Zum Inhalt springen

Pumalín-Park

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Pumalin.jpg
Die Fjorde und gemäßigten Regenwälder des Pumalín-Parks
Datei:ParquePumalin.jpeg
Regenwald im Pumalín-Park
Datei:Carretera Austral.png
Der Pumalín-Park befindet sich auf der rechten oberen Ecke der Karte

Der Pumalín-Park (spanisch: Parque Pumalín) ist ein Nationalpark und ehemaliges Naturschutzprojekt des US-amerikanischen Millionärs Douglas Tompkins. Er liegt im Süden Chiles, zwischen Hornopirén und Chaitén. Mit einer Fläche von inzwischen rund 402.392 Hektar (4.023,92 Quadratkilometer) war Pumalín der größte private Park des Landes.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> (Memento vom 22. September 2009 im Internet Archive)</ref>

Zweck

Der Park wurde errichtet, um den sogenannten gemäßigten Regenwald zu schützen. Er umfasst das letzte große zusammenhängende Waldgebiet Chiles. Außerdem kaufte Tompkins Gebiete dazu, die von Rinderzüchtern und der Holzindustrie entwaldet wurden. Jährlich werden im Pumalín-Park 300.000 heimische Bäume und andere Gewächse angepflanzt. Damit versucht man die ursprüngliche Natur wiederherzustellen.

Arbeitsort

Der Pumalín-Park ist nicht nur ein Naturschutzgebiet, sondern auch ein Arbeitgeber für die einheimische Bevölkerung. So stricken die Frauen der Umgebung Kleidung. Dafür verwenden sie Wolle von Schafen, die im Park gehalten werden. Auch Früchte und Gemüse werden biologisch angebaut und landesweit verkauft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Chile: Der Regenwald des Mode-Königs (Memento vom 23. Dezember 2005 im Internet Archive)</ref>

Schutzgebiet und Vulkanausbruch

Im August 2006 erklärte der chilenische Staat das Gebiet zum Schutzgebiet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" /> (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Wegen der Ausbrüche des in der Nähe gelegenen Vulkans Chaitén wurde der Park zeitweilig geschlossen. Seit Mitte Dezember 2010 ist er wieder geöffnet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 18. Juli 2006 im Internet Archive)</ref>

Kritik

Vorlage:Hinweisbaustein Die Fischindustrie fühlt sich in ihren alten Rechten vom Park eingeschränkt und kämpft vor Gericht gegen eine Ausweitung.

In den Fjorden an der Küste des Parks wurden viele Lachsfarmen errichtet. Sie verschmutzen mit ihrem künstlichen Zuchtfutter, den Ausscheidungen der Tiere und dem Medikamenteneinsatz die Gewässer.<ref>Dan McDougall, The Observer: Welcome to my world, 15. Februar 2009.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Koordinaten: 42° 35′ 3,9″ S, 72° 29′ 45,8″ W

 {{#coordinates:−42,58443|−72,49605|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=CL
   |type=landmark
  }}