, verbotene Bücher zu erwerben und zu lesen. Auch wurde festgelegt, dass sich die Akademie nie über die Qualität literarischer Werke, Gedichte usw. äußert, es sei denn, sie wäre ausdrücklich von der Krone dazu aufgefordert worden.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 38 f.</ref> Die Statuten sind seitdem noch mehrfach überarbeitet und um eine Geschäftsordnung ergänzt worden. Für das historische Wörterbuch (Diccionario histórico de la lengua española) wurde 1947 erstmals bei der Akademie ein Lexikografisches Seminar<ref>Seminario de Lexicografía</ref> eingerichtet, das vom Staat finanziert wird, und damit die Arbeit in die Hände von hauptamtlichen Linguisten gelegt. Ausländische Hispanisten werden als korrespondierende Mitglieder einbezogen. Die traditionell starke deutsche Hispanistik war und ist – angefangen 1868 mit Adolf Friedrich von Schack<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 328.</ref> – auf diese Weise eingebunden. Heute hat die Akademie 46 Mitglieder, die so genannten „Akademiker“. Ihre Stühle sind mit den Groß- und Kleinbuchstaben des Alphabets versehen, sie werden – für deutsche Ohren etwas missverständlich – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt. Um aufgenommen zu werden, muss zunächst ein Akademiker sterben. In geheimer Abstimmung wählen die Kollegen dann den Nachfolger.

Datei:María Isidra de Guzmán y de la Cerda.jpg
Die erste Frau an der Akademie – María Isidra de Guzmán y de la Cerda – hat nur wenig Spuren hinterlassen.

1784 wurde als erste Frau María Isidra de Guzmán y la Cerda – vermutlich auf Druck des Hofs – zwar nicht als reguläres Mitglied, aber doch als Ehrenmitglied aufgenommen. Über die damals 17-Jährige ist wenig bekannt; lediglich in der dritten Auflage des Diccionario wird sie einmal erwähnt. Sie scheint ihre Mitarbeit eingestellt zu haben, nachdem sie als Marquesa von Guadalcázar nach Córdoba gezogen war.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 485 f.</ref> Es hätte also einen Präzedenzfall gegeben, als 1853 die angesehene Schriftstellerin Gertrudis Gómez de Avellaneda die Aufnahme beantragte. In geheimer Abstimmung beschlossen aus diesem Anlass die Akademiker mit 14 zu 6 Stimmen, grundsätzlich keine Frauen zuzulassen.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 488 f.</ref> Anfang des 20. Jahrhunderts bemühten sich wieder Frauen um Aufnahme in der Akademie: 1912 Emilia Pardo Bazán, 1928 Blanca de los Ríos, beide Schriftstellerinnen wurden abgelehnt.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 490–495.</ref> Viel Aufsehen erregte 1972 die Ablehnung der Lexikografin María Moliner, die auf der Grundlage des Akademie-Wörterbuchs ein originelles und erfolgreiches eigenes Wörterbuch erarbeitet hatte.<ref name="moliner" /> Erst 1978 wurde – nach nahezu zwei Jahrhunderten – wieder eine Frau, die Schriftstellerin Carmen Conde, aufgenommen.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 497.</ref> Die anderen beiden Kandidaten für ihren Sitz waren ebenfalls Frauen, sodass der Akademie auch nichts anderes übrig geblieben wäre.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 499.</ref> Im Jahr 2013 gibt es sechs Akademikerinnen.

Die wichtigste Aufgabe der Akademie bleibt die Überarbeitung des gewöhnlichen Wörterbuchs. Es ist berüchtigt dafür, dass einmal aufgenommene Definitionen so lange stehen bleiben, bis sie nur noch komisch wirken. So definierte die 19. Auflage von 1970 „küssen“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) noch immer als „einen Gegenstand zum Zeichen der Liebe, Freundschaft oder Verehrung mit den Lippen berühren, wobei sich die Lippen sanft zusammen- und auseinanderziehen“.<ref>zitiert nach Lapesa: La Real Academia Española. …, S. 341: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).</ref> Diese Definition ging in wenig veränderter Form auf den {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) von 1726 zurück. Die Vorbereitung einer neuen Auflage wurde bis 1970 immer ein bis zwei Akademikern übertragen; erst seitdem arbeitet eine Gruppe von Linguisten kontinuierlich am Wörterbuch. Für Fachvokabular sind 14 Kommissionen eingerichtet und zahlreiche Spezialisten an die Akademie berufen worden.

Datei:Salon principal de la RAE.JPG
Vortragssaal der Königlichen Akademie

Ursprünglich hatte die Akademie ihren Sitz im Haus ihres Gründers, des Marqués de Villena; nach seinem Tod trafen sich die Mitglieder in verschiedenen anderen Häusern. 1894 bezog die Akademie ihr heutiges Gebäude: Das Baugelände war von der Krone gestiftet worden, die Baukosten hatten zwei Millionen Peseten betragen. Heute stellt es mit seiner imposanten Front, der erlesenen Ausstattung, der Lage in der Nähe von Prado und der Klosterkirche von San Jerónimo el Real ein repräsentatives Bauwerk Madrids dar.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 53.</ref> Die Bibliothek umfasst 250.000 Bände, aber auch mehr als 2000 Manuskripte von Schriftstellern wie Lope de Vega und Pablo Neruda. Außerdem beherbergt das Gebäude einen prächtig ausgemalten Vortragssaal, das Lexikografische Seminar, und weitere Räume für die verschiedenen Kommissionen. Bekannt in der spanischen Öffentlichkeit ist der große, ovale Tisch des Plenarsaals, an dem sich die Akademiker zu ihren Sitzungen versammeln.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 55.</ref>

Die Akademiker treffen sich Donnerstagabends um halb acht zu ihren Plenarsitzungen. Hier können neue Wörter oder neue Wortbedeutungen für die Aufnahme ins Wörterbuch vorgeschlagen und diskutiert werden. Bevor ein neuer Eintrag endgültig aufgenommen wird, werden fünf Jahre abgewartet, um zu sehen, ob sich der Gebrauch des Wortes stabilisiert hat. Das Wort wird von Linguisten der Akademie geprüft, zur Kommentierung an die Kollegen aus den lateinamerikanischen Akademien geschickt, und schließlich wird ein Entwurf für den Eintrag geschrieben, der zuletzt im Plenum gutgeheißen wird. Die Sitzung endet pünktlich um halb neun.<ref name="elpais" />

Die lexikografische Arbeit hat sich durch die Informationstechnik verändert. Seit 1995 wurden zwei Datenbanken aufgebaut. Das {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) enthält 200 Millionen Einträge, die eine repräsentative Stichprobe des zeitgenössischen Spanisch seit 1975 darstellen sollen. Hierfür wurden auch mündliche Äußerungen sowie Proben aus den Spanisch sprechenden Ländern Amerikas berücksichtigt. Vorbilder sind die britischen Datenbankprojekte {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und British National Corpus. Im {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) werden historische Texte von den Anfängen der spanischen Sprache bis 1974 erfasst. Diese Datenbank bildet die Arbeitsgrundlage für das historische Wörterbuch.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 573–575.</ref> 1995 erschien erstmals eine Ausgabe des Akademie-Wörterbuchs auf CD-ROM.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 374.</ref> Zwischen 2001 und 2013 wurde das inzwischen online verfügbare Wörterbuch fünfmal aktualisiert.

2014 erschien die 23. Auflage auf Papier, und der Sekretär der Akademie, Dario Villanueva, glaubt nicht, dass sie die letzte sein werde.<ref name="elpais" /> Anfragen zu Zweifelsfällen der spanischen Sprache können an die Abteilung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – inzwischen auch über Twitter<ref>@RAEinforma</ref> – gestellt werden. Der Haushalt beläuft sich auf 7,6 Millionen Euro im Jahr,<ref>Stand: 2013</ref> von denen 1,9 Millionen vom Staat kommen. Der Rest stammt aus den Einnahmen des Bücherverkaufs sowie aus Spenden.<ref name="elpais" />

Künstliche Intelligenz

LEIA (Lengua Española e Inteligencia Artificial) ist ein Projekt der RAE, mithilfe dessen die spanischen Sprache im digitalen Raum und insbesondere im Bereich der künstlichen Intelligenz gesichert und gefördert werden soll. Ziel des Projekts ist es, die korrekte Verwendung des Spanischen in technologischen Anwendungen zu gewährleisten und zugleich KI-gestützte Werkzeuge zur Sprachpflege zu entwickeln. Das Projekt wurde 2019 vorgestellt und wird von der RAE gemeinsam mit Partnern kontinuierlich weiterentwickelt. Zu den frühen Partnern gehörten Technologieunternehmen wie Telefónica, Google, Microsoft, Amazon, Meta Platforms und X Corp. Ziel der Kooperationen ist es, sprachliche Standards in digitalen Diensten wie Suchmaschinen, Sprachassistenten, Chatbots und sozialen Netzwerken zu fördern.<ref>Lengua Española e Inteligencia Artificial (LEIA). 22. Dezember 2025, abgerufen am 27. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

LEIA verfolgt zwei zentrale Ansätze: Einerseits soll die spanische Sprache in maschinellen Systemen normgerecht verwendet werden, andererseits sollen KI-basierte Anwendungen Menschen beim korrekten Sprachgebrauch unterstützen. Dazu gehören Werkzeuge zur Rechtschreib-, Grammatik- und Wortprüfung sowie Systeme zur Beantwortung sprachlicher Fragen. Das Projekt richtet sich somit sowohl an Muttersprachler, als auch an Lernende.<ref>Lengua Española e Inteligencia Artificial (LEIA). 22. Dezember 2025, abgerufen am 27. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 2022 befindet sich das Projekt in einer zweiten Entwicklungsphase, in deren Rahmen die RAE unter anderem an einem digitalen Beobachtungssystem für Neologismen, Fachbegriffe und regionale Sprachvarianten, an sprachlichen Korpora verschiedener spanischer Akzente sowie an barrierefreien Sprachtechnologien arbeitet. Die Ergebnisse sollen öffentlich über eine frei zugängliche Plattform auf der Website der RAE verfügbar gemacht werden.<ref>Lengua Española e Inteligencia Artificial (LEIA). 22. Dezember 2025, abgerufen am 27. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

LEIA wird durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen von NextGenerationEU sowie durch das spanische Ministerium für digitale Transformation finanziert.<ref>Lengua Española e Inteligencia Artificial (LEIA). 22. Dezember 2025, abgerufen am 27. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Beziehungen nach Lateinamerika

Datei:Países con Academia de la Lengua Española.svg
Länder mit einer Akademie für Spanische Sprache

In Lateinamerika beschäftigten sich schon Mitte des 19. Jahrhunderts – etwa in Kolumbien, Venezuela oder Argentinien – Linguisten mit der spanischen Sprache. Die Real Academia Española hatte eine Schrittmacherrolle bei der Gründung entsprechender nationaler Akademien in Südamerika, indem sie zunächst einzelne südamerikanische Persönlichkeiten zu korrespondierenden Mitgliedern ernannte und sie dann aufforderte, nach Mitstreitern zu suchen. Als erstes wurde 1871 in Kolumbien eine Akademie gegründet, schnell folgten bis 1887 Akademien in Ecuador, Mexiko, El Salvador, Venezuela, Chile, Peru und Guatemala. Acht weitere Akademien entstanden zwischen 1922 und 1949, außerdem 1924 eine Akademie auf den Philippinen, 1955 in Puerto Rico und 1973 für Nordamerika. Lediglich die argentinische und die uruguayische Akademie sind unabhängig von der Real Academia entstanden, auch wenn sie gute Beziehungen zu ihr pflegen. Beispiele sind die:

1952 wurde in Mexiko der erste Kongress der Akademien für spanische Sprache<ref>Congreso de Academias de la Lengua Española</ref> abgehalten, der seitdem in Abständen von vier Jahren zusammentritt. Auf dem Kongress in Bogotá wurde 1960 die „Gesellschaft der Akademien für spanische Sprache“ gegründet, die seit 1965 ihren Sitz in Madrid hat. Die Zusammenarbeit wurde mit dem „Internationalen Kongress für Spanische Sprache“<ref>Congreso Internacional de la Lengua Española</ref> auf der Weltausstellung 1992 in Sevilla auf eine neue Grundlage gestellt. Eine Konsequenz ist, dass die Akademie sich an der Aktualisierung des „Wörterbuchs der Amerikanismen“<ref>Diccionario de americanismos. Santillana, Madrid 2010.</ref> beteiligt.

Sämtliche Einträge im Akademie-Wörterbuch werden auch von amerikanischen Spanisch-Sprechern begutachtet. Durch diese enge Zusammenarbeit sowie durch die Übernahme der Rechtschreibregeln ist bisher verhindert worden, dass die spanische Sprache sich ähnlich aufgespalten hätte, wie es für das Portugiesische in Brasilien und Portugal zu konstatieren ist.

Justizkonflikt mit Argentinien

Die argentinische Justiz erklärte am 27. September 2024 den Lexikoneintrag „judío“ (Jude) mit der fünften Definition: „Dicho de una persona: Avariciosa o usurera“ (Ausdrück über eine Person: geizig und wucherisch) für diskriminierend und befahl der RAE, diese sofort zu entfernen, nachdem drei jüdische Organisationen (Congreso Judío Latinoamericano (CJL), Delegación de Asociaciones Israelitas Argentinas und Asociación de Abogados Judíos de la República Argentina) eine gemeinsame Klage eingereicht hatten, die u. a. auch von der Organisation Amerikanischer Staaten unterstützt wurde. Das Gericht rief außerdem die Nationale Behörde für Kommunikation auf, den Zugang zu dieser Definition vorübergehend zu blockieren, bis die RAE der Anordnung Folge geleistet hat. Die Kläger betrachten diese Definition als „Hassrede, die zur Diskriminierung aus religiösen Motiven antreibt“. Die RAE weist bei der genannten Definition ausdrücklich darauf hin, dass sie beleidigend und diskriminierend ist. Bereits im September 2023 hatten sich über 20 spanischsprachige jüdische Gemeinschaften aus aller Welt mit diesem Anliegen an die RAE gewandt, jedoch ohne Erfolg.<ref>RAE elude responder al bloqueo argentino de acepción de “judío” hasta comunicación oficial ultimahora.com, 27. September 2024, abgerufen am 2. Oktober 2024 (spanisch)</ref>

Verhältnis zu den anderen Sprachen Spaniens

Geschichte

Im 19. Jahrhundert wurde das Problem des Nationalismus in Katalonien, dem Baskenland und Galicien akut, was auch zu einer Renaissance der zugehörigen Sprachen führte. Während der Herrschaft des Diktators Primo de Rivera ordnete König Alfons XIII. 1926 an, dass zusätzliche Sitze in der Akademie für diese Sprachen einzurichten seien, und tatsächlich wurden damals Akademiker für Katalanisch, Valencianisch, Mallorquinisch, Galicisch und Baskisch berufen.<ref>Zamora Vicente: La Real Academia Española. …, S. 41 f. und 290–309.</ref> 1930 beschloss jedoch die Akademie, diese Sitze auslaufen zu lassen, und seitdem ist die Königliche Akademie ausschließlich für die spanische Sprache (Kastilisch) zuständig. Die anderen Sprachen Spaniens werden von anderen Institutionen betreut: Katalanisch von der sehr aktiven Secció Filològica des Institut d’Estudis Catalans in Barcelona,<ref>Günther Haensch: Katalanische Lexikographie. In: Franz Josef Hausmann, Oskar Reichmann, Herbert Ernst Wiegand und Ladislav Zgusta (Hrsg.): Wörterbücher, Dictionaries, Dictionnaires. Ein internationales Handbuch zur Lexikographie. Zweiter Teilband. Walter de Gruyter, Berlin und New York 1990, S. 1770–1788.</ref> Baskisch von der Real Academia de la Lengua Vasca – Euskaltzaindia in Bilbao und Galicisch von der Real Academia Galega in A Coruña.

Spanische Ortsnamen

2025 bekräftigte die RAE ihre Entscheidung, in spanischsprachigen Texten die kastilischen Schreibweisen von Ortsbezeichnungen wie Vizcaya (statt baskisch Bizkaia) den Bezeichnungen in den anderen co-offiziellen Sprachen vorzuziehen. Dazu gehört auch die spanische Version der Stadt Gerona, die im Katalanischen Girona heißt. Gleichzeitig warnte die RAE davor, dass die Schreibung der Ortsnamen zu politischen Zwecken wie den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien und dem Baskenland missbraucht wird, weswegen sie in ihrem Diccionario panhispánico de dudas die spanischen Schreibweisen empfiehlt, es sei denn, ein Gesetz schreibe etwas anderes vor. Die Entscheidung wurde getroffen, um die Klarheit und Natürlichkeit der spanischen Sprache zu wahren. Mit dieser Entscheidung positioniert sich die RAE gegen die zunehmende Verwendung regionalsprachlicher Ortsnamen in spanischen Texten und setzt sich für die Einheitlichkeit und Traditionsbewahrung in der spanischen Sprache ein.<ref>David Lorao: Se acabó el debate: la RAE termina con la polémica de Girona y Vizcaya. 6. Mai 2025, abgerufen am 7. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>RAE: Gerona | Diccionario panhispánico de dudas. 19. Januar 2024, abgerufen am 7. Mai 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mitglieder

Ehrenpräsident der Akademie ist der König von Spanien Felipe VI.

Die derzeitigen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) sind, in der Reihenfolge ihrer Berufung (in Klammern der Klein- oder Großbuchstabe, dem sie zugeordnet sind).


Durch Tod der Inhaber vakante Sitze


Ehemalige Mitglieder

Veröffentlichungen der Akademie

Aufgeführt sind jeweils der Erstdruck und die aktuelle Auflage (Auswahl)

Datei:Diccionario de la lengua castellana.jpg
Titelblatt des Diccionario de la lengua castellana von 1780

„Das“ Akademie-Wörterbuch:

  • Diccionario de la lengua castellana en que se explica el verdadero sentido de las voces, su naturalzea y calidad, con las frases o modos de hablar, los proverbios of refranes, y otras cosas convenientes al uso de la lengua. Dedicado al Rey Nuestro Señor Don Phelipe V. (que Dios guarde), a cuyas reales expensas se hace esta obra. Compuesta por la Real Academia Española. 6 Bände, Madrid 1726–1739. (Bd. 1 und 2 gedruckt von Francisco del Hierro, Band 3 von dessen Witwe, Band 4–6 von dessen Erben). Üblicherweise als Diccionario de Autoridades bekannt.
Faksimile-Ausgabe in drei Bänden von Gredos, Madrid 1964
  • Diccionario de la lengua castellana compuesto por la Real Academia Española, reducido á un tomo para su mas fácil uso. Gedruckt von Joaquín Ibarra, Madrid 1780. Bekannt als Diccionario de la lengua española de la Real Academia Española.
  • Diccionario de la lengua española. 23. Auflage. Espasa, Madrid 2014. Das maßgebliche Wörterbuch der spanischen Sprache, abgekürzt: DRAE.

Historisches Wörterbuch:

  • Diccionario histórico de la lengua española. Band 1: A, Band 2: B–Cevilla, Academia Española, Madrid 1933/1936.
  • Diccionario histórico de la lengua española. Real Academia Española, Madrid 1972.

Weitere Wörterbücher:

  • Diccionario manual e ilustrado. 1927, zuletzt 4. Auflage, Espasa Calpe, Madrid 1989.
  • Diccionario escolar de la Real Academia Española. 1996, zuletzt 2. Auflage. Espasa Calpe, Madrid 2001. Wörterbuch mit 33.000 Einträgen für den Schulgebrauch
  • Diccionario panhispánico de dudas. 2. Auflage, Santillana, Madrid 2005.
  • Diccionario de americanismos. Santillana, Madrid 2010. Unter Beteiligung der Akademie
  • Manuel Seco, Olimpia Andrés, Gabino Ramos: Diccionario fraseológico documentado del español actual. Locuciones y modismos españoles. Aguilar lexicografía, Madrid 2004, ISBN 84-294-7674-1.

Rechtschreibung:

  • Ortographía española. Compuesta, y ordenada por la Real Academia Española, que la dedica al Rey N[uestro] Señor. Real Academia Española, Madrid 1741.
  • Prontuario de ortografía española. EDAF, Madrid 2000. Kurzer Abriss der Rechtschreibung für den Schulgebrauch
  • Ortografía de la lengua española. Espasa, Madrid 2010.

Grammatik:

  • Gramática de la lengua castellana, compuesta por la Real Academia Española. Gedruckt von Joachin de Ibarra, Madrid 1771.
  • Nueva grámatica de la lengua española. 3 Bände. Espasa, Madrid 2009–2011.

Schriftenreihen:

  • Boletín de la Real Academia Española. Seit 1914. Mitteilungsblatt der Akademie
  • Anejos del Boletín de la Real Academia Española. Seit 1959. Enthält Monografien zu hispanistischen Themen.

Quelleneditionen (kleine Auswahl):

Siehe auch

Literatur

  • Alonso Zamora Vicente: La Real Academia Española. Espasa Calpe, Madrid 1999, ISBN 84-239-9185-7.
  • Rafael Lapesa: La Real Academia Española. Pasado, realidad presente y futuro. In: Boletín de la Real Academia Española. Band 67, Heft 242 (1987), S. 329–346.
  • Günther Haensch: Spanische Lexikographie. In: Franz Josef Hausmann, Oskar Reichmann, Herbert Ernst Wiegand, Ladislav Zgusta (Hrsg.): Wörterbücher, Dictionaries, Dictionnaires. Ein internationales Handbuch zur Lexikographie. Zweiter Teilband. Walter de Gruyter, Berlin und New York 1990, S. 1738–1767.

Weblinks

Commons: Real Academia Española – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 40° 24′ 54,1″ N, 3° 41′ 27,3″ W

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