Quorn (Lebensmittel)
Quorn ist der Handelsname für ein industriell hergestelltes Nahrungsmittel aus dem fermentierten Myzel des Schlauchpilzes Fusarium venenatum, das von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) aus Großbritannien hergestellt und vermarktet wird.
Seit 2015 gehört die Firma dem philippinischen Großkonzern Monde Nissin.<ref>Quorn acquired by Monde Nissin. Abgerufen am 20. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Beschreibung
Das Gemisch besteht zu 10–15 % aus Proteinen, auch Mycoprotein genannt (PDCAAS für Quornstücke: 1).<ref name="foodpedia_myco">M.J. Sadler: Mycoprotein. In: Luiz Trugo, Paul M. Finglas (eds): Encyclopedia of Food Sciences and Nutrition (Second Edition) 2003. S. 4072–4079, Academic Press. ISBN 978-0-12-227055-0. doi:10.1016/B0-12-227055-X/00820-8</ref> Weiterhin enthält es 2,5–19 % Fette,<ref name="sge" /> ist mit Vitaminen und Mineralien angereichert und mit Eiweiß aus Hühnereiern als Bindemittel in einem patentierten Verfahren verarbeitet.<ref>Quorn | Protein Comparison. 16. September 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 16. September 2008; abgerufen am 25. Juni 2020.</ref> Es wird in verschiedenen Zubereitungen (z. B. paniert) und Formen angeboten, die an entsprechende Fleischgerichte erinnern (Wurstform, steakartig, geschnetzelt).
Um Quorn herzustellen, werden die Fusariumzellen in einer Traubenzuckerlösung mit Mineralstoffen bei einer Temperatur von 28 °C kultiviert. Anschließend wird das Pilzmyzel abfiltriert und weiterverarbeitet.<ref name="sge"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Schweizerische Gesellschaft für Ernährung zu Quorn ( vom 15. Dezember 2013 im Internet Archive)</ref><ref>Find Out All About Us. Abgerufen am 20. März 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref>
Der zugrunde liegende filamentöse Schlauchpilz Fusarium venenatum wurde nach einem Screening von 3000 Kultivaten aus Bodenproben entdeckt.<ref>Kathrin Burger: Ernährung: Mikroben könnten die Welt ernähren. In: Spektrum. 19. November 2021, abgerufen am 9. Mai 2022.</ref> In den 1980er-Jahren wurden Quorn-Nahrungsmittel erstmals auf dem britischen Markt eingeführt. Das im Vereinigten Königreich produzierte Quorn wird in der Schweiz in Nahrungsmitteln unter dem Markennamen Cornatur von der Migros angeboten.
Von 2012 bis 2019 war Quorn auch in Deutschland erhältlich.<ref name="NadC-2016">Michael Groß: Mykoprotein als Fleischersatz. In: Nachrichten aus der Chemie. 2016, S. 403, doi:10.1002/nadc.20164046860.</ref>
Allergien und Unverträglichkeiten
Allergien und Unverträglichkeiten sind nicht ungewöhnlich. In einer Untersuchung von 1752 Fällen wurden neben allergischen Reaktionen vor allem gastrointestinale Symptome mit Übelkeit und teilweise auch Erbrechen beschrieben.<ref name="PMID29567357">M. F. Jacobson, J. DePorter: Self-reported adverse reactions associated with mycoprotein (Quorn-brand) containing foods. In: Annals of allergy, asthma & immunology : official publication of the American College of Allergy, Asthma, & Immunology. Band 120, Nummer 6, Juni 2018, S. 626–630, doi:10.1016/j.anai.2018.03.020, PMID 29567357.</ref>
Patente
- Patent GB2375943: Edible fungi.
- Patent GB2390528: Edible fungi ingredient.
- Patent GB2375945: A foodstuff comprising edible fungi.
Weblinks
- quorn.de (Webarchiv 2019)
Einzelnachweise
<references />