Rantzauhöhe
Die Rantzauhöhe (im Dt. auch Ranzelberg u. Warkshöhe; dänisch Randselbjerg, od. Ranselbjerg, auch Værkshøj,<ref>Gustav Rosendal: Sønderjylland, 1918.</ref> nordfriesisch Wiarkshuuch,<ref>Nordfriisk Instituut: Nordfriesland Karte, Bräist/Bredstedt 2011.</ref> auch Ranselsberag) ist die dritthöchste Erhebung im Kreis Nordfriesland. Sie liegt im Langenberger Forst und ist 45 m hoch. Der Langenberger Forst liegt auf den Gebieten der Gemeinden Enge-Sande, Leck und Stadum. Dem Langenberg mit der Rantzauhöhe kommt auch eine kulturhistorische Funktion zu, indem er früher ungefähr das dänische und nordfriesische Besiedlungsgebiet im Westen Südschleswigs trennte.<ref>H. V. Clausen: Sønderjylland - en rejsehåndbog, København 1920, S. 106.</ref>
Geschichte
Der Name der Rantzauhöhe geht auf dän. ransel für Rucksack zurück, der Name wurde im Deutschen später zu Rantzau- umgedeutet.<ref>Anders Bjerrum: Sydslesvigs stednavne, Bd. 4, København 1979–1984. S. 78.</ref> Auf der Warkshöhe als höchstem Punkt des Langenberges soll sich früher ein Grabhügel befunden haben.<ref>W. Lesser: Topographie des Herzogthums Schleswig, 1853, S. 261.</ref> Auf einer weiteren nahen Erhebung des Langenberges soll früher ein Stein mit einer Inschrift gefunden worden sein, bei der es sich um Runen handeln könnte.<ref>M. Mørk Hansen: Kirkelig Statistik over Slesvig Stift: Med historiske og topografiske bemærkninger, 1. Bd., Kjøbenhavn 1863, S. 231.</ref>
Sage von der Entstehung des Langenbergs
Einmal ist ein Riese von Dithmarschen über die Eider nordwärts gekommen, weil er in Ripen beim Kirchenbau helfen sollte. Als er durch den Sand der Goesharde wanderte, bekam er die Holzschuhe voll Sand. Da setzte er sich nördlich der Soholmer Au hin und schüttete den Sand aus. Davon entstanden die beiden höchsten Höhen des Langenberges: Ranselsberg und Werkshug.
Literatur
- Nordfriesische Sagen, Pastor Dr. Rudolf Muuß Stedesand, Ausgabe 1933, Seite 34
Einzelnachweise
<references />