Rödgen (Gießen)
Rödgen Stadt Gießen
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1907)&title=R%C3%B6dgen 50° 36′ N, 8° 45′ O
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dim=10000 | globe= | name=Rödgen | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 189 (181–238) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,49 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 1907 (31. Dez. 2019)<ref name="DF">Einwohner mit Hauptwohnung nach statistischen Bereichen. (PDF; 48 kB) Stadt Gießen, abgerufen im Januar 2021.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 425 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 35394 | |||||
| Vorwahl: | 0641 | |||||
Lage von Rödgen in Gießen
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Rödgen ist ein Stadtteil der mittelhessischen Universitätsstadt Gießen.
Geographie
Rödgen liegt 5,5 km nordöstlich Gießen im Busecker Tal. Im Ort treffen sich die Landesstraße 3126 und die Kreisstraße 31. Am nördlichen Ortsrand führt die Vogelsbergbahn vorbei.
Ortsgeschichte
Mittelalter
Die älteste gesicherte Erwähnung des Orts erfolgte im Jahr 1326 in einer hessischen Urkunde: „… zume Rode …“<ref>Ludwig Baur: Hessische Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchive. Band 1–5. Band 1. Darmstadt 1860–1873. Nr. 515, S. 352 f.</ref> Eine Urkunde aus dem Jahre 1017 nennt: „… in pago Logenahi im comitatu Gerlaci comitis Lantswindehusen, Gundissa, Roda …“, ist aber nicht eindeutig zuweisbar.<ref>MGH, Dipl. Heinrich II. Nr. 366.</ref> Dies gilt auch für eine Urkunde aus dem Jahre 1299 „… in villa que dicitur zuo deme Rade sita …“<ref>Arthur Wyss: Urkundenbuch der Deutschordens-Ballei Hessen. Band 1–3. Leipzig 1879–1899. Band 3. Nr. 1388, S. 365.</ref> (gelegen in dem Dorf, genannt zu dem Rode).
Ritter Eberwin von Trohe und seine Ehefrau Jutta gaben 1252 dem Kloster Arnsburg eine Hube Land zu Rödgen zum Seelgerät.<ref>Klosterarchive 7, Die oberhessischen Klöster 3,1, Nr. 192, S. 142.</ref>
Nach der historischen Namenskunde ist der Ortsname als „Rodungssiedlung“ zu deuten.<ref>Lutz Reichardt: Die Siedlungsnamen der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach in Hessen. Namenbuch. Dissertation. Göppingen 1973. S. 308 f, S. 309.</ref> Der Rodungsname bezieht sich auf die mittelalterliche Rodungszeit und lässt auf eine Besiedlung im 13. und 14. Jahrhundert schließen.<ref>Lutz Reichardt: Siedlungsnamen. S. 23 ff.</ref> Im 14. Jahrhundert wird der Ortsname mit nachgestellten Lageangaben versehen, um Verwechslungen mit anderen Orten zu vermeiden. So heißt es 1327: „… de bonis in villa Rade prope Trahe …“ (von Gütern nahe dem Dorf Rödgen bei Trahe)<ref>Ludwig Baur: Hessische Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchive. Band 1 - 5. Band 1. Darmstadt 1860 - 1873. Nr. 520, S. 336.</ref> Hier wird die Siedlungsform als Dorf angegeben. Eine weitere erweiterte Ortsangabe begegnet uns 1370: „… yn deme dorfe zum Rodechyn by Drahe …“ Damals verkaufte das Kloster Schiffenberg dem Kloster Arnsburg die Abgaben einer Wiese bei Rödgen.<ref>Ludwig Baur: Urkundenbuch des Klosters Arnsburg in der Wetterau. Darmstadt 1851. Nr. 990, Anm. S. 604.</ref> 1489 verkaufte das Kloster Arnsburg den Grünberger Antonitern seinen Besitz zu Rödgen. Die Ortsangabe in der Urkunde lautet „… Rodichen prope Buchseck …“(Rödgen bei Buseck)<ref>UB Gießen, Hs. 457 m, 2, fol. 32 v.</ref>
Einen Tausch tätigte 1494 die Witwe des Senand von Rodenhausen, als sie den Antonitern zu Grünberg ihr Gut Einartshausen, genannt das Rodenhäuser Gut, übergab. Hierfür erhielt sie einen Hof zu Rödgen bei Buseck.<ref>Eckhardt: Die oberhessischen Klöster 3, 1. Nr. 192, 652.</ref>
Eine Urkunde von 1500 kennt „… das halbteil zu Gruningen vnnd das dorff Roitgen …“<ref>Ludwig Baur: Hessische Urkunden Band 4. Nr. 278, S. 282.</ref>
Neuzeit
Seit 1646 sind in Rödgen Juden nachweisbar.
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über das Busecker Tal:
„Busecker Thal (L. Bez. Giessen) Landstrich. Das Busecker Thal besteht aus 9 Orten: Altenbuseck, Großenbuseck, Albach, Beuern, Bersrod, Burkhardsfelden, Oppenrod, Reißkirchen und Rödchen, die zusammen 5675 Einwohner haben. – Die Vierer und Ganerben von Buseck kamen 1332 unter landgräfliche Gerichtsbarkeit. Sie haben aber niemals als Landsassen, sondern als unmittelbare Reichssassen angesehen seyn wollen. Im Jahr 1547 entstanden darüber große Streitigkeiten, und in dem 1576 erfolgten Vergleich erkannten zwar die Einwohner die landesfürstliche Hoheit des Landgrafen an, aber von dem Landgrafen wurde die Gerichtsbarkeit der von Buseck als ein unbestrittenes kaiserliches Lehen anerkannt. Neue Steitigkeiten veranlaßten 1706 den kaiserlichen Reichshofrath, den Vergleich aufzuheben, und das Busecker Thal für ein unmittelbares kaiserliches Lehen zu erklären, die Andersgesinnten mit 50 Mark löthigen Geldes als Strafe zu belegen, und die Aufrechthaltung dieses Beschlusses mehreren benachbarten Reichsständen zu übertragen. Hierauf wandte sich der Landgraf an die Reichsversammlung zu Regensburg, worauf 1725 dem Hause Hessen-Darmstadt die Geichtsbarkeit, nebst der Lehensherrlichkeit, als eine beständige kaiserliche Commission aufgetragen, und der Vergleich von 1576 bestätigt wurde. Im Jahr 1827 hat die Freiherrliche Familie von Buseck die ihr zustehende Patrimonialgerichtsbarkeit im Busecker Thal an den Staat abgetreten.“<ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
sowie über Rödgen:
„Rödchen (L. Bez. Giessen) evangel. Pfarrdorf; liegt unfern der Wieseck, 1 St. von Giessen und gehört der Freiherrlichen Familie von Buseck. Der Ort hat 72 Häuser und 399 Einwohner, die außer 9 Juden evangelisch sind. Der Ackerbau ist im Flor und jährlich kann eine ziemliche Menge Früchte ausgeführt werden. – Der Ort hieß früher Rode und gehörte im 15. Jahrhundert zum Busecker Kirchengebiet.e Im Jahr 1827 hat die Familie von Buseck die ihr an diesem Orte zustehende Patrimonialgerichtsbarkeit an den Staat abgetreten.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Die bis dahin selbständige Gemeinde Rödgen wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Oktober 1971 in die Stadt Gießen eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 17. September 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 39, S. 1603, Punkt 1320; Abs. 16. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 9,2 MB]).</ref><ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> Ebenfalls durch die Gebietsreform wurde die neue Stadt Lahn am 1. Januar 1977 aus den Städten Gießen und Wetzlar sowie mehreren Umlandgemeinden gegründet. Dies hatte zur Folge, dass Rödgen dem Stadtbezirk Gießen zugeordnet wurde und damit auch neuer Ortsteil der „Lahnstadt“ mit mehr als 156.000 Einwohnern wurde. Durch die am 1. August 1979 erfolgte Wiederauflösung der Stadt Lahn kam es zum erneuten Anschluss an die Stadt Gießen.<ref name= Gemeindeverzeichnis1970bis1982/> Für die Stadtteile Gießen-Allendorf, Gießen-Kleinlinden, Gießen-Lützellinden, Gießen-Rödgen und Gießen-Wieseck werden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 21 kB) § 3. In: Webauftritt. Stadt Gießen, abgerufen im Januar 2021.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Rödgen angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- 1508 und später: Heiliges Römisches Reich, Gericht Busecker Tal (Ganerbschaft des „Busecker Tals“ der Freiherren zu Buseck)
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Gericht Busecker Tal (die gerichtlichen Auseinandersetzungen um die Landeshoheit endeten erst 1726)
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Gericht Busecker Tal
- 1604–1648: Heiliges Römisches Reich, strittig zwischen Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und Landgrafschaft Hessen-Kassel (Hessenkrieg)
- ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Oberamt Gießen (ab 1789), Gericht Busecker Tal
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Oberhessen, Landamt Gießen, Gericht Busecker Tal<ref name="PR" /><ref name="Adr-LG-HD-1806" />
- ab 1815: Großherzogtum Hessen<ref group="Anm.">Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als Vorläufer des Deutschen Reichs.</ref>, Provinz Oberhessen, Landamt Gießen, Gericht Busecker Tal<ref name="NLVK" />
- ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Gießen<ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Gießen; 1827 ging die Patrimonialgerichtsbarkeit der Freiherren zu Buseck an das Landgericht über) und Verwaltung.</ref>
- ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Grünberg
- ab 1837: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Gießen
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.</ref>, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
- ab 1871: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Gießen
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Landkreis Gießen<ref name="RB1937" /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurden die Provinz Oberhessen aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Stadt Gießen<ref group="Anm.">Am 1. Oktober 1971 wurde Allendorf als Stadtteil in das damals noch kreisfreie Gießen eingegliedert.</ref>
- ab 1977: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Lahn-Dill-Kreis, Stadt Lahn<ref group="Anm.">Am 1. Januar 1977 wurde die Stadt Gießen mit dem Stadtteil Rödgen der neu gegründeten Stadt Lahn eingegliedert.</ref>
- ab 1979: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gießen, Stadt Gießen<ref group="Anm.">Am 1. August 1979 wurde die Stadt Lahn aufgelöst und die Stadt Gießen unter anderem mit den Stadtteilen Gießen und Rödgen wieder hergestellt.</ref>
- ab 1981: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Gießen, Landkreis Gießen; Stadt Gießen
Gerichte seit 1803
In der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt wurde mit Ausführungsverordnung vom 9. Dezember 1803 das Gerichtswesen neu organisiert. Für die Provinz Oberhessen wurde das „Hofgericht Gießen“ eingerichtet. Es war für normale bürgerliche Streitsachen Gericht der zweiten Instanz, für standesherrliche Familienrechtssachen und Kriminalfälle die erste Instanz. Die Rechtsprechung der ersten Instanz wurde durch die Ämter bzw. Standesherren vorgenommen und somit war für Rödgen das „Patrimonialgericht der Freiherren zu Buseck“ in Großen-Buseck zuständig. Nach der Gründung des Großherzogtums Hessen 1806 wurden die Aufgaben der ersten Instanz 1821 im Rahmen der Trennung von Rechtsprechung und Verwaltung auf die neu geschaffenen Land- bzw. Stadtgerichte übertragen, aber erst ab 1827 wurde die Patrimonialgerichtsbarkeit durch das „Landgericht Gießen“ im Namen der Freiherren ausgeübt. Infolge der Märzrevolution 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.<ref>Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren vom 7. August 1848. In: Großherzog von Hessen (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1848 Nr. 40, S. 237–241 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 42,9 MB]).</ref>
Anlässlich der Einführung des Gerichtsverfassungsgesetzes am 1. Oktober 1879 wurden die bisherigen Land- und Stadtgerichte im Großherzogtum Hessen aufgehoben und durch Amtsgerichte an gleicher Stelle ersetzt, ebenso verfuhr man mit den als Obergerichten fungierenden Hofgerichten, deren Funktion nun die neu errichteten Landgerichte übernahmen. Die Bezirke des Stadt- und des Landgerichts Gießen wurden zusammengelegt und bildeten nun zusammen mit den vorher zum Landgericht Grünberg gehörigen Orten Allertshausen und Climbach den Bezirk des neu geschaffenen Amtsgerichts Gießen, welches seitdem zum Bezirk des als Obergericht neu errichteten Landgerichts Gießen gehört.<ref>Verordnung zur Ausführung des Deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes und des Einführungsgesetzes zum Gerichtsverfassungsgesetze vom 14. Mai 1879. In: Großherzog von Hessen und bei Rhein (Hrsg.): Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1879 Nr. 15, S. 197–211 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 17,8 MB]).</ref> Zwischen dem 1. Januar 1977 und 1. August 1979 trug das Gericht den Namen „Amtsgericht Lahn-Gießen“ der mit der Auflösung der Stadt Lahn wieder in „Amtsgericht Gießen“ umbenannt wurde.
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Rödgen 1890 Einwohner. Darunter waren 96 (5,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 303 Einwohner unter 18 Jahren, 810 zwischen 18 und 49, 393 zwischen 50 und 64 und 384 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 903 Haushalten. Davon waren 312 Singlehaushalte, 270 Paare ohne Kinder und 204 Paare mit Kindern, sowie 84 Alleinerziehende und 33 Wohngemeinschaften. In 180 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 324 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1577: | 22 Hausgesesse<ref name="lagis" /> |
| • 1630: | 1 dreispännige, 9 zweispännige, 3 ein-spänn. Ackerleute, 31 Witwen, 9 Vormundschaften<ref name="lagis" /> |
| • 1669: | 152 Seelen<ref name="lagis" /> |
| • 1742: | 2 Geistl./Beamte, 47 Untertanen, 6 Junge Mannschaften, 1 Beisasse/Jude<ref name="lagis" /> |
| • 1806: | 300 Einwohner, 59 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" /> |
| • 1829: | 399 Einwohner, 72 Häuser<ref name="GW" /> |
| • 1867: | 528 Einwohner, 86 Häuser<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| Rödgen: Einwohnerzahlen von 1800 bis 2019 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1800 | 268 | |||
| 1806 | 300 | |||
| 1829 | 399 | |||
| 1834 | 419 | |||
| 1840 | 463 | |||
| 1846 | 554 | |||
| 1852 | 619 | |||
| 1858 | 615 | |||
| 1864 | 518 | |||
| 1871 | 577 | |||
| 1875 | 590 | |||
| 1885 | 617 | |||
| 1895 | 648 | |||
| 1905 | 694 | |||
| 1910 | 724 | |||
| 1925 | 735 | |||
| 1939 | 839 | |||
| 1946 | 1.190 | |||
| 1950 | 1.243 | |||
| 1956 | 1.269 | |||
| 1961 | 1.371 | |||
| 1967 | 1.482 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2002 | 2.004 | |||
| 2006 | 1.957 | |||
| 2009 | 1.910 | |||
| 2011 | 1.890 | |||
| 2014 | 1.874 | |||
| 2017 | 1.953 | |||
| 2019 | 1.907 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Gießen<ref name="EW2006" /><ref name="EW2009" /><ref name="EW2017" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1830: | 390 evangelische, 9 jüdische Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 1083 evangelische, 262 katholische Einwohner<ref name="lagis" /> |
Historische Erwerbstätigkeit
| • 1961: | Erwerbspersonen: 137 Land- und Forstwirtschaft, 289 Prod. Gewerbe, 102 Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, 148 Dienstleistungen und Sonstiges.<ref name="lagis" /> |
Politik
Für Rödgen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Rödgen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.<ref name="HS" />
Bei der Wahl zum Ortsbeirat 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:<ref>Ergebnis der Ortsbeiratswahlen 2021 in Gießen-Rödgen In: votemanager-gi.ekom21cdn.de</ref>
| Parteien und Wählergemeinschaften | Anteil in % | Sitze | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 11,54 | 1 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 9,89 | 1 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 14,18 | 1 |
| FW | Freie Wähler | 31,63 | 3 |
| RGG | Rödgen gemeinsam gestalten | 32,76 | 3 |
| gesamt | 100,0 | 9 | |
Ortsvorsteherin ist Elke Victor (FW).<ref name="OB">Ortsbeirat Rödgen. In: Webauftritt. Stadt Gießen, abgerufen im Januar 2021.</ref>
Sehenswürdigkeiten
Naturdenkmäler
- Alte Eiche bei Rödgen mit einem Brusthöhenumfang von 6,23 m (2014).<ref>Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen.Vorlage:Abrufdatum</ref>
Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen
Auf dem Gelände des ehemaligen US-Depots in der Rödgener Straße befindet sich die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen. Diese ist für die Aufnahme von Geflüchteten zuständig.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Juli 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. In: rp-giessen.hessen.de, abgerufen am 16. Juni 2021</ref>
Literatur
- Vorlage:HessBib
- Suche nach Rödgen (Gießen). In: Archivportal-D der Deutschen Digitalen Bibliothek
Weblinks
- Rödgen In: Webauftritt der Stadt Gießen.
- Rödgen, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Rödgen, Landkreis Gießen. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="EW2017"> Einwohnerstatistik. In: Webauftritt. Stadt Gießen, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2018. </ref> <ref name="EW2006"> Bevölkerungsstand. (PDF; 2 MB) In: Statistischer Jahresbericht 2006. Stadt Gießen, S. 9, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Januar 2019. </ref> <ref name="EW2009"> Bevölkerungsstand. (PDF; 2,4 MB) In: Statistischer Jahresbericht 2009. Stadt Gießen, S. 14, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Januar 2019. </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 414 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 222 (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 4 und 44, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>
Allendorf/Lahn | Gießen mit Siedlung Petersweiher | Kleinlinden | Lützellinden | Rödgen | Wieseck
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