Purpurbindentäubchen
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| Purpurbindentäubchen | ||||||||||
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| Datei:Colomba Godefrida.jpg
Purpurbindentäubchen (Paraclaravis geoffroyi) | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Paraclaravis geoffroyi | ||||||||||
| (Temminck, 1811) |
Purpurbindentäubchen (Paraclaravis geoffroyi, Syn.: Claravis geoffroyi, Claravis godefrida), auch Geoffroys Täubchen oder Spiegeltäubchen genannt, ist eine Art der Taubenvögel und gehört zur Unterfamilie der Amerikanischen Kleintauben.
Erscheinungsbild
Purpurbindentäubchen erreicht eine Körperlänge von bis zu 23 Zentimetern. In Größe und Gestalt ähnelt Purpurbindentäubchen sehr dem zur gleichen Gattung gehörenden Schmucktäubchen. Ähnlich wie bei dieser Art besteht ein auffälliger Geschlechtsdimorphismus. Die Männchen haben ein insgesamt blaugraues Gefieder, während die Weibchen zimtbraun sind.
Beim Männchen sind Stirn, Gesicht und Brust weißlich blaugrau. Die Gefiederfärbung geht auf den Unterschwanzdecken in ein Weißgrau über. Die Körperoberseite ist etwas dunkler. Auffällig sind die drei Reihen metallisch-dunkler Flecken auf den Flügeln. Der Schnabel ist dunkelgrau. Die Füße sind rötlich. Das Weibchen ist auf der Körperoberseite zimtbraun. Die Fleckenreihen auf den Flügeln sind dunkler als bei den Weibchen der Schmucktäubchen. Die Körperunterseite ist etwas heller.
Verbreitung und Lebensraum
Purpurbindentäubchen kommt im Südosten Brasiliens, im Osten Paraguays und im Norden Argentiniens vor. Der Lebensraum sind dichte Bestände der Bambusgattung Gadua in Wäldern der subtropischen Zone. Beobachtungen liegen aus dem Tiefland bis in Höhenlagen von 2300 Metern vor.<ref name="Birdlife">Factsheet auf BirdLife International</ref>
Lebensweise
Purpurbindentäubchen ist ein Nahrungsspezialist, der überwiegend von den Samen der beiden Bambusarten Guadua chacoensis und Gadua trinii lebt. Wie bei vielen anderen Bambusarten blühen auch diese beiden Arten in sehr großen zeitlichen Abständen, dann aber in weiten Gebieten gleichzeitig. Purpurbindentäubchen ist deshalb gezwungen, nomadisch zu leben, was die Anstrengungen zum Erhalt dieser Art sehr erschwert.<ref>Gibbs, S. 347</ref> Über die Fortpflanzungsgewohnheiten von Purpurbindentäubchen ist nahezu nichts bekannt. Gesichert ist lediglich, dass das Gelege aus zwei cremeweißen Eiern besteht.
Bestand und Gefährdung
Purpurbindentäubchen, das im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch verhältnismäßig häufig war, gilt mittlerweile im gesamten Verbreitungsgebiet als äußerst selten. Die IUCN schätzt den Bestand auf maximal 250 Individuen und klassifiziert die Art in die Kategorie „vom Aussterben bedroht“ (critically endangered).<ref name="Birdlife" /> Als Ursache des Bestandsrückganges gilt die Rodung der Wälder, um Siedlungen und Plantagen anzulegen. Damit hat sich sowohl das Vorkommen der für diese Art notwendigen Bambusdickichte reduziert und die Distanz zwischen den einzelnen Bambusbeständen vergrößert. Die IUCN hält es für möglich, dass der Lebensraum mittlerweile so stark fragmentiert ist, dass diese Art nicht überleben kann.
Etymologie und Forschungsgeschichte
Die Erstbeschreibung des Purpurbindentäubchens erfolgte 1811 durch Coenraad Jacob Temminck unter dem wissenschaftlichen Namen Columba Godefrida. Als Verbreitungsgebiet nannte er Brasilien.<ref name="temminck125">Coenraad Jacob Temminck (1811), S. 125, Tafel 57.</ref><ref group="A">Zur Publikationsgeschichte des Werkes siehe René Ronsil (1957) & Edward Clive Dickinson u. a. (2010).</ref> 2018 führten George Sangster, Paul Robert Sweet und Kevin Paul Johnson die für die Wissenschaft neue Gattung Paraclaravis ein.<ref name="sangaster134">George Sangster (2018), S. 134–140</ref> Dieser Begriff leitet sich von Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. ab.<ref name="sangaster134"/> Der Teil Claravis wurde 1899 von Harry Church Oberholser eingeführt, der auch das Purpurbindentäubchen der Gattung zuordnete.<ref name="oberholser203">Harry Church Oberholser (1899), S. 203</ref> Der Artname geoffroyi ist Étienne Geoffroy Saint-Hilaire (1722–1844) gewidmet.<ref name="temminck125"/> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. In der Literatur sah er im Synonym Chamaepelia miantoptera <templatestyles src="Person/styles.css" />Bertoni, AW, 1901<ref name="bertoni26">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1899), S. 26–27</ref> aus dem Departamento Alto Paraná den einzigen Nachweis für das Land.<ref name="laubmann139">Alfred Laubmann (1939), S. 139.</ref> Es war 1902 Enrique Lynch Arribálzaga, der Bertonis Name in Synonymität mit der Nominatform stellte.<ref name="arribalzaga383">Enrique Lynch Arribálzaga (1902), S. 383.</ref> Hermann von Ihering und Rodolpho von Ihering gaben als Verbreitungsgebiet Santa Catarina, Minas Gerais und Bahia an.<ref name="ihering23">Hermann von Ihering (1907), S. 23</ref> Miantoptera ist ein Wortgebilde aus Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. und Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden..<ref>miantoptera The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling</ref>
Literatur
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Weblinks
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2025.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2025. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- BirdLife International: Species Factsheet – Purple-winged Ground Dove (Paraclaravis geoffroyi)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
- Purpurbindentäubchen (Paraclaravis geoffroyi) bei Avibase
- Paraclaravis geoffroyi im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
- Vorlage:EBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Purpurbindentäubchen (Paraclaravis geoffroyi)
- Vorlage:Encyclopedia of Life
- Vorlage:Oiseaux.net
Einzelnachweise
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Anmerkungen
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