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Projektionismus

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Projektionismus ist eine Kunstströmung der russischen Avantgarde aus den 1920er Jahren, in der das Ziel nicht in einem konkreten Ergebnis, sondern in der Methodik bestand.

Projektionisten

Die Mitglieder der Gruppe 'Metod' ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=ru|SCRIPTING=Cyrl|SERVICE=russisch}}) ('Projektionisten') fanden sich zum ersten Mal 1922 als informeller Kreis von Studenten und Absolventen des Wchutemas zusammen. Ihre These spiegelte die damals verbreitete Anschauung einer experimentellen Kunst im Dienste der Technik und der Produktion wider<ref>vgl. Gaßner und Gillen 1979, S. 327</ref>.

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Solomon Nikritin kann als der geistige Vater der Projektionisten angesehen werden<ref>in Susanne Anna, S. 11</ref>. Er kannte die Analytische Kunst und baute sein Werk auf der Vielfalt der Experimente auf. In den Jahren 1925 bis 1929 wurde S. Nikritin zum Leiter des Analytischen Kabinetts für Kunst der Malerei in Moskau berufen. Seine Arbeiten bestanden aus Texten, Zeichnungen, Fotos, Reliefs, mit deren Hilfe er Dreidimensionalität erzielte. Außerdem ist er als Autor theoretischer Arbeiten zur Farblehre und zu Kompositionsfragen bekannt.

Die Vielseitigkeit der Künstler aus dieser Gruppe, wie Kliment Redko, Alexander Tyschler, Alexander Labas und Sergei Lutschischkin, ist erstaunlich. Das Gemeinsame war lediglich die Annahme, dass erst die Kreativität des Betrachters ein künstlerisches Projekt (Zeichnung, Gemälde, Skulptur u. a.) zu einem Ding verwirklichen sollte.

Literatur

  • Hubertus Gaßner, Eckhart Gillen: Zwischen Revolutionskunst und Sozialistischem Realismus. DuMont Reiseverlag, Ostfildern (Januar 1984). ISBN 3-77011-116-8
  • Susanne Anna (Hrsg.): Russische Avantgarde. Daco-Verlag Günter Bläse, Stuttgart 1995. ISBN 3-87135-026-5

Weblinks

Einzelnachweise

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