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Quintus Fabius Maximus (Suffektkonsul)

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Quintus Fabius Maximus († 31. Dezember 45 v. Chr.) war ein römischer Senator aus der Familie der Fabier und wurde 45 v. Chr. Suffektkonsul.

Leben

Quintus Fabius Maximus war der Sohn des gleichnamigen, als sehr verschwenderisch beschriebenen Quintus Fabius Maximus sowie der Enkel des Konsuls von 121 v. Chr., Quintus Fabius Maximus Allobrogicus.<ref>Fasti Capitolini u. a.</ref> Damit konnte Fabius zu Recht stolz behaupten, dass er von den vornehmen Familien der Aemilii, Cornelii und Fabii abstammte.

59 v. Chr. war Fabius einer der Ankläger des Gaius Antonius Hybrida, der verdächtigt wurde, als Konsul 63 v. Chr. an der Catilinarischen Verschwörung beteiligt gewesen zu sein. Obwohl von Marcus Tullius Cicero verteidigt, wurde Antonius Hybrida schuldig gesprochen.<ref>Cicero, in P. Vatinium testem interrogatio 28 mit Scholien Bobienses, p. 321 Or.</ref> Das Amt eines kurulischen Ädils bekleidete Fabius 57 v. Chr. gemeinsam mit Quintus Caecilius Metellus Pius Scipio. Beide wollten in dieser Funktion die Erinnerung an ihre gemeinsamen Vorfahren erneuern. So erteilten sie Titus Pomponius Atticus den Auftrag, eine Geschichte der Geschlechter der Aemilii, Cornelii und Fabii Maximi zu schreiben.<ref>Cornelius Nepos, Atticus 18, 4.</ref> Fabius ließ darüber hinaus den Triumphbogen seines Großvaters, den Fornix Fabianus, restaurieren und dort auch seine eigene Statue aufstellen.<ref>Andeutung bei Cicero, in P. Vatinium testem interrogatio 28; Inschriften des Triumphbogens der Fabier CIL 6, 1303.</ref> Die Ädile hatten aber zu wenig gegen die starke Steigerung der Preise unternommen und bekamen deshalb die Unzufriedenheit der einfachen Römer zu spüren; stattdessen musste sich Gnaeus Pompeius Magnus mit besonderen Vollmachten der Sicherheit der Getreideversorgung widmen.<ref>Cicero, Fragment aus de virtute bei Antoine de La Sale.</ref>

Da Cicero in den nächsten Jahren gar nichts über den zu so bedeutenden römischen Familien gehörigen Fabius berichtet, ist es wahrscheinlich, dass Fabius schon damals auf die Seite des aufstrebenden Gaius Iulius Caesar übergetreten war, obwohl er aufgrund seiner Abstammung auf der Seite von dessen Gegnern hätte stehen müssen. Diese scheinen ihm dementsprechend seine weitere Karriere zu höheren Ämtern verbaut zu haben. Es ist nicht bekannt, ob und wenn ja, in welchem Jahr Fabius die Prätur bekleidet hat. 46 v. Chr. war er mit Quintus Pedius als Legat Kommandant der Truppen des künftigen Diktators in Spanien. Ende 46 v. Chr. kam schließlich Caesar selbst nach Spanien, um persönlich das Heer gegen seine nach dem Tod des Pompeius (48 v. Chr.) noch verbliebenen Bürgerkriegsgegner zu führen.<ref>Bellum Hispaniense 2, 2; 12, 2; Cassius Dio 43, 31, 1.</ref> Fabius kämpfte als Legat seines Oberfeldherrn bis zu dessen Sieg in der Schlacht von Munda (17. März 45 v. Chr.) mit und wurde dann zum Feldherrn jener Truppen ernannt, die Munda erstürmen sollten. Diese Aufgabe konnte er in der Folge auch bewältigen.<ref>Fabius’ Beteiligung an diesen Kämpfen wird nur von Bellum Hispaniense 41, 1ff. erwähnt.</ref> Im September kam Fabius wieder nach Rom und wurde durch die Verleihung des Suffektkonsulats für die letzten drei Monate des Jahres 45 v. Chr. ausgezeichnet.<ref>Fasti Capitolini; Cassius Dio 43, 46, 2; u. a.</ref> Einige Tage nach seinem eigenen Triumph gestattete Caesar auch dem frischgebackenen Konsul die Abhaltung eines Triumphes über Spanien (13. Oktober 45 v. Chr.), obwohl Fabius seine Erfolge nicht unter eigenem imperium errungen hatte.<ref>Triumphalfasten; Cassius Dio 43, 42, 1f.; u. a.</ref> Dies gab in Rom Anlass zu Spott über den Diktator.<ref>Quintilian 6, 3, 61; Cassius Dio 43, 42, 1f.</ref> Da Fabius am letzten Tag seiner Amtszeit plötzlich der Tod ereilte,<ref>Fasti Capitolini; Cassius Dio 43, 46, 2; Plutarch, Caesar 58, 1; u. a.</ref> bestellte Caesar einen neuen Suffektkonsul (Gaius Caninius Rebilus), der nur am 31. Dezember 45 v. Chr. amtierte, wodurch sich der Diktator neuen Spott zuzog.

Fabius hatte zwei Söhne, Paullus Fabius Maximus und Africanus Fabius Maximus. Die Wahl ihrer Vornamen zeigt erneut seinen Stolz auf seine Abkunft von den genannten berühmten Familien.

Literatur

Anmerkungen

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