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Radio SRF 2 Kultur

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Radio SRF 2 Kultur ist als zweites Radioprogramm von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) dessen Kultur- und Wissenssender. Heute wird es jährlich von rund 113’000 Menschen gehört.<ref name=":1" /><ref name=":0" /> Es entstand 1956 als DRS 2 mit der Einführung des Hörfunks auf Ultrakurzwelle. UKW ermöglichte es, anspruchsvolle Musik in einer gegenüber der bis dahin genutzten Mittelwelle massiv verbesserten Qualität auszustrahlen. Die Studios des Radiosenders befanden sich früher im Bruderholzquartier in Basel. Heute befinden sie sich im Meret Oppenheim Hochhaus, direkt beim Bahnhof Basel SBB.

Der Programmauftrag wird formal privatrechtlich von einem Verein unter einer Konzession des Bundes (Service public) erbracht. Zur Sonderstellung, die einem öffentlich-rechtlichen Programmauftrag entspricht, siehe SRG SSR#Die Gesellschaft.

Geschichte

Bis 2008 war Arthur Godel der Programmleiter von DRS 2. Auf ihn folgte vom 1. März 2008 bis 31. Dezember 2010 der Kulturjournalist Marco Meier. Der Radiosender erreichte damals 402‘000 Hörerinnen und Hörer, einen Marktanteil von 4,2 Prozent.<ref>SRG SSR: Zahlen, Daten, Fakten 2009/2010. Bern Juni 2010, S. 11 (srgssr.ch [PDF]).</ref>

Im Rahmen der Fusion von Radio DRS und dem Schweizer Fernsehen zu SRF wird DRS 2 ab 1. Januar 2011 Teil der neuen Abteilung Kultur von SRF. Der Sender wird auf den 16. Dezember 2012 zu Radio SRF 2 Kultur umbenannt.

Marco Meier scheidet im Rahmen des Zusammenschlusses von Radio und Fernsehen Ende 2010 aus. Auf ihn folgt als neue Programmleiterin DRS 2 die bisherige Leiterin Kultur-Aktualität Franziska Baetcke. Unter ihrer Leitung wird der nun zu Radio SRF 2 Kultur umbenannte Sender mit einem neuen Morgen- und Frühabendprogramm umgebaut.<ref>Daniela Kuhn: Kultursender im Umbau: Radio SRF2 auf heiklem Pfad. In: NZZ.ch. 15. Dezember 2014, abgerufen am 6. November 2020.</ref> Der Umbau soll u. a. ein jüngeres Publikum erschliessen und durchhörbarer werden. Das Programm richtet sich an ein breit kulturinteressiertes Publikum.<ref>Edith Hollenstein: SRF 2 Kultur: „Wir sollten keine Oldie-Hits spielen“. In: persoenlich.com. 16. September 2014, abgerufen am 6. November 2020 (Interview mit SRF-2-Kultur-Programmleiterin Franziska Baetcke).</ref> Es bietet aktuelle Kulturberichterstattung und Hintergründe aus Gesellschaft, Religion, Wissenschaft (Wissenschaftsmagazin), Musik, Kunst. Im Rahmen der Neuausrichtung wird auch die Kulturhintergrundsendung Reflexe in die auf eine Stunde ausgebaute Sendung Kontext integriert.

Im Februar 2016 verließ Programmleiterin Franziska Baetcke den Sender. Neue Leiterin wurde die bisherige Bereichsleiterin Musik, Barbara Gysi, und unter ihrer Führung wurden weitere Sendegefässe abgebaut wie Parlando und Musik der Welt. Man strebe «mit diesen Veränderungen eine klarere Programmstruktur an», so Gysi.<ref>Barbara Gysi wird neue Programmleiterin bei Radio SRF 2 Kultur. In: SRG Deutschschweiz. 25. Januar 2016, abgerufen am 17. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Musikzeitung-Redaktion: SRF2 Kultur legt Jazz- und Weltmusikformate zusammen. In: Schweizer Musikzeitung. 19. Juni 2016, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie verteidigte intern die Strategie auch mehrfach mit Verweis auf «Hormonstudien».<ref>Dennis Bühler: SRG: Mutlosigkeit als Programm. In: Republik. 12. Juni 2025 (republik.ch [abgerufen am 3. Januar 2026]).</ref>

Im Zuge von Sparmassnahmen endet das Abendprogramm von SRF 2 seit April 2021 bereits um 22 Uhr. Danach wird bis 6 Uhr morgens das Programm von Radio Swiss Classic übernommen. Die Sendungen 52 beste Bücher, Zwischenhalt und Blickpunkt Religion sowie das Programm mit Alter Musik Fiori musicali wurden ersatzlos gestrichen, letztere ist seit 9. April 2023 wieder im Programm (jetzt am Sonntagabend).<ref>Fiori musicali - Audio & Podcasts - SRF. In: srf.ch. Abgerufen am 29. Februar 2024.</ref> Die Jazzsendungen am späten Abend wurden vor 22 Uhr vorgezogen. Konzerte mit klassischer Musik sollen zunehmend nicht mehr aus eigenen Aufzeichnungen, sondern im Austausch mit RTS und RSI sowie mit der Eurovision übernommen werden. Ziel ist es, insgesamt 52 Millionen Franken umzuschichten, damit neue Formate zur Ausspielung auf diversen digitalen Plattformen entwickelt werden können. Das ist nur möglich, wenn es gleichzeitig Einsparungen im linearen Programm gibt.<ref>Reduktionen im Kulturprogramm von SRF. In: SRF Medienportal. SRF Media Relations, abgerufen am 6. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Bis Anfang 2026 wurden die Sendungen Kontext, Passage, Kino im Kopf, das Wissenschaftsmagazin und das Musikmagazin eingestellt, sowie weitere Musikformate fusioniert.<ref>In eigener Sache - SRF spart weiter in Angebot und Technologie. In: srf.ch. 6. Februar 2025, abgerufen am 6. Februar 2025.</ref> Auch Musik unserer Zeit und Neue Musik im Konzert wurden ab Januar 2026 gestrichen. Zum Abbau dieser Sendungen mit Fokus auf dem zeitgenössischen Musikschaffen gab es ebenfalls Proteste, unter anderem von bedeutenden Kulturinstitutionen.<ref>SRF schafft die Klassiksendung «Musik unserer Zeit» ab. Abgerufen am 3. Januar 2026.</ref><ref>Super User: Basel Sinfonietta - Das SRF «Musik unserer Zeit» wird abgeschafft - Statement Basel Sinfonietta. 14. November 2025, abgerufen am 3. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die SRG Region Basel bedauert diesen Leistungsabbau bei Kultur und Wissenschaft.<ref>Keystone-SDA Regional: SRG Region Basel bedauert SRF-Abbau bei Kultur und Wissenschaft | Nau.ch. 7. Februar 2025, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gemäss der letzten öffentlich verfügbaren Auswertung beträgt der Marktanteil von Radio SRF 2 Kultur 2 Prozent, was gut 113’000 Hörern über das Jahr hinweg entspricht.<ref>SRF-Jahresbilanz 2025: 33,4 Prozent Marktanteil im TV, 46,5 Prozent im Radio. Abgerufen am 24. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1">SRF Medienstelle: SRF-Jahresbilanz 2025. Zürich 16. Januar 2026 (srf.ch [PDF]).</ref> 2019 waren es noch 196’000 oder ein Marktanteil von 2,9 Prozent.<ref name=":0">Sparmassnahmen bei SRF: Weniger Wissenschaft, mehr Comedy. 14. Februar 2025, abgerufen am 16. Februar 2025.</ref><ref>Marktanteile SRF 2019: 31,5 Prozent im TV – 54,4 Prozent im Radio. Abgerufen am 24. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>SRF Medienstelle: Jahresbilanz 2019. Zürich 9. Januar 2020 (srf.ch [PDF]).</ref>

Programm

SRF 2 Kultur richtet sich an ein besonders bildungsnahes und -freudiges Publikum aus allen Altersgruppen. Dabei wird auf unterschiedliche Sendeformen zurückgegriffen: Magazin, Feature, Essay, Hörspiel, Lesung, Referat, Diskussionsrunde, Interview zur Person (z. B. Musik für einen Gast) u. a. Statt auf kurze Wortblöcke setzte SRF 2 Kultur lange auf umfassende Ausführlichkeit. Diese wird aber im Zuge der Sparmassnahmen und auf der Basis einer qualitativen Umfrage mit 20 Teilnehmenden reduziert.<ref>Nicola Imfeld: SRF-Moderatoren nutzen Sendeplatz für Angriff auf SRF-Bosse. 9. Februar 2025, abgerufen am 16. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Medienpolitik: Wer spart die SRG kaputt? 12. Februar 2025, abgerufen am 16. Februar 2025.</ref>

Im Musikprogramm dominiert die so genannte E-Musik, die ernste Musik. Darunter ist nicht nur klassische Musik, sondern auch Anspruchsvolles aus den Bereichen Pop, Chanson, Jazz, Welt- und Experimentalmusik zu verstehen.

Ein eigener SRF Kulturclub informiert über Programminhalte und ermöglicht ermässigten Eintritt zu ausgewählten Veranstaltungen.

Empfang

SRF 2 Kultur ist in der Deutschschweiz flächendeckend über DAB, in der ganzen Schweiz über Kabel, europaweit über Satellit und weltweit über Internetradio empfangbar.

Literatur

  • Margrit Sprecher (Text), Lucia Degonda (Fotos): Das Andere Radio DRS 2. Verlag NZZ Libro, Zürich 2008, ISBN 978-3-03823-454-8.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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