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Protestantische Kirche (Brenschelbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Brenschelbach Kirche 05 2012-11-25.JPG
Die protestantische Kirche in Brenschelbach
Datei:Brenschelbach Kirche Innen 01.JPG
Blick ins Innere der Kirche
Datei:Brenschelbach Kirche Innen 03.JPG
Blick zur Orgelempore

Die Protestantische Kirche Brenschelbach ist die Kirche der protestantischen Kirchengemeinde im saarländischen Brenschelbach im Kirchenbezirk (Dekanat) Zweibrücken der Evangelischen Kirche der Pfalz.<ref name="kg">Kirchenbezirk: Prot. Dekanat Zweibrücken Auf: www.evkirchepfalz.de, abgerufen am 25. November 2012</ref> Zuständig für die Kirchengemeinde Brenschelbach ist das Pfarramt Hornbach.<ref name="kg" /> In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kirche als Einzeldenkmal aufgeführt.<ref>Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Saarpfalz-Kreis (PDF; 1,1 MB), abgerufen am 25. November 2012</ref>

Geschichte

Ältester Teil der Kirche ist der aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Kirchturm,<ref name="sehenswertes">Informationen zu Brenschelbach auf dem Webangebot der Stadt Blieskastel, abgerufen am 25. November 2012</ref> der 1592 einer Restaurierung unterzogen wurde.<ref name="info">Informationen zur Protestantischen Kirche Brenschelbach Auf: www.kunstlexikonsaar.de, abgerufen am 25. November 2012</ref>

Das eigentliche Kirchengebäude wurde 1784 als spätbarocker Saalbau nach Plänen des Architekten Friedrich Gerhard Wahl, des letzten Baudirektors des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken, errichtet.<ref name="info" /> Da das Kirchenschiff nach dem Ersten Weltkrieg in einem sehr schlechten Zustand war, wurde es 1928 abgerissen. Am 10. Juni 1928 erfolgte die Grundsteinlegung für ein neues Kirchengebäude.<ref>Brenschelbach feiert Wiedereinweihung der Kirche Auf: www.pfaelzischer-merkur.de, abgerufen am 25. November 2012</ref>

Die neue Kirche wurde 1928/29 von der Gemeinde nach Plänen des Bezirksbaurates Müller (Homburg) errichtet.<ref name="info" />

Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Kirchengebäude schwere Beschädigungen, da Brenschelbach Kampfgebiet war. Zudem diente die Kirche deutschen Einheiten als Kino und war somit Ziel feindlicher Fliegerangriffe, durch die Dach und Fenster, die Orgel und die Portale zerstört wurden. Die Decke des Innenraums war von Einsturz bedroht, das Gestühl durch Geschosse schwer beschädigt, die Schieferbedeckung des Turmes vernichtet, und die Umfassungsmauern waren eingerissen. Die Schäden konnten behoben waren, sodass die Kirche am 18. Juni 1950 wieder eingeweiht werden konnte.<ref>Protestantische Kirchengemeinde feiert Auf: www.pfaelzischer-merkur.de, abgerufen am 25. November 2012</ref> 1976 erfolgte die letzte größere Renovierung der Kirche.<ref name="sehenswertes" />

Architektur und Ausstattung

Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um eine schlichte Halle mit angefügtem Chorraum. Der Kirchturm zählt zur Gruppe der sogenannten „Hornbacher Türme“. Das ursprüngliche Satteldach wurde 1904 in ein Dach mit Helmspitze umgewandelt. Im Erdgeschoss des Turmes, der aus Quadermauerwerk besteht, ist noch ein Kreuzrippengewölbe zu sehen. Die Turmtür hatte ehedem einen Spitzbogen, der aber 1722 zu einem Stichbogen verändert wurde.<ref name="sehenswertes" />

Bemerkenswert im Inneren der Kirche sind die sechs Fenster des Architekten und Glasmalers György Lehoczky (Saarbrücken) im Chorraum, die 1956 geschaffen wurden.<ref name="info" /> Sie zeigen Darstellungen von Szenen aus dem Neuen Testament: Die Heilung eines Blinden (Vorlage:Bibel/Link), die Bergpredigt (Mt 5–7 EU), die Kreuzigung Jesu, die Auferstehung Jesu, das Jüngste Gericht und Johannes den Täufer.<ref name="sz">Gerd Meiser: Ein Kleinod in der Region – Die protestantische Kirche von Brenschelbach ist ein verwunschener Ort im Bliesgau. In: Saarbrücker Zeitung, 21./22. September 2013.</ref>

Die beiden Lampen im Innenraum über den Kirchenbänken wurden von Schlosser Otto Rausch aus verschiedenen Gebrauchsgegenständen angefertigt.<ref name="sz" />

Die Orgel der Kirche, die auf einer Empore aufgestellt ist, wurde gebraucht von der Orgelbaufirma Reichenstein (Windesheim) geliefert.<ref name="sz" />

Literatur

  • Bernhard H. Bonkhoff: Die Kirchen im Saar-Pfalz-Kreis. Saarbrücken 1987.
  • Arbeitskreis György Lehoczky (Hrsg.): György Lehoczky, 1901–1979. St. Johann, Saarbrücken 2010, ISBN 3-938070-49-8, S. 176 ([1] [abgerufen am 25. November 2012]).

Weblinks

Commons: Protestantische Kirche (Brenschelbach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 49° 9′ 7,9″ N, 7° 20′ 13,9″ O

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