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Progreso (Yucatán)

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Progreso
Progreso (Yucatán)
Progreso (Yucatán)
Progreso auf der Karte von Yucatán
Koordinaten 21° 17′ 8″ N, 89° 39′ 44″ WKoordinaten: 21° 17′ 8″ N, 89° 39′ 44″ W
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Basisdaten
Staat Mexiko

Bundesstaat

Yucatán
Municipio Progreso
Stadtgründung 1856
Einwohner 41,695 (2020)
Stadtinsignien
Datei:Escudo Progreso.png
Detaildaten
Fläche 9,6 km²
Bevölkerungsdichte 4 Ew./km2
Höhe m
Postleitzahl 97320
Strand von Progreso
Strand von Progreso
Strand von Progreso
Pier von Progreso
Pier von Progreso
Pier von Progreso

Progreso (deutsch: „Fortschritt“), auch Progreso de Castro, ist eine Hafenstadt mit ca. 40.000 Einwohnern im mexikanischen Bundesstaat Yucatán. Die Stadt erhielt ihren Beinamen nach Juan Miguel de Castro († 1884), dem wichtigsten politischen Fürsprecher des Hafenbaus in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Lage und Klima

Progreso liegt in Norden der Halbinsel Yucatán etwa 35 km (Luftlinie) nördlich von Mérida am Golf von Mexiko im schwülheißen Klima der Karibik. Das Klima ist meist schwülwarm; Regen (ca. 800–2000 mm/Jahr) fällt ganz überwiegend im Sommerhalbjahr. Der Ort wird weniger als ein Mal pro Jahrzehnt von Wirbelstürmen (Hurrikane) gestreift; bislang hielten sich die Schäden in Grenzen.

Bevölkerung

Jahr 1900 1960 2000 2010 2020
Bevölkerung 5.125 13.694 44.354 37.369 41.965<ref>progreso/ Progreso –Karte + Fakten</ref>

Das Wachstum der städtischen Bevölkerung war bis in die 1970er Jahre moderat, danach erlebte Progreso eine Bevölkerungsexplosion, die jedoch zum Stillstand gekommen zu sein scheint.

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert war die gesamte Umgebung dichter besiedelt. Vielerorts existierten ausgedehnte Sisal-Plantagen (Misnebalam, Xtul, Santa Elena u. a.), die nach dem Ende des mexikanischen Sisal-Booms (um 1950/60) aufgegeben wurden und heute in Ruinen liegen. Die Stadt wurde als Hafen von Mérida errichtet und diente vornehmlich dem Export von Sisalfasern und dem Fischfang.

Die Küste von Yucatan ist eine Kalksteinformation, die recht flach mit einem Gefälle von 1:1000 in den Golf von Mexiko absinkt. Bei Progreso verläuft eine Meeresströmung von 0,15 m/s bis 0,30 m/s parallel zur Küste, die eine gebaggerte Fahrrinne in der rund 4 m starken Sandschicht in kurzer Zeit versanden ließe. Von 1937 bis 1941 wurde zum Anlanden größerer Schiffe der etwa 2 km lange Pier von Progreso als Anlegebrücke mit 146 Bögen errichtet.<ref>Carlos Rosado van der Gracht: Progreso’s enormous pier turns 80 years old. In: Yucatán Magazine. Roof Cat Media, 10. Mai 2021, abgerufen am 12. Juli 2024.</ref> Die Arbeiten wurde von der dänischen Firma Christiani & Nielsen durchgeführt, welche mit einem Konzept mit Betonpfeilern und -bögen und einer Bewehrung aus rostfreiem Stahl für die Anlegebrücke überzeugten, um Wartungsarbeiten wegen zukünftiger Korrosionsschäden gering zu halten.<ref>Eric I. Moreno, Andrés A. Torres Acosta, Pedro Castro Borges: Construcción del muelle de Progreso. In: Ingeniería. 2004, S. 61–66, abgerufen am 12. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Este muelle fue construido entre 1937 y 1941 por la empresa danesa Christiani and Nielsen“</ref>

Um dem Größenwachstum der Schiffe mit höherem Tiefgang zu entsprechen, wurde die Pier Ende der 1980er Jahre auf die Länge von 6,5 km verlängert. Von 1985 bis 1989 wurde ein neues Fernterminal von 64 ha Fläche aufgeschüttet, zusammen mit einer Mole als Fahrdamm, welche die bestehende Anlegebrücke um 4,5 km verlängert. Dies konnte als Felsschüttung realisiert werden, weil nur einige hundert Meter in Küstennähe der Meeresboden mit einer Sandschicht bedeckt ist, welche zur Vermeidung von ungewollten Ablagerungen bzw. Erosionseffekten eine wassergängige Konstruktion benötigt. Weiter draußen ist der Meeresgrund felsig.<ref name="ASIPONA">XVII Aniversario de la Terminal Remota de Puerto Progreso. Noticia 162. In: puertosyucatan.com. Administracion del Sistema Portuario Nacional Progreso, 10. Oktober 2006, abgerufen am 12. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „El 6 de octubre de 1989, Progreso iniciaba una nueva etapa en su vida marítima al inaugurarse la terminal remota a 6.5 Kilómetros de la costa, 3 posiciones de atraque y un calado de 23 pies que permitía recibir embarcaciones hasta con 18 mil toneladas, 6 veces más de lo que permitía la terminal intermedia.“</ref>

In den Jahren 1999/2000 wurde das Fernterminal weiter ausgebaut und eine zweite Brückenkonstruktion parallel zum Pier aus den 30er Jahren wurde errichtet. Die Hochseefahrrinne wurde bei einer Breite von 150 m und einer Länge von 7,8 km auf ca. 12,20 m (40 Fuß) Tiefe ausgebaggert, das Hafenbecken des Terminals lässt Schiffe mit einem Tiefgang von 9,75 m (32 Fuß) zu. Der Hafen des Fernterminals hat insgesamt zehn Liegeplätze: zwei für Containerschiffe, drei für Stückgüter, einen für Schüttgüter (Getreide), einen für Mineralölprodukte, und drei für Kreuzfahrtschiffe bzw. Fähren.

Im Jahr 2005 wurden über 4 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen<ref name="ASIPONA"/>, 2019 dann 7,3 Mio. Tonnen und 2023 bereits 10,1 Mio. Tonnen.<ref>Avance y Resultados Enero 2023–Junio 2024 - 4 Anexo. Ficha de las Metas para el bienestar y Parámetros - 1.2 Parámetro. In: puertosyucatan.com. Abgerufen am 20. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gemäß den Guinness World Records ist die Pier von Progreso mit inzwischen über 8 km das längste Bauwerk dieser Art weltweit.<ref>Municipio de Progreso: Longest jetty/pier. Guinness World Records, 1. Juli 2023, abgerufen am 12. Juli 2024: „The longest jetty/pier measures 8,018.98 m (26,309 ft), achieved by Municipio de Progreso (Mexico) in Progreso, Yucatán, Mexico, on 1 July 2023.“</ref>

Progreso ist neben seiner Funktion als Hafen auch ein beliebtes Ausflugsziel der Einwohner von Mérida. Auch die Strände der Umgebung sind beliebt, doch ist die Hitze – trotz der leichten Meeresbrise – vor allem während der Mittagsstunden oft unerträglich.

Sehenswürdigkeiten

Umgebung

  • Hauptattraktion sind die weißen Korallen-Strände.
  • Die sehenswerten Maya-Ruinenstätten von Dzibilchaltún und Xcambó liegen etwa 20 km (Fahrtstrecke) in südöstlicher Richtung bzw. 37 km in östlicher Richtung entfernt.

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter

Weblinks

Wiktionary: Progreso – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

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