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Quecksilber(I)-sulfat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Strukturformel
Strukturformel von Quecksilber(I)-sulfat
Allgemeines
Name Quecksilber(I)-sulfat
Summenformel Hg2SO4
Kurzbeschreibung

weißer bis gelblicher Feststoff, der sich bei Lichteinwirkung grau verfärbt<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-993-0
ECHA-InfoCard 100.029.084
PubChem 24545
ChemSpider 29303914
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 497,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

7,56 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit
  • sehr schwer in Wasser (0,6 g·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />
  • gut in Salpetersäure<ref name="hand">David R. Lide: Handbook of Chemistry and Physics. 87. Auflage, CRC Press, 1998, ISBN 0-8493-0594-2, S. 4 bis 69.</ref>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.785">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+310+330​‐​373​‐​410
P: 260​‐​273​‐​280​‐​301+310+330​‐​302+352​‐​304+340​‐​310<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

205 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Quecksilber(I)-sulfat ist eine chemische Verbindung des Schwermetalls Quecksilber mit der Summenformel Hg2SO4.<ref name="mellor">J. W. Mellor: Intermediate Inorganic Chemistry. Longmans Green and Company, London 1941, S. 388.</ref> Es kommt seltener als das Quecksilber(II)-sulfat vor.

Gewinnung und Darstellung

Quecksilber(I)-sulfat kann ähnlich der Darstellung von Quecksilber(I)-chlorid durch Reaktion einer Lösung von Quecksilber(I)-nitrat-dihydrat mit Schwefelsäure gewonnen werden.<ref>Cynthia G. Zoski: Handbook of Electrochemistry. ISBN 978-0-444-51958-0.</ref>

<math>\mathrm{Hg_2(NO_3)_2 \ + \ H_2SO_4 \rightarrow \ Hg_2SO_4 \downarrow + \ 2 \ HNO_3}</math>

Eigenschaften

Quecksilber(I)-sulfat liegt in Form von weiß-gelben Kristallen vor, welche gut löslich in Salpetersäure und wenig löslich in Schwefelsäure sind. Es besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/c (Raumgruppen-Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14 und den Gitterparametern a = 6,277 Å, b = 4,429 Å, c = 8,360 Å und β = 91,70°.<ref>M. Weil: Crystal structure of Hg2SO4– a redetermination. In: Acta Crystallographica, E70, 2014, S. i44, doi:10.1107/S1600536814011155.</ref> An Licht verfärbt es sich grau.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

Verwendung fand Quecksilber(I)-sulfat im Bereich von galvanischen Zellen wie dem Clark-Normalelement oder dem Weston-Normalelement.<ref>Arnold Willmes: Taschenbuch Chemische Substanzen, ISBN 978-3-8171-1787-1.</ref>

Einzelnachweise

<references />