Re (Piemont)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien
Re ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VCO) in der Region Piemont.
Lage und Einwohner
Re liegt rund 50 km nördlich der Provinzhauptstadt Verbania und 23 km östlich Domodossolas im Valle Vigezzo, unweit der Grenze zum Schweizer Kanton Tessin. Dort wird das Tal Centovalli genannt. Re ist ein bekannter Wallfahrtsort mit Haltepunkt der Centovallibahn, die zwischen Domodossola (etwa 20 Kilometer westlich) und Locarno in der Schweiz (etwa 20 Kilometer östlich) verkehrt. Die Gemeinde umfasst eine Fläche von 27.15 Quadratkilometern und hat Vorlage:EWZ Einwohner (Stand Vorlage:EWD). Zu Re gehören die Fraktionen Dissimo, Folsogno, Isella, Meis, Olgia und Ponte Ribellasca.
Die Nachbargemeinden sind Craveggia, Valle Cannobina, Malesco und Villette. Auf Schweizer Seite sind es die Gemeinden Onsernone und Centovalli im Kanton Tessin.
Bevölkerungsentwicklung
<timeline> Colors=
id:lightgrey value:gray(0.9) id:darkgrey value:gray(0.8) id:sfondo value:rgb(1,1,1) id:barra value:rgb(0.6,0.7,0.8)
ImageSize = width:600 height:300 PlotArea = left:50 bottom:50 top:30 right:30 DateFormat = x.y Period = from:0 till:1050 TimeAxis = orientation:vertical AlignBars = late ScaleMajor = gridcolor:darkgrey increment:200 start:0 ScaleMinor = gridcolor:lightgrey increment:50 start:0 BackgroundColors = canvas:sfondo
BarData=
bar:1861 text:1861 bar:1871 text:1871 bar:1881 text:1881 bar:1901 text:1901 bar:1911 text:1911 bar:1921 text:1921 bar:1931 text:1931 bar:1936 text:1936 bar:1951 text:1951 bar:1961 text:1961 bar:1971 text:1971 bar:1981 text:1981 bar:1991 text:1991 bar:2001 text:2001 bar:2011 text:2011 bar:2021 text:2021
PlotData=
color:barra width:24 align:left
bar:1861 from: 0 till:678 bar:1871 from: 0 till:711 bar:1881 from: 0 till:794 bar:1901 from: 0 till:795 bar:1911 from: 0 till:759 bar:1921 from: 0 till:929 bar:1931 from: 0 till:867 bar:1936 from: 0 till:893 bar:1951 from: 0 till:947 bar:1961 from: 0 till:937 bar:1971 from: 0 till:902 bar:1981 from: 0 till:945 bar:1991 from: 0 till:863 bar:2001 from: 0 till:830 bar:2011 from: 0 till:757 bar:2021 from: 0 till:698
PlotData=
bar:1861 at:678 fontsize:S text: 678 shift:(-8,5) bar:1871 at:711 fontsize:S text: 711 shift:(-8,5) bar:1881 at:794 fontsize:S text: 794 shift:(-8,5) bar:1901 at:795 fontsize:S text: 795 shift:(-8,5) bar:1911 at:759 fontsize:S text: 759 shift:(-8,5) bar:1921 at:929 fontsize:S text: 929 shift:(-8,5) bar:1931 at:867 fontsize:S text: 867 shift:(-8,5) bar:1936 at:893 fontsize:S text: 893 shift:(-8,5) bar:1951 at:947 fontsize:S text: 947 shift:(-8,5) bar:1961 at:937 fontsize:S text: 937 shift:(-8,5) bar:1971 at:902 fontsize:S text: 902 shift:(-8,5) bar:1981 at:945 fontsize:S text: 945 shift:(-8,5) bar:1991 at:863 fontsize:S text: 863 shift:(-8,5) bar:2001 at:830 fontsize:S text: 830 shift:(-8,5) bar:2011 at:757 fontsize:S text: 757 shift:(-8,5) bar:2021 at:698 fontsize:S text: 698 shift:(-8,5)
TextData=
fontsize:S pos:(30,30) text:Quelle = Istituto Nazionale di Statistica ISTAT
</timeline>
Sehenswürdigkeiten
Die Wallfahrtskirche Madonna del Sangue besteht im Wesentlichen aus zwei Kirchenbauten. Der ältere Teil, errichtet 1606 bis 1628, ist eine einschiffige Basilika mit Portikus. Diese Kirche ist dem heiligen Mauritius geweiht, wurde anstelle eines kleineren Vorgängerbaus errichtet und besitzt den Altar mit dem Bildnis der blutenden Madonna (Madonna del Sangue). Das Madonnenbild erinnert an das Wunder vom 29. April 1494. Ein wütender Bürger von Re, der zuvor beim Spiel unterlegen war, hatte einen Stein auf das Madonnenbildnis geworfen. Danach soll dieses Bildnis zwanzig Tage lang blutige Tränen geweint haben.
Direkt anschließend steht, ohne räumliche Trennung, die zweite, deutlich größere Kirche aus dem 20. Jahrhundert. Auch von hier aus kann der Altar mit der blutenden Madonna gesehen werden. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, 400 Jahre nach dem Wunder von Re, war die Wallfahrtskirche nicht mehr groß genug, um alle Pilger aufnehmen zu können. Der damalige Pfarrer Don Giovanni Antonio Peretti setzte sich deshalb mit Nachdruck für den Neubau einer größeren Wallfahrtskirche ein. Für den imposanten Sakralbau mussten zunächst einige Wohnhäuser und Ställe abgerissen werden. 1922 erfolgte die Grundsteinlegung unter der Leitung des aus Bologna stammenden Architekten Edoardo Collamarini. Die Einweihung der neuen, weithin sichtbaren Wallfahrtskirche mit byzantinischen Kuppeln und neogotischen Spitzbögen fand am 5. August 1958 durch den Bischof von Novara statt.
Das Wunder von Re wird jährlich gefeiert. Zwischen dem 29. April und dem 1. Mai findet eine Pilgerwanderung statt, die in Domodossola beginnt.
- Das „Museo diocesano“ steht bei der Wallfahrtskirche im „Haus des Pilgers“ (Ende des 19. Jahrhunderts).
- Romanische Steinbrücke „Ponte del Maglione“.
Verkehr
Re liegt seit 1923 an der Centovallibahn, die zwischen Locarno und Domodossola v. v. verkehrt. Auf der italienischen Seite wird die Bahn als Vigezzina bezeichnet und von der SSIF betrieben. In der Gemeinde Re gibt es vier Haltepunkte in Re, Dissimo-Folsogno, Isella-Olgia und Ribellasca.
Partnergemeinden
- Vorlage:RUS Togliatti, seit 2019
- Vorlage:ITA Soriso, seit 1994
Kuriosa
Mit drei anderen Gemeinden gehört Re zu den italienischen Gemeinden mit den kürzesten Namen, die nur aus zwei Buchstaben bestehen. Die anderen Gemeinden sind Ne, Ro und Vo.
Literatur
- Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 978-88-96074-50-3.
- Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
- Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Touring Club Italiano, Milano 1976, S. 645.
Weblinks
- Offizielle Website der Gemeinde Re
- Re (italienisch) auf tuttitalia.it/piemonte
- Re (italienisch) auf comuni-italiani.it
- Re (italienisch) auf piemonte.indettaglio.it/ita/comuni
- Vorlage:Ethorama
Einzelnachweise
<references />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeinden Provinz Verbano-Cusio-Ossola