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Rüdiger Peuckert (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Rüdiger Peuckert (* 25. Mai 1940 in Troppau<ref>Nina Kaiser: Die Stadt aus dem Dornröschenschlaf geweckt. In: Rhein-Neckar-Zeitung vom 25. Mai 2005</ref>; † 22. März 2014)<ref>https://www.trauerundgedenken.de/traueranzeige/ruediger-peuckert-1940</ref> war ein deutscher Politiker und von 1966 bis 1979 Bürgermeister von Eppingen im Landkreis Heilbronn im nördlichen Baden-Württemberg.

Leben

Der seinerzeit erst 25-jährige Regierungsinspektor<ref>Herbert Kaletta: Jung und Bürgermeister. In: Heilbronner Stimme Online. Verlag Heilbronner Stimme, Stuttgart, 3. November 2010, abgerufen am 4. Oktober 2025.</ref> aus Mannheim setzte sich gegen zwei Eppinger Kandidaten, den Stadtrat und Architekten Heinz Faller und den Stadtamtmann Herbert Dieffenbacher, durch. Bei einer Wahlbeteiligung von über 90 % erhielt Peuckert am 5. Dezember 1965 1863 Stimmen und wurde somit im ersten Wahlgang mit der absoluten Stimmenmehrheit zum Bürgermeister von Eppingen gewählt. Am 2. März 1966 trat der damals jüngste Bürgermeister Deutschlands sein Amt an.

Nach seiner achtjährigen Amtszeit wurde er am 1. Dezember 1973 ohne Gegenkandidaten, bei einer Wahlbeteiligung von 54 %, für weitere vier Jahre gewählt. Am 13. November 1979 erklärte Peuckert wegen Arbeitsüberlastung – er hatte neben seinem Bürgermeisteramt drei private Alten- und Pflegeheime aufgebaut – seinen Rücktritt zum 31. Dezember 1979.

In seiner Amtszeit tätigte die Stadt Eppingen mit 125 Mio. DM für Gymnasium, Schulzentrum, Hallenbad, Stadthalle, Großsporthalle, Kläranlage und anderes die größten Investitionen ihrer Geschichte. Die Eingemeindungen von sechs selbstständigen Gemeinden 1971/72 fielen in seine Amtszeit.<ref>Wie es zur Eingliederung von Elsenz, Kleingartach, Richen und Rohrbach in die Stadt Eppingen kam. In: eppingen.org/de/nachrichten. Internetportal eppingen.org, 2. Dezember 2021, abgerufen am 4. Oktober 2025.</ref> Bereits kurz nach seinem Amtsantritt setzte sich Peuckert 1966 für die Städtepartnerschaft mit Wassy in Frankreich ein.<ref>Sönke Brenner: 45 Jahre Städtepartnerschaft Eppingen-Wassy. In: eppingen.org/de/nachrichten. Internetportal eppingen.org, 5. November 2011, abgerufen am 4. Oktober 2025.</ref> Im September 1979 besuchte erstmals eine offizielle Delegation der späteren englischen Partnerstadt Epping die Stadt Eppingen. Diese Städtepartnerschaft wurde durch Peuckert initiiert und mitgestaltet.<ref>Wie alles begann. In: epping-eppingen-twinning.info. Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Eppingen-Epping e.V., 2025, abgerufen am 4. Oktober 2025.</ref>

Peuckert war von 1971 bis 1973 Mitglied des Kreistages des Landkreises Sinsheim und danach des Landkreises Heilbronn. Seit 1978 war er Vorsitzender des Regionalverbandes Franken und seit 1973 der CDU-Fraktion im Kreistag. Von 1975 bis 1978 war Peuckert Kreisvorsitzender der CDU im Landkreis Heilbronn.<ref>Reinhard Schreiner: Namen und Daten aus sechs Jahrzehnten Parteiarbeit. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der CDU-Landes-, Bezirks- und Kreisverbände seit 1945 (neue Länder ab 1990). Konrad-Adenauer-Stiftung, Wissenschaftliche Dienste, Archiv für Christlich-Demokratische Politik, Sankt Augustin 2012, S. 32 (PDF-Datei; 992 kB, 493 Seiten auf kas.de).</ref> Von 1994 bis 2005 gehörte er als Vorsitzender der FBW-Fraktion dem Eppinger Gemeinderat an.

Zuletzt betrieb Peuckert als geschäftsführender Gesellschafter der Seniorenstift Eppingen GmbH & Co. KG und als Geschäftsführer der Seniorenstift Eppingen Verwaltungs-GmbH vier Alten- und Pflegeheime in den Landkreisen Heilbronn und Karlsruhe. Rüdiger Peuckert starb am 22. März 2014.<ref>Nachruf In: Heilbronner Stimme vom 25. März 2014 (abgerufen am 25. März 2014).</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen

Literatur

  • Manfred Staub: Die vier Bürgermeister nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Das neue Eppingen. 1945–1980. Stadt Eppingen, Eppingen 1980, S. 32–33.
  • Feierliche Gemeinderatssitzung im Schwanensaal mit Verabschiedung von Bürgermeister Karl Thomä und Verpflichtung von Bürgermeister Rüdiger Peuckert. In: Eppinger Zeitung. 2. März 1966, S. 3.

Weblinks

Einzelnachweise

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