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Rhenium(VI)-oxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von ReO3)
Kristallstruktur
Struktur von Rhenium(VI)-oxid
Vorlage:Farbe Re6+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Kristallsystem

kubisch

Raumgruppe

Pm3m (Nr. 221)Vorlage:Raumgruppe/221

Gitterparameter

a = 374,8 pm<ref name="kristalldaten" />

Allgemeines
Name Rhenium(VI)-oxid
Andere Namen

Rheniumtrioxid

Verhältnisformel ReO3
Kurzbeschreibung

roter bis violetter Feststoff<ref name="alfa"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-228-8
ECHA-InfoCard 100.013.845
PubChem 102110
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 234,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

6,9 g·cm−3<ref name="William M. Haynes">William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4987-5429-3, S. 98 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Schmelzpunkt

400 °C (Zersetzung)<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="alfa"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="alfa"/>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="alfa"/>
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−605 kJ·mol−1 <ref>A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 2. Band: Nebengruppenelemente, Lanthanoide, Actinoide, Transactinoide. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049590-4, S. 1921 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Rhenium(VI)-oxid ReO3 ist eine chemische Verbindung und zählt zu den Oxiden des Rheniums. Es ist ein roter kristalliner Feststoff. Bekannt ist Rhenium(VI)-oxid vor allem wegen seiner Kristallstruktur, die als Strukturtyp verwendet wird. Rhenium(VI)-oxid ist das einzige stabile Oxid der Mangangruppe in der Oxidationsstufe +VI.

Gewinnung und Darstellung

Rhenium(VI)-oxid lässt sich durch Reduktion aus Rhenium(VII)-oxid gewinnen. Die Reaktion ist beispielsweise mit Kohlenstoffmonoxid bei etwa 200 °C oder elementarem Rhenium bei 400 °C möglich.<ref name="brauer"/>

<chem>Re2O7 + CO -> 2ReO3 + CO2</chem>
<chem>3Re2O7 + Re -> 7ReO3</chem>

Rhenium(VI)-oxid kann durch Reaktion von Rhenium(VII)-oxid mit Dioxan und Wasser bei leichter Erwärmung gewonnen werden. Der als Zwischenprodukt entstehende Dioxankomplex wird bei 145 °C zersetzt, wobei der Komplex bei etwa 100 °C zunächst zu einer farblosen bis blaugrünen Flüssigkeit schmilzt, welche sich nach kurzer Zeit zu rotem Rhenium(VI)-oxid und flüchtigen Rhenium-freien Produkten zersetzt.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1616.</ref>

<chem>Re2O7 + 2H2O + 2C4H8O2 -> Re2O7.2H2O.2C4H8O2</chem>
<chem>Re2O7.2H2O.2C4H8O2 -> 2ReO3 + Zersetzungsprodukte</chem>

Eigenschaften

Datei:REO3.JPG
Rhenium(VI)-oxid

Physikalische Eigenschaften

Rhenium(VI)-oxid ist ein feuchtigkeitsempfindlicher roter, purpurroter bis violetter geruchloser Feststoff,<ref name="alfa" /> mit grünen Glanz im Durchlicht.<ref name="Dale L. Perry">Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis US, 2011, ISBN 1-4398-1462-7, S. 345 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Rhenium(VI)-oxid kristallisiert mit der Perowskit-Struktur und ist, wie WO3 demnach ein nicht-stöchiometrischer Einfach-Perowskit mit Leerstellen auf der 12-fach koordinierten A-Position. Jedes Rheniumatom ist oktaedrisch von Sauerstoffatomen umgeben, während sich die Sauerstoffatome jeweils zwischen zwei Rheniumatomen befinden. Diese Struktur wurde noch vor der des Perowskits als Strukturtyp beschrieben und wird auch als eigenständiger Strukturtyp geführt.

Es ist eine kubisch primitive Einheitszelle mit der Raumgruppe Pm3m (Raumgruppen-Nr. 221)Vorlage:Raumgruppe/221 und dem Gitterparameter a = 374,8 pm.<ref name="kristalldaten">T.-S. Chang, P. Trucano: Lattice parameter and thermal expansion of ReO3 between 291 and 464 K. In: Journal of Applied Crystallography. Band 11, 1978, S. 286–288, doi:10.1107/S0021889878013333.</ref>

Rhenium(VI)-oxid hat einige metallische Eigenschaften, so ist der spezifische Widerstand sehr niedrig und nimmt mit fallenden Temperaturen ab. Auch hat Rhenium(VI)-oxid metallischen Glanz.

Chemische Eigenschaften

Rhenium(VI)-oxid ist in Wasser, sowie verdünnten Säuren und Basen nicht löslich. Beim Kochen in heißen Laugen disproportioniert es in ReO2 und ReO4.

Er reagiert mit Sauerstoff bei erhöhter Temperatur zu Rhenium(VII)-oxid. In konzentrierter Salpetersäure erfolgt Reaktion zu Perrheniumsäure. Er disproportioniert im Vakuum bei Temperaturen über 300 °C zu Rhenium(IV)-oxid und Rhenium(VII)-oxid.<ref name="brauer"/>

Einzelnachweise

<references />

Literatur

Weblinks