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Purpurgrackel

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Purpurgrackel
Datei:Common grackle in PP (36732).jpg

Purpurgrackel (Quiscalus quiscula)

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Stärlinge (Icteridae)
Unterfamilie: Agelaiinae
Gattung: Grackeln (Quiscalus)
Art: Purpurgrackel
Wissenschaftlicher Name
Quiscalus quiscula
(Linnaeus, 1758)
Unterarten
  • Quiscalus quiscula quiscula
  • Quiscalus quiscula stonei
  • Quiscalus quiscula versicolor

Die Purpurgrackel (Quiscalus quiscula) ist ein Vogel aus der Familie der Stärlinge (Icteridae).

Vorkommen

Purpurgrackeln sind von Südkanada bis östlich der Rocky Mountains verbreitet und bewohnen offene Wälder, Felder und Obstplantagen sowie städtische Parks und Gärten. Sie sind sehr gesellige Vögel und versammeln sich auch an ihren Schlafplätzen zu großen geräuschvollen Gruppen.

Merkmale

Die Vögel erreichen eine Körpergröße von 27 bis 35 Zentimetern. Erwachsene Purpurgrackeln haben einen langen, kräftigen schwarzen Schnabel, einen langen Schwanz, lange kräftige Beine und Krallen und hellgelbe Augen. Bei den Jungvögeln sind die Augen braun. Das Gefieder ist schwarz mit einem schillernden blau- bis purpurfarbenen Schimmer, variiert jedoch je nach Unterart. Die Weibchen sind kleiner als die Männchen, und ihr Federkleid ist nicht so glänzend wie das der Männchen. Sehr charakteristisch ist der Gesang der Altvögel, der an ein rostiges Tor erinnert.

Ernährung

Das Ernährungsspektrum ist sehr vielfältig. Unter anderem ernähren die Vögel sich von Nüssen und Beeren, von Insekten, Würmern und Mäusen. Auch Frösche und Flusskrebse, die sie in Teichen und Bächen fangen, werden nicht verschmäht. Im Küstenbereich waten sie durch das Wasser und fangen Fische. Gelegentlich fressen sie auch Küken und Eier von kleineren Vögeln. Während des Winters fallen sie häufig in großen Gruppen in Getreidefelder ein, insbesondere in Maisfelder, und sind in bestimmten Regionen in Nordamerika zu einer Plage geworden. In Parks und Gärten sind sie auch dafür bekannt, anderen Vögeln die Nahrung zu stehlen.

Fortpflanzung

Purpurgrackeln sind Kolonienbrüter. Die großen Nester bestehen aus Zweigen, Halmen und Gras und werden auf einem Baum, einem Strauch oder einem flachen Gebäude oft in der Nähe von Gewässern erbaut. In einem Zeitraum von 12 bis 14 Tagen brütet das Weibchen die fünf bis sechs Eier aus. An der Aufzucht der Jungvögel beteiligen sich beide Elterntiere.

Unterarten

Datei:GrackleInFlight.jpg
Eine Purpurgrackel im Flug

Es werden drei Unterarten unterschieden:<ref>IOC World Bird List Oropendolas, orioles, blackbirds</ref>

  • Quiscalus quiscula quiscula (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758)<ref name="linne109">Carl von Linné (1758), S. 109.</ref> kommt im Südosten der USA vor.
  • Quiscalus quiscula stonei <templatestyles src="Person/styles.css" />Chapman, 1935<ref name="chapman25">Frank Michler Chapman (1935), S. 25 (Fußnote).</ref> ist im östlichen zentralen Gebiet der USA verbreitet.
  • Quiscalus quiscula versicolor <templatestyles src="Person/styles.css" />Vieillot, 1819<ref name="vieillot488">Louis Pierre Vieillot (1819), S. 488.</ref> kommt im südlichen zentralen und südöstlichen Kanada und dem mittleren Bereich der USA vor.

Quiscalus aglaeus <templatestyles src="Person/styles.css" />Baird, SF 1866<ref name="baird84">Spencer Fullerton Baird (1866), S. 84.</ref> wird heute als Synonym zur Nominatform, Quiscalus aeneus <templatestyles src="Person/styles.css" />Ridgway, 1869<ref name="ridgway134">Robert Ridgway (1869), S. 134, Abbildung 2 zum Text.</ref> als Synonym zu Q. q. versicolor betrachtet.

Literatur

  • Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758 (biodiversitylibrary.org).
  • Louis Pierre Vieillot: Nouveau dictionnaire d'histoire naturelle, appliquée aux arts, à l'agriculture, à l'économie rurale et domestique, à la médecine, etc. Par une société de naturalistes et d'agriculteurs. Band 28. Deterville, Paris 1819 (biodiversitylibrary.org).

Weblinks

Commons: Purpurgrackel (Quiscalus quiscula) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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