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Radzyń Chełmiński

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Radzyń Chełmiński
Wappen von Radzyń Chełmiński
Radzyń Chełmiński (Polen)
Radzyń Chełmiński (Polen)
Radzyń Chełmiński
Basisdaten
Staat: PolenDatei:Flag of Poland.svg Polen

Woiwodschaft: Kujawien-Pommern
Powiat: Grudziądzki
Gmina: Radzyń Chełmiński
Fläche: 1,78 km²
Geographische Lage: 53° 23′ N, 18° 56′ OKoordinaten: 53° 23′ 8″ N, 18° 56′ 11″ O
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Einwohner: 1867 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 87-220
Telefonvorwahl: (+48) 56
Kfz-Kennzeichen: CGR
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Bydgoszcz

Radzyń Chełmiński [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈrad͡zɨɲ xɛu̯ˈmʲiɲskʲi] (deutsch: Rehden) ist eine Kleinstadt im Powiat Grudziądzki der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Sie ist Sitz der gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde mit etwa 4700 Einwohnern.

Geographische Lage

Die Stadt befindet sich im Kulmerland, südlich der Danziger Bucht, etwa 37 Kilometer (Luftlinie) südlich von Kwidzyn (Marienwerder) und 15 Kilometer südöstlich von Grudziądz (Graudenz).

Geschichte

Datei:COA Rehden (im alten Rathaus in Danzig).jpg
Wappen von Rehden im Plenarsaal des altstädtischen Rathauses in Danzig
Datei:601794 Radzyń Chełmiński zamek-widok z wieży na miasto 02.JPG
Teilansicht der Stadt aus der Vogelperspektive
Datei:Radzynchelm.jpg
Stadtkirche
Datei:Radzyn Chelm kaplica sw Jerzego.JPG
Kapelle
Datei:Radzyn Chelm synagoga.JPG
Synagoge
Datei:Ruiny sredniowiecznego zamku w Radzyniu Chelminskim z zachowanymi basztami.JPG
Ruine der Ordensburg Rehden

Die Stadt wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut, in der Nähe einer Burg des Deutschordensstaats Preußen.<ref name="JFG">Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Teil II: Topographie von West-Preussen. Marienwerder 1789, S. 36, Nr. 5; Textarchiv – Internet Archive.</ref>

Zwischen 1466 und 1772 gehörte die Stadt zum unter polnischer Schirmherrschaft stehenden autonomen Königlichen Preußen und gehörte darin als Teil des Culmer Landes zur Woiwodschaft Culm. Im Rahmen der Ersten Teilung Polen-Litauens 1772 kam Rehden an das Königreich Preußen. Im letzten Quartal des 18. Jahrhunderts befand sich in der Burg Rehden der Sitz des Königlichen Domänenamts.<ref name="JFG" /><ref>Friedrich Gottlob Leonhardi: Erdbeschreibung der Preußischen Monarchie. Band 1. Halle 1791, S. 10–11; books.google.de</ref>

Während der Franzosenzeit war Rehden von 1807 bis 1815 dem Herzogtum Warschau zugeordnet. Seit dem Wiener Kongress gehörte Rehden völkerrechtlich zum Stadt- und Landkreis Graudenz im Regierungsbezirk Marienwerder der preußischen Provinz Westpreußen, ab 1871 im Deutschen Reich. In der Stadt gab es zwei katholische Kirchen und eine evangelische Kirche.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs musste Rehden 1920 aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags zur Einrichtung des Polnischen Korridors ans polnische Woiwodschaft Pommerellen abgetreten werden. Durch den Überfall auf Polen 1939 kam Rehden mit dem Kreis Graudenz völkerrechtswidrig in das Reichsgebiet zurück und wurde dem Reichsgau Danzig-Westpreußen zugeordnet, zu dem es bis 1945 gehörte.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte im Frühjahr 1945 die Rote Armee die Region und Radzyń Chełmiński kam wieder an Polen.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung bis 1921
Jahr Einwohnerzahl Anmerkungen
1802 0699 <ref name="AAMB5" />
1816 0836 <ref name="EJ">E. Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868, S. 19, Nr. 31; Textarchiv – Internet Archive.</ref> davon 189 Evangelische, 588 Katholiken, 59 Juden<ref name="AAMB5">Alexander August Mützell, Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 5: T–Z. Halle 1823, S. 360–367, Ziffer 575; books.google.de</ref>
1821 0913 in 103 Privatwohnhäusern<ref name="AAMB5" />
1831 0981 zur Hälfte Deutsche, zur Hälfte Polen<ref name="AE">August Eduard Preuß: Preußische Landes- und Volkskunde. Königsberg 1835, S. 440, Nr. 54; Textarchiv – Internet Archive.</ref>
1852 1407 <ref>Kraatz: Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats. Berlin 1856, S. 502; Textarchiv – Internet Archive.</ref>
1864 1692 davon 721 Evangelische und 806 Katholiken<ref name="EJ" /><ref>E. Jacobson: Topographisch-statistisches Handbuch für den Regierungsbezirk Marienwerder. Danzig 1868, Ortschafts-Verzeichniß des Regierungsbezirks Marienwerder. S. 24–25, Nr. 154. books.google.de</ref>
1871 1780 darunter 750 Evangelische, 830 Katholiken (490 Polen)<ref name="Neumann">Gustav Neumann: Geographie des Preußischen Staats. 2. Auflage. Band 2. Berlin 1874, S. 53–54, Ziffer 8; books.google.de</ref>
1885 1870 <ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
1905 2074 davon 1261 Katholiken<ref name="Meyers"></ref>
1910 2010 am 1. Dezember<ref>Landkreis Graudenz. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 21. April 2023; abgerufen am 16. Februar 2026.</ref>

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Gemeinde

Zur Stadt-und-Land-Gemeinde (gmina miejsko-wiejska) Radzyń Chełmiński gehören die Stadt und 15 Dörfer mit Schulzenämtern.


Literatur

Weblinks

Commons: Radzyń Chełmiński – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein