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Rödigen (Naumburg)

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Rödigen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(19)&title=R%C3%B6digen 51° 6′ N, 11° 42′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(19) 51° 6′ 9″ N, 11° 41′ 35″ O
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Einwohner: 19 (Jan. 2020)<ref>Einwohnerzahlen und ihre Entwicklung. Abgerufen am 8. September 2022.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1991
Eingemeindet nach: Bad Kösen
Postleitzahl: 06628
Vorwahl: 034463

Rödigen ist ein Weiler der Stadt Bad Kösen, einem Stadtteil der Stadt Naumburg (Saale) im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.

Datei:RödigenNMB1.JPG
Die Dorfstraße von Rödigen

Lage

Rödigen befindet sich in der Saaleniederung an einem Bachlauf „Graben“ im Übergang zu den Anhöhen östlich der Saale südöstlich des Dorfes Kleinheringen. Mit einer Verbindungsstraße besteht Anschluss an die Landesstraße 201, die mit dem Umland verbindet.

Geschichte

Rödigen wurde am 11. Februar 1344 erstmals urkundlich genannt.<ref>Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 375</ref> Der Ort gehörte zum Besitz der Schenken von Saaleck<ref>Germania Sacra, Rödigen auf S.607 und 677f.</ref> aus dem Haus der Schenken von Vargula. 1344 veräußerten sie Rödigen mit der Burg Saaleck an die Naumburger Bischöfe, welche aus dem zur Burg gehörigen Gebiet das Amt Saaleck bildeten. Dieses kam im Jahr 1544 an das zum Hochstift Naumburg gehörige Amt Naumburg und mit diesem im Jahr 1564 an das Kurfürstentum Sachsen.<ref>Das Hochstift Naumburg in der Retrobibliothek</ref>

Rödigen gehörte als Teil des Amts Naumburg zwischen 1656/57 und 1718 zum kursächsischen Sekundogenitur-Fürstentum Sachsen-Zeitz, danach zum Kurfürstentum Sachsen und ab 1806 zum Königreich Sachsen. Nach dem Beschluss des Wiener Kongresses im Jahr 1815 wurde der Ort an das Königreich Preußen abgetreten und dem 1818 neu gebildeten Kreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt.<ref>Der Landkreis Naumburg im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. April 2024; abgerufen am 31. Oktober 2025.</ref> Westlich des Ortes führte über viele Jahrhunderte eine bedeutende Fernhandelsstraße entlang, die sogenannte „Salzstraße“, an der erst kürzlich sowohl ein steinzeitlicher Siedlungs- und Kultort,<ref>Süddeutsche Zeitung: Rund 7200 Jahre alter Ritualort bei Bad Kösen entdeckt. Abgerufen am 8. September 2022.</ref> wie auch die mittelalterliche Wüstung Neschwitz, die als Vorgängersiedlung von Rödigen gelten kann, entdeckt wurden.<ref>Andrei Zahn: Neschwitz an der Salzstraße, in: Saale-Unstrut-Jahrbuch, Bd. 25 (2020)</ref> Im Jahr 1948 wurde der Ort an die Gemeinde Kleinheringen angegliedert. Am 1. Januar 1991 wurde der Weiler nach Bad Kösen eingemeindet und am 1. Januar 2010 nach Naumburg (Saale) umgegliedert.

Im Jahr 1815 gab es 9 bewohnte Häuser im Ort mit 46 Einwohnern. 2016 wohnten 18 Personen im Weiler.

Weblinks

Commons: Rödigen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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