Kaliumtetraiodomercurat(II)
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Datei:2.svg Datei:K+.svgDatei:TetraiodomercuratII.svg | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Kaliumtetraiodomercurat(II) | |||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | K2[HgI4] | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
hellgelber Feststoff<ref name="DOI10.1021/ic00256a011">Huey Rong C. Jaw, Margaret M. Mooney, Thomas Novinson, William C. Kaska, Jeffrey I. Zink: Optical properties of the thermochromic compounds disilver tetraiodomercurate(2−) and dicopper tetraiodomercurate(2–). In: Inorganic Chemistry. Band 26, Nr. 9, 1987, S. 1387–1391, doi:10.1021/ic00256a011.</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 786,48 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="DOI10.1021/ic00256a011" /> | |||||||||||||||
| Dichte |
4,29 g·cm−3<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Löslichkeit |
löslich in Wasser<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| MAK |
0,02 mg·m−3<ref name="GESTIS" /> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Kaliumtetraiodomercurat(II) ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Kaliumverbindungen, Iodkomplexe und Quecksilberverbindungen.
Gewinnung und Darstellung
Kaliumtetraiodomercurat(II) kann durch Reaktion von Quecksilber(II)-chlorid<ref>Eintrag zu Mayers Reagenz. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> oder Quecksilber(II)-iodid mit Kaliumiodid gewonnen werden.<ref>A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1506.</ref>
- <math>\mathrm{HgCl_2 + 4 \ KI \longrightarrow K_2[HgI_4] + 2 \ KCl}</math>
- <math>\mathrm{HgI_2 + 2 \ KI \longrightarrow K_2[HgI_4]}</math>
Verwendung
Kaliumtetraiodomercurat (auch als Neßlers Reagenz A bezeichnet, nach Julius Neßler, welcher 1856 die Lösung in seiner Dissertation beschrieb)<ref>Julius Neßler: Über das Verhalten des Jodquecksilbers und der Quecksilberverbindungen überhaupt zu Ammoniak und über eine neue Reaction auf Ammoniak. Poppen, Freiburg im Breisgau 1856, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10853243-4 (Dissertation, Universität Freiburg).</ref> wird in Form einer Lösung zur Stickstoffbestimmung verwendet.<ref>Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> In dieser Neßler-Reaktion bildet Kaliumtetraiodomercurat mit Ammoniak einen rotbraunen Farbkomplex [Hg2N]I, das Iodid des Kations der Millonschen Base.<ref>Eintrag zu Neßlers Reagenz. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Der Nachweis ist sehr empfindlich für Ammonium/Ammoniak und wird in der Wasseranalytik zu dessen quantitativer Bestimmung benutzt. Nachteilig ist die Querempfindlichkeit auf einfache Amine, die in stark belebten Wässern (z. B. Fischteiche, Abwasser) reichlich auftreten.
Die wässrige Lösung von Kaliumtetraiodomercurat (aus 1 Teil Quecksilber(II)-iodid und 1,24 Teilen Kaliumiodid mit einer maximalen Dichte von 3,196 g/cm³) wird auch als Thoulets Lösung bezeichnet. Die nach dem französischen Mineralogen Julien Olivier Thoulet (1843–1936) benannte Lösung kann als Schwerflüssigkeit zur Bestimmung der Dichte von Mineralen und zur Trennung von Mineralgemischen dienen.<ref name="RömppOnline">Eintrag zu Thoulets Lösung. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Giftiger Stoff bei Hautkontakt
- Giftiger Stoff bei Einatmen
- Gesundheitsschädlicher Stoff (Organschäden)
- Umweltgefährlicher Stoff (chronisch wassergefährdend)
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Kaliumverbindung
- Iodverbindung
- Quecksilberverbindung
- Nachweisreagenz
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 18(a)