Spören
Spören Stadt Zörbig
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(622)&title=Sp%C3%B6ren 51° 36′ N, 12° 7′ O
{{#coordinates:51,60141|12,12217|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Spören | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Fläche: | 9,94 km²<ref name="Gindex" /> | |||||
| Einwohner: | ca. 622 (2011)<ref name="Gindex">Gemarkung Spören, Stadt Zörbig. In: GEOindex. Abgerufen im September 2025.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. März 2004 | |||||
| Postleitzahl: | 06780 | |||||
| Vorwahl: | 034956 | |||||
Lage von Spören in Zörbig
| ||||||
Spören ist mit dem zur Gemeinde gehörenden Prussendorf einer der 18 Orte, die gemeinsam die Stadt Zörbig bilden.
Lage
Spören befindet sich zwei Kilometer südlich von Zörbig am Strengbach.<ref>Der Strengbach ist ein Flachlandbach, der bei einer Gesamtlänge von 34,3 km zuerst durch Sachsen und dann durch Sachsen-Anhalt fließt. Das Quellgebiet liegt südlich von Glesien. Der Strengbach mündet ca. 2 km westlich von Zörbig in die Fuhne.</ref> Die nordwestlich gelegene Kreisstadt Köthen (Anhalt), der östlich gelegene Ballungsraum Bitterfeld-Wolfen und die südlich gelegene Großstadt Halle (Saale) sind je weniger als 20 Kilometer entfernt.
Geschichte
Auffällig ist ein Hügel neben der Kirche, im Volksmund als »Berg« bezeichnet. Verschiedentlich wurde behauptet, dass es sich dabei um ein Hünengrab handelt. Archäologen sind sich heute einig, dass es sich um eine sogenannte »Motte«, einen künstlich aufgeschütteten Hügel handelt, etwa um 1100 erbaut, auf dem sich ein Wehrturm eines Adligen befand. Die Anlage gehörte zur Wehranlage des Dorfes, zu der auch Teiche, Gräben und Sumpfflächen gehörten. Der Hügel steht seit dem 1. April 1961 unter Denkmalschutz.
Die erste urkundliche Erwähnung von Spören stammt aus dem Jahre 1156. Eine Entwicklung des Ortsnamens kann von Spuren über Sporen, Sporn und Spern bis zum heutigen Spören nachgewiesen werden. Prussendorf, nordwestlich an Spören angrenzend, wird erstmals in einer Urkunde von 1209 erwähnt. Beide Orte gehörten bis 1815 zum kursächsischen Amt Zörbig.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 56 f.</ref> Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen sie zu Preußen und wurden 1816 dem Landkreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem sie bis 1944 gehörten.<ref>Der Landkreis Bitterfeld im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. November 2024; abgerufen am 4. September 2025.</ref>
Am 20. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Prussendorf eingegliedert.<ref>Prussendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie</ref>
In Prussendorf wurde auf Betreiben des Direktors des „Instituts für Gartenbau Dresden-Pillnitz der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften“ Gerhard Friedrich ein Versuchsgut gegründet, was sich während des Bestehens der DDR zu einer zentralen Stelle für Obstbauern und Wissenschaftler aus dem gesamten osteuropäischen Raum entwickelte.<ref>Magda-Viola Hanke, Wolf-Dietmar Wackwitz: Prof. Dr. Dr. hc. Gerhard Friedrich, veröffentlicht beim Verband Ehemaliger Dresden-Pillnitzer e.V (online, abgerufen am 21. August 2021)</ref>
Am 1. März 2004 wurde die ehemalige Gemeinde Spören mit den ehemaligen Gemeinden Löberitz, Göttnitz, Salzfurtkapelle, Schrenz und Stumsdorf in die Stadt Zörbig eingegliedert.<ref>Gebietsänderungen vom 01.01. bis 31.12.2004, Statistisches Bundesamt, 1. Juli 2007, abgerufen am 21. August 2021.</ref> Das in den 90er Jahren durchgeführte Dorferneuerungsprogramm bescherte Spören und Prussendorf strukturelle Verbesserungen.
Sehenswertes
<templatestyles src="Vorlage:Galerie/styles.css" />
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Romanische Dorfkirche Spören
Die um 1170 erbaute romanische Kirche ist seit dieser Zeit in ihrem Grundriss unverändert geblieben. Sie wurde mehrfach umgebaut, renoviert bzw. saniert, zuletzt in den Jahren 2001 und 2002.<ref>Ehemaliger Internetauftritt der Dorfkirche Spören, abgerufen am 6. April 2018.</ref>
Im Mittelpunkt der Kirche steht ein gut erhaltener Flügelaltar des Leipziger Meisters Heinrich Beyer aus dem Jahr 1489. Dem Zeitgeist des Historismus folgend, hat man diesen Altar 1879 durch einen von Holzbildhauer Gustav Kuntzsch, Wernigerode, geschaffenen Hochaltar ersetzt. Der Flügelaltar, der im Vorraum der Kirche aufgehängt worden war, kehrte 1966 an seinen angestammten Platz zurück.<ref>Iris Ritschel: Heinrich Beyer - ein Leipziger Maler des Spätmittelalters. In: Curiositas. Zeitschrift für Museologie und museale Quellenkunde, Heft 14–15 / 2014–2015, Verlag Beier & Beran, Langenweißbach 2016, ISBN 978-3-95741-031-3, S. 142 ff. Digitale Bibliothek, abgerufen am 21. August 2021.</ref> Von dem Hochaltar existiert nur noch die Kreuzigungsgruppe (Kruzifix, Maria und Johannes), sie befindet sich in der (heute nicht mehr genutzten) Friedhofskapelle, dem ehemaligen Mausoleum der Gutsbesitzerfamilie Jordan.
Die Kirche besitzt eine Orgel mit 16 Registern auf zwei Manualen, erbaut 1904 als Opus 262 von der Firma Wilhelm Rühlmann.<ref>Opusverzeichnis der Orgelbauanstalt von W. Rühlmann, Zörbig, abgerufen am 21. August 2021.</ref><ref>Die Orgel der Ev. Kirche Spören, abgerufen am 21. August 2021.</ref>
Mausoleum der Gutsbesitzerfamilie Jordan
Das von dem Architekten Heinrich Straumer entworfene Mausoleum (Erbbegräbnis) der Gutsbesitzerfamilie Jordan wurde um 1914 auf dem Spörener Kirchhof errichtet.<ref>Deutsche Kunst und Dekoration, Heft 35 / 1914-1915, Verlagsanstalt Alexander Koch, Darmstadt 1916. Digitale Bibliothek, abgerufen am 21. August 2021.</ref>
Gestüt
Im Ortsteil Prussendorf befindet sich das Gestüt Radegast/Prussendorf.<ref>Katrin Helbig: Gestüt Radegast/Prussendorf. Abgerufen am 7. April 2021.</ref><ref>Internetauftritt vom Gestüt Radegast/Prussendorf, abgerufen am 21. August 2021.</ref><ref>Die deutschen Landgestüte: Landgestüt Sachsen-Anhalt, abgerufen am 21. August 2021.</ref>
Persönlichkeiten
Im Jahr 1988 wurde Günther Porysiak zum Bürgermeister gewählt, im Jahr 2001 Helmut Kretschmer.
Ehrenbürger
- Karl-Otto Nöhring (1914–2007), Gründer des Heimatvereins Strengbachaue e. V.
- Anton Rehmann, Gründer der CDU-Ortsgruppe in Spören und des Heimatvereins Strengbachaue e. V.
- Walter Pitzsck (* 1940)
Vereine
- Heimatverein Strengbachaue Spören-Prussendorf e. V.<ref>Heimatverein Spören, abgerufen am 21. August 2021.</ref>
- Sängervereinigung Gemischter Chor Spören e. V.<ref>Gemischter Chor Spören, abgerufen am 21. August 2021.</ref>
- Fußballverein FC Blau-Weiß Spören 1995 e. V.<ref>Ehemaliger Internetauftritt des FC Blau-Weiß Spören, abgerufen am 7. April 2018.</ref>
Verkehrsanbindung
Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Mitteldeutschen Verkehrsverbund erbracht. Folgende Verbindung führt, betrieben von der Omnibusbetrieb Saalekreis, durch Spören:
- Linie 350: Halle ↔ Oppin ↔ Brachstedt ↔ Spören ↔ Zörbig
Drei Kilometer westlich vom Ort verläuft die Bahnstrecke Halle (Saale)–Köthen–Magdeburg. Der nächste Bahnhof befindet sich im nordwestlichen Nachbarort Stumsdorf.
Spören befindet sich zwischen den Landesstraßen 141 und 143 und ist an diese durch die Kreisstraße 2061 angebunden. Die Bundesautobahn 9 verläuft vier Kilometer östlich von Spören.
Weblinks
- Spören, Stadt Zörbig
- Evangelische Kirche Spören, Stadt Zörbig
- Zeichnung der alten Kirche in Spören von 1828, museum-digital
Einzelnachweise und Fußnoten
<references />
Cösitz | Göttnitz | Großzöberitz | Löberitz | Löbersdorf | Mößlitz | Priesdorf | Prussendorf | Quetzdölsdorf | Rieda | Salzfurtkapelle | Schortewitz | Schrenz | Spören | Stumsdorf | Wadendorf | Werben | Zörbig (Kernort)