Zum Inhalt springen

Puschkino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein

Vorlage:Infobox Ort in Russland Puschkino (Vorlage:RuS) ist eine Stadt und Verwaltungszentrum des gleichnamigen Stadtkreises<ref>Gesetz Nr. 250/2020-ОЗ des Moskauer Oblasts vom 03.12.2020 Offizielles Internetportal der Rechtsinformation der Russischen Föderation. Publikationsnummer 5000202012040012. Abgerufen am 11. Dezember 2021.</ref> in Russland mit Vorlage:EWZ Einwohnern (Stand Vorlage:EWD).<ref name="einwohner_aktuell" />

Geografische Lage

Die Stadt befindet sich in der Oblast Moskau am Fluss Utscha, etwa 30 km nordöstlich von Moskau. Nächstgelegene Stadt ist – sechs Kilometer östlich – Iwantejewka.

Geschichte

Als Dorf ist Puschkino seit 1498 unter dem heutigen Namen schriftlich bekannt. Der Ortsname wird oft fälschlich in Verbindung mit dem russischen Wort puschka, zu deutsch „Kanone“, in Verbindung gebracht. Tatsächlich gehen Stadthistoriker davon aus, dass Puschkino vom Familiennamen dessen Landbesitzers im 14. Jahrhundert, Grigori Morchinin-Puschka, abstammt.<ref>http://www.podmoskovje.ru/towns/?id=-160974662</ref> Dieser war auch ein früher Vorfahre des berühmten Dichters Alexander Puschkin, der zu der Stadt ansonsten keinen Bezug aufweist.

Datei:Pushkino.jpg
Nikolaus-Kirche (1692–1694) in Puschkino

Das lange Zeit eher unbekannte, landwirtschaftlich geprägte Dorf erlangte erst Mitte des 19. Jahrhunderts wirtschaftliche Bedeutung. Dies war vor allem dem Bau der Eisenbahnstrecke Moskau–Sergijew PossadJaroslawl in den 1860er-Jahren zu verdanken, in deren Nähe der Ort liegt. Angefangen mit einer um 1840 gegründeten Textilfabrik, entwickelte sich in Puschkino im Laufe der Jahrzehnte die Industrie in hohem Maße. Zu den größten Betrieben des Ortes gehörten Ende des 19. Jahrhunderts die über 1000 Beschäftigte zählenden Fabriken des Industriellen Armand, zu dessen bekanntesten Verwandten die Revolutionärin Inessa Armand gehörte.

Datei:Л.Н.Толстой.jpg
Tolstoi-Denkmal (N. A. Seliwanow, 2013) in Puschkino

Die Umgebung Puschkinos entwickelte sich indes, auch dank der landschaftlich attraktiven Lage bei gleichzeitiger Nähe zu Moskau und günstiger Verkehrsanbindung, zu einem beliebten Naherholungsgebiet und Standort zahlreicher Sommer-Datschen. Für die Unterhaltung der Erholungssuchenden wurde in Puschkino 1896 ein Sommertheater erbaut, das durch Aufführungen mit Beteiligung prominenter Künstler (darunter Leonid Sobinow, Konstantin Stanislawski, Fjodor Schaljapin) überregionale Bekanntheit erlangen konnte.

1925 erhielt das inzwischen über 3000 Einwohner zählende Puschkino im Zuge einer Verwaltungsreform Stadtrechte. Auch in der Sowjetzeit und bis heute gilt der Rajon Puschkino als beliebte Sommerresidenz.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1939 21.081
1959 30.035
1970 48.418
1979 68.518
1989 75.847
2002 72.425
2010 102.874

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Verkehr

Datei:Pushkino-Serebpyanka.jpg
Neubauviertel am Fluss Serebrjanka in Puschkino

Als Industriestandort ist Puschkino bis heute bekannt. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Textil-, Elektro- und Möbelindustrie sowie im Gerätebau. Darüber hinaus ist in Puschkino ein Forschungsinstitut für die Forstwirtschaft ansässig. Nahe Puschkino befindet sich der Hauptcampus der Staatlichen Russischen Universität für Tourismus und Service.

Puschkino hat über die Eisenbahn-Teilstrecke Moskau–Jaroslawl Anbindung an die Transsibirische Eisenbahn. Dort bestehen regelmäßige Regionalverbindungen mit dem Jaroslawler Bahnhof in Moskau. 1929 war Puschkino eine der ersten Städte in der Sowjetunion, die einen elektrifizierten Bahnanschluss erhielten. Die Fernstraße M8 (Jaroslawler Chaussee; Teil der Europastraße 115) verläuft ebenfalls an Puschkino vorbei.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Vorlage:Commonscat

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Moskau