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Qeqertarsuaq (Qaanaaq)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Qeqertarsuaq
(K'eĸertarssuaĸ)
Kommune Avannaata Kommunia
Distrikt Qaanaaq
Einwohner verlassen (seit 2006)
Siedlungsstatus de facto Dorf
Demonym
(Plural; Singular mit -mioq/-miu)
Qeqertarsuarmiut
Zeitzone UTC-2
Koordinaten 77° 25′ 0″ N, 70° 8′ 0″ WKoordinaten: 77° 25′ 0″ N, 70° 8′ 0″ W
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Lage in Grönland

Qeqertarsuaq [<templatestyles src="IPA/styles.css" />qɜˌqɜˈtːɑsːuɑq] (nach alter Rechtschreibung K'eĸertarssuaĸ; Inuktun Qikertarraaq [<templatestyles src="IPA/styles.css" />qiˌkɜχtɑˈχːɑː(q)]) ist eine wüst gefallene grönländische Siedlung im Distrikt Qaanaaq in der Avannaata Kommunia.

Lage

Der Ort liegt im Osten der gleichnamigen Insel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) etwa 23 km westlich von Qaanaaq. Zwischen beiden Orten verläuft der Murchison Sund.<ref>Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.</ref>

Geschichte

Qeqertarsuaq wurde 1953 zusammen mit Qaanaaq gegründet, als die Bewohner von Uummannaq (Dundas) wegen des Baus der Thule Air Base zwangsumgesiedelt wurden. Ein kleinerer Teil ließ sich dabei am westlichen Ufer des Murchison Sund in/auf Qeqertarsuaq nieder. 1953 hatte der Ort 28 Einwohner. 1960 gab es bereits 37 und 1970 51 Einwohner in Qeqertarsuaq.<ref>Jens Christian Madsen: Udsteder og bopladser i Grønland 1901–2000. Atuagkat, 2009, ISBN 978-87-90133-76-4, S. 204 ff.</ref> 1968 wurden eine Telestation und eine Schulkapelle errichtet. Zudem gab es ein Speckhaus und einen Laden.<ref>Pie Barfod: Herbert Ø. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 609.</ref> 1988 beschloss man Qeqertarsuaq ebenso wie Moriusaq und Qeqertat zu entvölkern und zu schließen.<ref>Merete Lindstrøm: Qeqertat skal være bygd igen. Kalaallit Nunaata Radioa (6. März 2018).</ref> 2005 verließen schließlich die letzten Einwohner den Ort. Heute wird Qeqertarsuaq nur noch im Sommer zum Jagen aufgesucht.<ref>Einar Lund Jensen, Rasmus Ole Rasmussen: Qeqertarsuaq. Den Store Danske.</ref><ref>Qaanaaq. Kommunalplan der Avannaata Kommunia (2018–2030).</ref>

Bevölkerungsentwicklung

Die Einwohnerzahl von Qeqertarsuaq ging seit Beginn der Bevölkerungsmessungen in einzelnen Orten Ende der 1970er Jahre zurück. Zuletzt lebten nur noch eine Handvoll Menschen im Ort.<ref>Tim Bespyatov: Einwohnerzahlen in Grönland. (Auf Basis der früheren Datenbank von Grønlands Statistik).</ref>

Vorlage:ChartDirekt

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Folgende Orte gehörten der 1963 gebildeten Gemeinde Qaanaaq an:

Bewohnte Orte: Qaanaaq (Stadt) | Qeqertat | Savissivik | Siorapaluk

Verlassene Siedlungen: Kangerluarsuk († 1960er) | Moriusaq († 2011) | Neqi († 1960er) | Qeqertarsuaq († 2005)

Für vor 1963 aufgegebene Siedlungen, siehe Kategorie:Ort im Distrikt Qaanaaq.

Vorlage:Klappleiste/Ende