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Ortsfrequenz – Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie Zum Inhalt springen

Ortsfrequenz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Raumfrequenz)
Datei:Multiburst.jpg
Testbild mit, von links nach rechts stufenförmig zunehmender Ortsfrequenz d. h. zunehmender Anzahl von Linien pro Millimeter

Die Ortsfrequenz (auch Raumfrequenz, Formelzeichen <math>f_r</math> oder <math>R</math>) ist der Kehrwert der räumlichen Periodenlänge. Sie ist von der Kreiswellenzahl <math>k</math> (auch Wellenvektor) durch einen Faktor <math>2 \pi</math> zu unterscheiden.

Fotografie und Bildbearbeitung

Im Kontext von Fotografie und digitaler Bildverarbeitung kann die Ortsfrequenz auch als Anzahl von Linien pro Längeneinheit, Anzahl Linien pro Millimeter, L/mm oder Anzahl Linienpaare pro Millimeter, Lp/mm verstanden werden.<ref> https://clausschuster.de/wp-content/uploads/2021/04/2_-_Digitalisierung_analoger_Bildvorlagen.pdf</ref>

Den Anteil von verschiedenen Ortsfrequenzen an einem digitalen Bild kann man mit Hilfe der 2-dimensionalen Diskreten Fourier-Transformation (DFT) berechnen. Diese transformiert das Bild vom Ortsbereich (Angaben von Grau- bzw. Helligkeitswerten als Funktion des Pixel-Index in X- und Y-Richtung) in den Ortsfrequenzbereich (Angabe der Intensität diverser Ortsfrequenzen in X- bzw. Y-Richtung).<ref> https://www.physik.kit.edu/downloads/Lehramt_Dokumente/Anleitungen_F_Praktikum/Fourieroptik_Vorbereitung.pdf</ref>

Datei:160 by 160 thumbnail of 'Green Sea Shell'.png
Abbildung einer Seemuschel im Ortsbereich.
Datei:160 by 160 thumbnail of 'Green Sea Shell' - 0. in fourier domain.png
Durch DFT berechnete Darstellung der Seeschmuschel im Ortsfrequenzbereich. Das Streifenmuster der Muschel erscheint als senkrechter Strich bei der entsprechenden Ortsfrequenz.

Eine weitere Nutzung des Konzepts der Ortsfrequenzen ist die Ermittlung der Modulationsübertragungsfunktion (Kontrastübertragungsfunktion). Es handelt sich dabei um die mathematische Beschreibung der Veränderung des Kontrastes von Linien (bzw. Kanten, s. Detailkontrast) eines Bildes durch ein optisches System (z. B. eines Objektivs).

Datei:MBq MTF.jpg
Auswirkung der Kontrastübertragungsfunktion auf den Linien-Kontrast

Physik

Im Allgemeinen wird mit dem Begriff Periode die Vorstellung einer zeitlich periodischen Größenänderung verbunden. Doch lässt sich der Begriff der Periode auf beliebige periodische Funktionen erweitern, so auch auf räumlich variierende Größen.

Ist die betrachtete physikalische Größe etwa von der eindimensionalen Position abhängig, so hat die Periodenlänge die Dimension einer Länge und wird im internationalen Einheitensystem in Meter (m) angegeben. Dementsprechend gibt die Ortsfrequenz die Zahl der Perioden pro Längeneinheit an, hat also die Dimension 1/Länge. So ist für die Ortsfrequenz elektromagnetischer Wellen die Wellenzahl in Perioden pro Zentimeter gebräuchlich und für Frequenzbesen (siehe Abbildung) die Einheit Linienpaare pro Millimeter (Lp/mm).

Datei:Freqbesen-Abtast-0.png
Frequenzbesen: Die Ortsfrequenz nimmt von links nach rechts s zu

Die Charakterisierung einer örtlich veränderlichen Funktion nach Anteilen mit bestimmen Ortsfrequenzen ist nicht so anschaulich wie die Zerlegung eines Klanges in Grund- und Obertöne, dennoch liefert sie die Grundlage für die Fourieroptik und Bildkompressionsalgorithmen wie zum Beispiel JPEG.

Wahrnehmungspsychologie

Datei:CSF.against.angular.frequency.in.cycles.per.degree.png
Kontrastempfindlichkeitsfunktion des menschlichen Auges über der Ortsfrequenz in Linienpaaren pro Grad

In der Wahrnehmungspsychologie des Sehens wird die Ortsfrequenz auf den Sehwinkel bezogen, Einheit „Perioden pro Grad“. Bilder, in denen niedrige Ortsfrequenzen dominieren, sind unscharf und flächig, Bilder mit hoher Ortsfrequenz sind detailreich und mit gut erkennbaren Umrissen. Im visuellen Kortex gibt es Neuronen, die auf bestimmte Ortsfrequenzen (und Ausrichtung der Kanten) spezialisiert sind.<ref name="Maffei">L. Maffei, A. Fiorentini: The visual cortex as a spatial frequency analyzer. Vision Research 13, 1973, doi:10.1016/0042-6989(73)90201-0.</ref>

Das Verhältnis des empfundenen zum tatsächlichen Kontrast des Objekts wird als Kontrastempfindlichkeitsfunktion ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=en|SCRIPTING=Latn|SERVICE=englisch}}) angegeben. Sie ist das Produkt aus

  • der rein optischen Modulationstransferfunktion (MTF) vom Objekt auf die Netzhaut und
  • der retinalen Transferfunktion (RTF) vom Bild auf der Netzhaut zu höheren Wahrnehmungsfunktionen.

Die MTF fällt ab zehn Perioden pro Grad steil ab. Die RTF ist für schnell veränderliche Reize flach, für statische Bilder fällt sie zu niedrigen Ortsfrequenzen ab,<ref>George Mather: Foundations of Perception. Psychology Press, 2006, ISBN 978-0863778346, {{#if: oUNfSjS11ggC | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: oUNfSjS11ggC ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA223|&pg=223}}{{#if:|&q=}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:|&q=}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: oUNfSjS11ggC |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=oUNfSjS11ggC |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}.</ref> siehe Nachbild.

Literatur

  • Eugene Hecht: Optik. 4. Auflage. Oldenbourg, München 2005, ISBN 3-486-27359-0.

Weblinks

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Einzelnachweise

<references/>